Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt

21.10.2017 - St.Margarethen an der Raab/Steiermark

Edi Glieder Stadion

150 Zuschauer

Unterliga Süd

 

SC St.Margarethen/R. - USV Pircha 3:3

 

Nach Spielende beim slowenischen Zweitligisten NS Mura wurde im Anschluss noch dessen Kleinstadt in aller Ruhe besichtigt, ehe es an der Zeit war das zweite Spiel des Tages in der Oststeiermark zu verfolgen!

 

Dank der günstigen Distanz stach mir der SC St.Margarethen an der Raab sofort ins Auge, die nebenbei auch noch ein besonderes Merkmal tragen.

 

Mit dem bekannten Fußballspieler Edi Glieder kann sich der Verein glücklich schätzen, einen ehemaligen Nationalspieler geformt zu haben - selbst, wenn es "nur" in Jugendjahren der Fall war. Demenstsprechend ist es nicht verwunderlich, dass der Verein ihr 2007 eröffnetes Stadion nach ihrer Legende benannt hat!

 

Meiner Meinung nach sollte man als Fußballfan auch hier seine Zelte mal aufgeschlagen haben, denn es gibt einige positive Sachverhalte die mir persönlich aufgefallen sind:

 

Für die Zuschauer gibt es zwei Parkplatzmöglichkeiten, die in der Marktgemeinde bestens angeschrieben sind. Von dort gelangt man relativ schnell zu den mobilen Kassabereichen, wo man um den üblichen Eintrittspreis ein sehr schöns Ticket bekam.

 

Das Hauptaugenmerk der Sportanlage liegt ganz klar bei der großen, überdachten Tribüne die mit Beginn des Spiels sehr gut gefüllt war - daher schätze ich die Zahl der Besucher auf mindestens 200 oder etwas mehr ein anstatt der offiziellen Angabe.

 

Man fand dort nicht nur eine erhöhte Lage zum Zuschauen, sondern man war kulinarisch ebenfalls auf einen sehr hohen Standard. Speis und Trank verkauften sich im Laufe der Partie hervorragend, was bei diesen Spezialitäten wenig verwunderlich ist - großes Lob an der Stelle für den tollen Service!

 

Die Gründung erlebte der SC Margarethen/Raab im Jahr 1962, dessen Gründer von der damaligen Weltmeisterschaft und den umliegenden Gemeinden besonders motivert waren, ebenfalls etwas eigenes auf die Beine zu stellen.

 

Dies gelang auch sehr souverän, denn im Laufe der Jahre musste sogar ein zweiter Trainingsplatz angelegt werden aufgrund der vielen Mannschaften.

Nicht nur die Reserve und zahlreiche Jugendteams brauchten Platz zu trainieren, sondern auch die Damen die ebenfalls ein Team zusammenstellen konnten!

 

In der jüngsten Vergangenheit hat sich der SCM in der fünftklassigen Oberliga Süd bestens etabliert im Mittelfeld. Der bittere Abstieg in die Unterliga erfolgte erst vor kurzem im Jahr 2016, wo sie gerade dabei sind sich zu rehabilitieren.

 

Man hat zwar mit dem Abstiegskampf nichts zu tun, aber mit Platz 11 dürfte der Klub nicht zufrieden sein. Mit dem USV Pircha kam der Tabellenzweite und dementsprechend der Favorit angereist, die voll im Aufstiegsrennen dabei sind und dringend drei Punkte benötigten...

 

Zum Spiel: Bereits nach einer halben Stunde führten die Gäste schon mit 2:0, die danach aber immer unkonzentrierter wurden. Der Anschlusstreffer kurz vor der Pause ließ auf einen spannenden zweiten Durchgang hoffen, dessen Wunsch sogar erfüllt werden konnte!

Nach Seitenwechsel erhöhten die Gäste per Freistoß schnell auf das 1:3, damit waren sie aber noch lange nicht durch. Mit einem Strafstoß kamen die Heimischen nochmal auf einen Treffer ran und schafften in der Schlussphase tatsächlch den umjubelten Ausgleich, der in der Meisterschaft einen wichtigen Zähler bedeutet.

 

Mit diesem erkämpften Punkt können sie die restlichen Partien positiv nach vorne blicken, denn es ist nichts unmöglich wie man an diesem Abend wieder eindrucksvoll bemerkte!

 

Erst nach dem Schlusspfiff war es wieder an der Zeit, den zweistündigen Heimweg anzutreten und mit großen Stolz auf den angenehmen Tagesausflug zurückzuschauen..

 

Kurios: Wie ich mit großen Entsetzen feststellen musste, lief der USV Pircha mit rot-schwarzen Dressen auf.

Eigentlich ist das nichts ungewöhnliches bis auf die Tatsache, dass es jene vom AC Mailand waren, samt dem Vereinslogo (!)... ;-))

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