Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt

18.11.2017 - Dbrecen/Ungarn

Nagyerdei Stadion

3.169 Zuschauer

NB l

 

VSC Debreceni - FC Videoton 2:5

 

Nach Spielende in Balmazujvaros ging die Tour nur einige Kilometer weiter in Richtung Osten. Die zweite Etappe dieser Reise betraf genauer gesagt die zweitgrößte Stadt des Landes, Debrecen!

 

Mit über 200.000 Einwohnern ist der DVSC (Debreceni VSC) absolut berechtigt für den ungarischen Erstligafußball.

 

Ins Leben gerufen wurde der Klub schon im Jahr 1902 und heißt übersetzt Eisenbahner Sportverein, während die Fans ganz klar den Spitznamen "Loki" vorziehen. Grund dafür war der frühere Vereinsname Debreceni Lokomotiv, den sie in der Nachkriegszeit für einige Jahre benutzten!

 

Weiters kann man auf einige Erfolge zurückblicken, die auf sportlicher Ebene erreicht wurden. Offiziell haben sie sechs Pokalsiege und sieben Meisterschaften gefeiert und konnten zusätzlich in der Qualifikation der Champions League teilnehmen.

 

Das Nagyerdei Stadion liegt in der Kategorie "Neubau", dass vor kurzem in 14 Monaten Bauzeit fertiggestellt worden ist. Damit erfüllen sie in der UEFA-Stadionkategorie sogar die höchste Stufe und ist somit absolut für den internationalen Fußball tauglich.

 

Meine Presseakkreditierung konnte einen Tag vor der Abfahrt positiv beantwortet werden, dass meinem Mitfahrer und mir einen sehr guten Platz bescherte.

Vor dem Aufbruch zum Spiel war trotzdem noch ein kurzer Rundgang im Stadtzentrum möglich, ehe es Zeit wurde sich um den Fußball zu kümmern!

 

Zu finden ist die Heimstätte im Norden der Stadt, genauer gesagt mitten in einem großen Waldstück.

 

Parkplatzmäßig konnte man an der Hauptstraße problemlos das Auto stehen lassen und die letzten Meter zu Fuß zurücklegen, ehe recht zügig der Presseeingang gefunden wurde.

Die Außenfassade sowie der Innenbereich ist für jeden Fußballfan ein absoluter Traum, ein Manko blieb aber trotzdem hängen:

 

Während sich die normalen Zuschauer auf Popcorn und andere Speisen freuten, gingen die Leute in der Presse weitesgehend leer aus. Einzig Wasser und etwas Brot standen zur Auswahl - im Gegensatz zu meinen anderen Erfahrungen wie Pilsen oder Karvina eine völlig andere Welt..aber auch solche Erfahrungen sind wertvoll.

 

Diese Saison kämpft der VSC Debreceni um den Anschluss an die Tabellenspitze. Sie stehen zwar auf einen soliden dritten Tabellenrang, hatten zu dem Zeitpunkt aber satte sieben Punkte Rückstand auf den Tabellenführer FC Videoton - dem Gegner im Spiel der Runde!

 

Zum Spiel: Bereits in den ersten Spielszenen hatten beide Mannschaften Großchancen im Minutentakt, die ein sehr schnelles Spiel aufzogen. Die Folgen dieser Offensive waren drei Treffer zum Halbzeitstand von 1:2 zu Gunsten der Gäste, wohlgemerkt in den ersten 26. Minuten!

Nach Seitenwechsel vergaben die Heimischen den ein oder anderen Sitzer zum Ausgleich und bekamen im Gegenzug die Rechnung beinhart präsentiert.

Mit einem Doppelschlag binnen acht Minuten baute der FC Videoton die Führung aus und nutzten eine weitere Gelegenheit zum bitteren 1:5 - da half der zweite Ehrentreffer zum 2:5 Endstand auch nichts mehr..

 

Zuschauermäßig war das Topspiel etwas enttäuschend - sogar meine Erwartungen von 5.000 wurde nicht mal annähernd erreicht.

 

Einzig das hochmoderne Stadion sowie die spielerische Qualität bleibt mit Sicherheit in guter Erinnerung, aber für einen Erstliga-Doppler in 500 Kilmeter Entfernung nimmt man auch diesen Umstand gerne in Kauf!

 

Nur Minuten nach dem Schlusspfiff ging unsere letzte Fahrt zwei Stunden retour nach Budapest, wo wir unser Quartier um 23:30 endlich erreichten.

Nach ungefähr sieben Stunden Autofahrt und 700 gefahrenen Kilometern eine Wohltat für den Körper und der Kamera, die mit den zahlreichen Fotos mehr als beschäftigt war...

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