Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt

20.10.2017 - Kirchberg an der Pielach/Niederösterreich

Sportplatz

146 Zuschauer

2. Klasse Alpenvorland

 

SC Kirchberg/P. - SC Gresten 2:0

 

Die Winterpause nähert sich langsam mit großen Schritten. Umso wichtiger ist es deshalb am Sportplatz die übliche Präsenz zu zeigen, angefangen mit einem klassischen Freitag-Abendspiel in der Marktgemeinde Kirchberg an der Pielach im Bezirk St.Pölten-Land!

 

Um kurz nach 18 Uhr ging die einstündige Fahrt mit Mitfahrer Andreas los, die sich als sehr ruhig und angenehm gestaltete.

 

Nachdem die niederösterreichische Landeshauptstadt schnell erreicht war, ging es die letzten 25 Kilometer direkt in den Süden, vorbei an bekannte Ortschaften wie Hofstetten oder Rabenstein ehe wir pünktlich am ausgesuchten Ziel ankamen. Eine genaue Anfahrtsbeschreibung war zwar vorhanden aber im Endeffekt nicht nötig, weil man das Flutlicht vom Ortszentrum aus schon bestens erkennen konnte!

 

Die offiziellen Parkplätze ließen bei unserer Ankunft kaum mehr einen freien Platz zu, deshalb war es sinnvoll etwas früher eine geeignete Parklücke zu finden - mit Erfolg. Einen kleinen Fußmarsch später konnte man schon den Eingang in Betracht nehmen, dessen Anblick nicht allzu oft vorkommt:

 

Noch vor der mobilen Kassa stand im direkten Eingangsbereich zuerst das WC angeschrieben, erst dann kam man in den Genuss das Vereinsgelände zu betreten. Zu meiner nächsten, positiven Überraschung bekam man eine äußerst schöne Eintrittskarte serviert, die in dieser Spielklasse mit Sicherhet zu den absoluten Favoriten gehört!

 

Wenn man einen genaueren Blick auf die gesamte Infrastruktur wagt könnte man meinen, man steht auf einer Sportanlage eines Gebietsligisten. Gründe gibt es dafür genügend!

 

Direkt neben der gut gefüllten Tribüne stand im Anschluss eine weitere Überdachung mit Steh- und Sitzmöglichkeiten, wo man zusätzlich die sehr gemütliche Kantine besuchen konnte bei Bedarf. Von meinem Mitfahrer und mir wurde natürlich die ein oder andere Köstlichkeit wahrgenommen, in meinem Fall ein guter Kaffee samt einer angebotenen, sowie ausgezeichneten Mehlspeise.

 

Gegen den SC Gresten stand weiters das Topspiel der 2.Klasse Alpenvorland auf dem Programm, denn der Spitzenreiter empfing den Tabellendritten mit nur drei Punkten Unterschied! Obwohl die offizielle Angabe auf 146 Zuschauer datiert ist, liegt meine Schätzung auf 200 bis allerhöchstens 250, die am Schluss einiges an Stimmung verbreiten sollten.

 

Der SC Kirchberg/P. wurde im Jahr 1946 gegründet und eröffnete Ende der 70er die heutige Sportanlage. Größter Erfolg war bei der Jahrtausendwende das Erreichen der Gebietsliga, wo sie sich aber dauerhaft leider nicht halten konnten!

 

Mittlerweile sind sie meistens in der zweiten Klasse zu finden, wobei ein Ausflug in die Erstklassigkeit schon dabei war vor nicht allzu langer Zeit. Nun nehmen sie das Thema Aufstieg offenbar wieder in den Angriff, die aber kein Selbstläufer sein wird in dieser Liga.

 

Zum Spiel: Nach einer flotten und interessanten Anfangsphase ließ der erste Aufreger nicht lange auf sich warten. Die Heimischen mussten nach nur dreißig Minuten nur noch zu Zehnt auskommen aufgrund einer unglücklichen roten Karte, ab dem Zeitpunkt flaute vorallem spielerisch die Partie ab!

Dennoch gelang kurz vor der Halbzeit das 1:0 für die in Unterzahl spielenden Kirchberger, dessen Führung sie besonders in der zweiten Halbzeit über die Zeit brachten - den Angriffen der Gäste wurde jederzeit standgehalten und mit dem 2:0 in der 89. Minute der Sack endgültig zugemacht.

 

Besonders nach dieser Vorentscheidung gab es bei den sehr emotionalen Fans kein Halten mehr, denn auf der Tribüne wurde frenetisch und lautstark gefeiert!

 

Nicht nur die jüngere Zuschauergruppe bejubelte den enorm wichtigen Heimsieg, sogar die ältere Generation zeigte keine Scham und feierten fast schon hemmungslos das Ergebnis, mit dem sie ihre Tabellenführung vorerst ausgebaut haben.

 

Rückblickend war dieser Besuch bei SC Kirchberg an der Pielach goldrichtig und widmet hoffentlich in dieser Form den weiteren Weg in das Wochenende, dass gerade erst begonnen hat...

 

Kurios: Der Trainer der Heimischen coachte das ganze Spiel über an der Seitenlinie mit Krücken, die spätestens bei den Treffern zum olympiareifen Speerwurf mutierten! Allerdings im Rahmen der Freude, die an diesem Spieltag sicher noch anhalten wird.. ;-))

Druckversion Druckversion | Sitemap
www.amatzka2.at