Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt

11.08.2017 - Neusiedl bei Pernitz/Niederösterreich

Alpenstadion

135 Zuschauer

2. Landesliga Ost

 

SC Ortmann - SV Stockerau 6:3

 

Neues Wochenende - neues Glück! Mit diesem Motto ging ich natürlich höchst motiviert in das verlängerte Wochenende, dass mit der Partie im Alpenstadion eröffnet wurde.

 

Grund dafür war die mittlerweile vierte Auswärtsfahrt von meinem Geburtsort Stockerau, die am ersten Spieltag beim amtierenden Meister aus der Gebietsliga Süd/Südost zu Gast waren - dem SC Ortmann.

 

Nach Brunn/Gebirge, Leopoldsdorf/Marchfeld und Traiskirchen war ein weiteres Mal mein Vater dabei, um seinen Verein zu unterstützen. Da es die Ortschaft Ortmann offiziell nicht gibt, hat der 1921 gegründete Verein seine Heimstätte in Neusiedl bei Pernitz aufgebaut, dass somit unser Anfahrtsziel wurde!

 

Die Fahrt sollte sich als Glücksfall erweisen, da kein Verkehr vorhanden war und auch das Wetter schlagartig besser wurde je näher wir dem Ziel kamen.

Das Alpenstadion ist dank der genauen Adresse sehr einfach zu finden, Parkplätze sind im Fall der Fälle ebenfalls genügend vorhanden. Nicht nur das stimmte mich persönlich positiv:

 

Meine Mail an den symphatischen, sportlichen Leiter Max Schwaiger kam Anfang der Woche überpünktlich an, so dass in diesem Fall eine Freikarte spendiert wurde.

 

Wenig später wurde auf persönlicher Ebene einige Worte gewechselt, dass zu meiner Überraschung darin mündete einen großen Vereinswimpel geschenkt zu bekommen! Vielen Dank für diese nette Geste, das schöne Geschenk bekommt natürlich einen stolzen Ehrenplatz in den eigenen vier Wänden!

 

Auf mich persönlich hatte die Sportanlage ebenfalls einen sehr positiven Eindruck. Auf der Längsseite konnte man entweder auf die freien Holzbänke Platz nehmen oder es sich unter der Überdachung gemütlich machen - mit dem Blick auf das wunderschöne Panorama.

Eine besonders gute Kritik bekommt die organisierte Küche, die mit vielen warmen Speisen glänzte und es sogar Tiramisu im Angebot gab neben den Kaffee, den ich mir in der Pause selbstverständlich nicht entgehen ließ.

 

Von der Geschichte her hat der SCO einiges erlebt und ebenso viele Titel gewonnen, u.a. 3x die NÖN Landesliga sowie Gewerkschaftsmeister von Jahr 1936 (!).

Größter Erfolg war das Erreichen der zweithöchsten Spielklasse Österreichs, wo sie sich einige Saisonen halten konnten und im Bundesland Niederösterreich großteils eine konstante Rolle spielten.

 

In der jüngsten Vergangenheit stürzte man jedoch bis in die Gebietsliga, wo sie sich im nach sieben Jahren den langersehnten Titel erkämpften und in die zweite Landesliga Ost aufstiegen in diesem Frühjahr - mit zehn Punkten Vorsprung wohlgemerkt!

 

Im Gespräch mit Max wurde außerdem festgestellt, dass der Kader voll ist mit jungen, hungrigen Eigenbauspielern und der Rest nur teilweise ergänzt wird. Weil auch von der Reserve und Jugend viel nachkommt, kann man von einer gezielten Nachwuchsarbeit sprechen. Wie man weiß, ist diese Taktik langfristig der absolut richtige Weg um erfolgreichen Fußball zu spielen - am Rasen selbst lag schlussendlich die Wahrheit...

 

Zum Spiel: Binnen zwölf Minuten schafften es die Gäste, einen 2:0 Vorsprung herzustellen. Mit einem schnellen Anschlusstreffer wurde die Partie immer interessanter und der Aufsteiger schaffte es tatsächlich, den Rückstand in eine komfortable 4:2 Führung auszubauen bis zur Pause!

Bei dem Offensivfeuerwerk waren sechs Treffer nach 45 Minuten kein Wunder, eine feine Kost für jeden neutralen Fußballfan!

Nach Seitenwechsel war der entscheidende Zeitpunkt beim Stand von 5:3, als der SV Stockerau am Anschlusstreffer drückte und sich dabei einen Konter einfing zum endgültigen 6:3 Endstand.

 

Damit feiert der SC Ortmann nicht nur die drei Punkte, sondern auch einen Einstand nach Maß. Als Aufsteiger in der eigenen Heimstätte ein halbes Dutzend Tore zu erzielen ist ein seltenes Schauspiel, dass aber höchste Anerkennung verdient - besonders am ersten Spieltag.

 

Für mich persönlich hat sich der Besuch absolut ausgezahlt trotz der fast 1,5 stündigen Anfahrt, Gründe gab es mehr als genügend:

 

Mit der Kombination aus einem spannenden, torreichen Spiel sowie die herzliche Gastfreundschaft des Klubs kann ich vorallem mit dem Vereinswimpel als Geschenk mit Stolz und auch mit Freude an diesem Abend zurückdenken und ihn positiv in Erinnerung behalten.

 

Vielen Dank dafür und alles gute noch in dieser Spielzeit - langfristig gesehen kann das Ziel für so einen Verein nur die NÖN Landesliga sein, dem ich auch in Zukunft alle Daumen drücken werde!

 

 

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