Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt

08.10.2016 - Bytom/Polen

Stadion Edward Szymkowiak

452 Zuschauer

    Il Liga

 

TS Polonia Bytom- Stargard Szczecinski 2:0

 

Vor diesem Spiel wurde dank der vielen Zeit noch ein Abstecher nach Sosnowiec gemacht, um sich beim Verein "anzumelden" und die üblichen Daten anzugeben bei den hübschen Damen des Klubs.

Nachdem auch diese wichtige Angelegenheit für das Abendspiel erledigt wurde, ging es gute zwanzig Minuten retour nach Bytom, um das zweites Spiel des Tages anzusehen!

 

Wie beim damaligen Besuch in Katowice wurde auch hier direkt neben der Kassa die berüchtigte "Karta Kibica" gekauft, um in Anschluss ein offizielles Ticket kaufen zu können. Sehr entspannt war dafür die Parkplatzlage, da es für die angegebenen 452 Zuschauer mehr als genügend Platz gab.

 

Entschieden haben wir uns wieder für die große überdachte Tribüne, wo auch 90% der Fans anwesend waren. Wie auch schon in Radzionkow waren wieder Abschnitte des Stadions gesperrt, die auf jeden Fall an den Ostblock erinnern!

 

Eine ebenfalls interessante Info ist, dass der Heimverein auch einen organisierten Fanklub hat, aber scheinbar boykottiert. Erst in der Schlussphase stimmten sie einige Gesänge an, was auch anhand des Spielverlaufes für eine gute Stimmung sorgte am Schluss.

 

Von 2007 bis 2011 spielte der 1920 gegründete Verein in der höchsten Spielklasse Polens.  Das sie sich überhaupt solange halten konnten ist vorallem von den Zahlen her ein größeres Wunder, was das Minibudget von 8 Millionen Zloty (1.8 Mio Euro) bestätigt. Seitdem ging es wie befürchtet steil bergab, weil die meisten Spieler den Verein verließen und die finanziellen Mittel weiter begrenzt waren.

 

Mittlerweile sind sie deshalb schon in der dritthöchsten Spielklasse angekommen und spielen auch hier gegen den Abstieg.  Als Vorletzter empfingen sie den Tabellenvierten aus Szczecinski, die natürlich als Favorit gehandelt wurden.

 

Zum Spiel: Mit einem Blitzstart erwischten sie die Gäste offenbar am falschen Fuß, aber umso spannender war die Tatsache, dass sie den Mut fanden um ihren Gegner ebenbürtig zu sein für die restliche Dauer des gesamten Spiels!

In einer ebenfalls speilerisch guten Partie konnten sie die Führung lange halten und am Schluss sogar auf zwei Tore ausbauen, was unfassbar wichtige Punkte bedeuten - und den Sprung auf Platz 12.

 

Traditionell wurde im Laufe der Partie im Fanshop investiert. Umgerechnet um 3,50 Euro konnte nach langer Überlegung ein typisches Kaffeehäferl erkauft werden, Sprachkenntisse wurden aber an der Stelle nicht aufgebracht!

 

Kurios: Obwohl die Heimischen eine für ihre Verhältnisse sehenswerte Partie zeigten, waren die Zuseher offenbar weniger zufrieden weil es immer wieder starke Kritik und Beschimpfungen gab - an die eigenen Spieler und trotz der Führung, die sie bis zum Schluss nicht verlieren sollten.

 

 

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