Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt

29.07.2017 - München/Deutschland

Grünwalder Stadion

12.500 Zuschauer

Regionalliga Bayern

 

TSV 1860 München - TSV 1860 Rosenheim 2:0

 

Letzte Woche noch in Budapest, war dieses Wochenende München das große Ziel! Grund dafür war mein heutiger Fahrer Martin, der seine Kontakte spielen ließ und am Freitag Nachmittag tatsächlich noch Karten für das große Spiel beim Traditionsverein TSV 1860 München organisieren konnte!

 

Grund genug, am Samstag bereits in den Morgenstunden wegzufahren. Nach meiner Tagwache um 6:30 ging es nach einem Frühstück in aller Ruhe zum Treffpunkt nach Ybbs, bevor die letzten drei Stunden gemeinsam im Auto verbracht wurden.

 

Obwohl es via Radio viele Meldungen von Unfällen und langen Staus gab, entgingen wir dem ganzen Chaos - die Schlüsselszene war wohl die Umfahrung der Grenze über die Bundesstraße, bei der wir keine Minute der wertvollen Zeit verloren haben!

 

Nach unserer sicheren und planmäßigen Ankunft konnte man einen Parkplatz an der Hauptstraße ergattern, der sogar im Schatten lag. Von dort ging es direkt weiter zum Trainingszentrum nur unweit des Stadions entfernt, wo wir problemlos die Tickets abholten und einen erfolgreichen Blick in den daneben gelegenen Fanshop warfen.

 

Um einen guten Preis wurde natürlich ein "60er Leiberl" gekauft und sofort angezogen, ehe wir noch genug Zeit hatten um uns mit einen guten Kaffee samt einer Mehlspeise zu verpflegen - nebenbei wurde einer alten Dame beim entwenden einer Zeitung geholfen, die sich mit den Worten "Ihr seid noch wahre Kavaliere" bedankte. Was für ein Start!

 

Erst nach dieser Stärkung ging es endgültig zum Grünwalder Stadion, dass seitdem Abstieg in die Regionalliga wieder die feste Heimat des TSV 1860 München geworden ist!

Wie man dem Vereinsnamen entnehmen kann wurde der Klub 1860 offiziell gegründet und kann daher auf eine lange Tradition zurückblicken:

 

Neben einem Meistertitel (1966) konnte zusätzlich 2x der Pokal geholt werden. Interessant fand ich auch die Mitgliederzahl, während man im Jahr 1860 gerade mal 150 Mitglieder vorzuweisen hatte, waren es zu den Glanzzeiten um der Jahrtausendwende über 20.000!

 

Für uns waren vor dem Einlass ins Stadion erstmal die Außenfotos an der Reihe, wovon es einige gute Motive geben sollte.

Im zweiten Anlauf ging es nach der unkomplizierten Kontrolle der Ordner zur Längsseite, wo man sich völlig frei bewegen konnte - so gut es ging wurde dieser Umstand natürlich genutzt um viel von dem Erlebnis mitzubekommen.

 

Insgesamt 12.500 Zuschauer waren es mit Ansage des Stadionsprechers, also völlig ausverkauft! Sogar im Gästeblock fanden sich eine gewisse Zahl an Anhänger von 1860, von den Gästen kam außer vereinzelten (!) Rufen wenig bis gar nichts.

 

Die große Welle der Heimischen Fans schlug auch höchst positiv in der Stimmung um:

Während der Fanblock den Ton angab, machte auch unsere große und überfüllte Tribüne ordentlich Stimmung um die Mannschaft zu unterstützen, gerade gegen den Namensvetter TSV 1860 Rosenheim...

 

Zum Spiel: Wie es schon mein Mitfahrer sagte, konnte spielerisch nicht mal annähernd mit der großartigen Atmosphäre mitgehalten werden - ein Fehler jagte den nächsten, aus den wenigen Torchancen wurde so gut wie keine verwertet - zum Ärger der Fans und allen Anwesenden.

Wie es das Glück offenbar wollte, gelang kurz vor Ende der Partie der unfassbare Doppelschlag in der 89. + 94. Minute, was das Stadion natürlich schlagartig in ein absolutes Tollhaus verwandelte!

 

Dieser glückliche Sieg bringt nicht nur drei wichtige Punkte, sondern wurde auch noch lange nach Schlusspfiff von deren Fans lautstark gefeiert.

Für uns hingegen war der Besuch nach der langen Hinfahrt ein voller Erfolg, dass mit Sichrheit zu den Highlights des Jahres gehören wird!

 

Kurios: Während den Verkehrsmeldungen mit teilweise 10-14 Kilometern Stau in ganz Bayern (!) war der Moderator mit den Worten seines Kollegen offenbar nicht ganz einverstanden.

Dieser schickte ihn lautstark mit den Worten "Stöll di im Stau und gib a Ruah" weg, ehe es mit der Musik normal weiterging als wäre nichts gewesen... ;-))

 

 

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