Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt

25.11.2017 - 17.Bezirk/Wien

Sportanlage Post

120 Zuschauer

Wiener Stadtliga

 

SV Post - SK Slovan HAC 1:2

 

Eigentlich sollte die ungarische Vignette weiter genutzt werden, aber durch zeittechnische Gründe konnte dieses Vorhaben leider nicht realisiert werden. Doch dank dem Heimspiel des SV Post war der Kurzbesuch in Wien trotzdem ein sehr erfreulicher:

 

Durch mein Antreten bei der Sportanlage des SV Post ist das letzte, fehlende "Puzzelteil" endgültig fertig - sprich, die Wiener Stadtliga ist somit erstmals vollständig komplettiert!

 

Weiters konnte ich mit Alex H. einen weiteren Groundhopper und dessen fußballbegeisterte Kollegen völlig unangekündigt vor Ort treffen, schöne Grüße an dieser Stelle.

 

Die kurze Hinfahrt gestaltete sich trotz dreißig Minuten Fahrzeit als leicht abenteuerlich, denn in der Hauptstadt wäre man ohne Navi und der dazugehörenden Adresse sehr schnell hilflos. Gefunden wurde die Anlage trotzdem ohne Probleme, die sogar eigene  Parkplätze zur Verfügung hatten!

 

Die letzten verbleibenden Meter waren zu Fuß erreichbar, dessen Kassabereich sich unmittelbar nach dem vereinsinternen Sekretariat befindet. Um den üblichen Preis bekam man einen Kupon ausgehändigt, ehe es Zeit war sich einen genaueren Überblick zu verschaffen:

 

Sehr positiv empfand ich die schön eingerichtete Kantine auf der Längsseite, die mich und anderen Zuschauern mit Sicherheit aufwärmten - vorallem im zweiten Durchgang war die Novemberkälte deutlich zu spüren. Dennoch verdient das Kantinenpersonal ein großes Lob, dass mir einen guten Kaffee servieren konnte!

 

Alle vier Seiten waren geöffnet und somit auch betretbar - völlig anders als bei den Wiener Klubs gibt es hier auf drei Spielfeldlängen alte Betonstufen, die aus der vergangenen Zeit erinnern. Besonders für Fußballromantiker ist es schön zu sehen, dass man solche altehrwürdige Sportanlagen noch findet und hautnah erleben darf.

 

Der Klub erblickte 1919 die Fußballwelt mit dem damaligen Namen "Sportverein der Post, Telegraphen- und Fernsprachangestellten Österreichs", den sie 1938 auf den heutigen Vereinsnamen umänderten.

 

Größter Erfolg ist nicht nur der Titel als österreichischer Amateut-Staatsmeister im Jahr 1937, sondern konnten auch zusätzlich den Toto-Cup insgesamt 3x gewinnen! Unter der Rubrik kurios ist außerdem die Info zu finden, dass sie seit 1976 (!!) ununterbrochen der Wiener Stadtliga angehören - wohlgemerkt ohne einer einzigen Unterbrechung!

 

Gegen den Aufsteiger SK Slovan HAC kamen immerhin 120 Besucher zum Meisterschaftsspiel, definitiv mehr als vorher erwartet angesichts der Temperaturen. In der Tabelle stehen beide Mannschaften im sicheren Tabellenmittelfeld, somit war es die Aufgabe sich für das Frühjahr eine gute Ausgangsposition zu verschaffen.

 

Zum Spiel: Beide zeigten von Beginn an eine kämpferische und engagierte Leistung mit vielen kleinen Fouls, dessen Vorteile immer wieder wechselten. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang den Heimischen mit einem gut vorgetragenen Angriff die Führung, die sie lange Zeit halten sollten.

Der absolute Knackpunkt der Partie sah man in den letzten Spielminuten, als Slovan HAC mit der Brechstange auf den Ausgleich drückte. Dieses Verhalten wurde nicht nur mit dem Ausgleich in der 89. Minute belohnt, sondern am Ende sogar mit dem Siegtreffer in der 92. Minute!

 

Die mitgereisten Fans waren berechtigerweise in völliger Jubelstimmung, denn an beiden Treffern war absolut nichts regelwidriges zu erkennen.

 

Für den SV Post ist diese Niederlage eine sehr schmerzhafte zum Auftakt der Saisonhalbzeit, aus der es trotzdem zu lernen gilt um solche Situationen in Zukunft zu vermeiden.

 

In der Hinrundentabelle liegen sie nun an einem soliden neunten Tabellenrang. Die Top 3 sind dennoch nur an die sechs Punkte entfernt, worauf sich der neutrale Zuschauer also auf eine spannende Rückrunde im Frühjahr freuen kann!

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