Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt

03.09.2017 - 3. Bezirk/Wien

Sportplatz

30 Zuschauer

1. Klasse A

 

Rennweger SV - SV Srbija Wien 0:6

 

Das sechste (!) Fußballspiel an diesem Wochenende sollte in aller Ruhe ausgeklungen werden.

 

Ursprünglich war eine Partie in Niederösterreich geplant, aber dank den zahlreichen Absagen aufgrund des Wetters musste ein Plan B her, der im Wiener Verbdand gefunden wurde: der Traditionsverein Rennweger SV!

 

Dieser Klub ist vielen der älteren Generation bestimmt ein brauchbarer Begriff. Schon im Jahr 1901 gegründet, konnte sich der Rennweger SV lange in den oberen Spielklassen Wiens eine gewisse Stellung aufbauen und auch in der Geschichte österreichweit auf sich aufmerksam machen.

 

Die letzte positive Nachricht war in der Saison 2004/2005, als nach 23 Jahren (!) wieder die Wiener Stadtliga erreicht war - mit einem Torverhältnis von 149:27!

 

Zwei Saisonen später war der Abstieg die Folge, von dem sich der Verein bis heute nicht richtig erholt hat.

Als in Folge dessen die Spielergehälter ausblieben, musste mit der Jugend weitergespielt werden um überhaupt den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten - eines kam ins andere, so das sich der Klub bereits im dritten Jahr in der ersten Klasse A wiederfindet!

 

Die Hinfahrt zur Heimstätte des RSV ist seit 1919 immer noch dieselbe. Umso interessanter, dass bei der Ankunft von mir und Mitfahrer Andreas weit und breit nichts von einer Sportanlage angeschrieben war! Dank der Recherche vor der Abfahrt waren die letzten Meter zu Fuß kein Problem, ein Eintritt wurde in der Spielklasse keiner verlangt.

 

Für Wiener Verhältnisse ist der Sportplatz ganz klassisch gebaut worden. Eine Tribüne sucht man vergebends, dafür war auf der Längsseite die Kantine bzw. der Ausschank zu finden. Direkt im Anschluss waren auch die Spielerkabinen angebracht, der Rest waren großteils Stehplätze!

 

Einzig gegenüber bei den Ersatzbänken konnte man bei einigen Reihen Holzbänken auf der leicht erhöhten Lage in Ruhe Platz nehmen und das Spiel genießen. Wegen dem wechselhaften Wetter war es uns zusätzlich vergönnt, einen Regenbogen zu bewundern - am Sportplatz natürlich besonders romantisch.

 

Zum Spiel: Gegen den Aufsteiger aus Srbija Wien konnten die Heimischen einige Zeit mithalten, bis der Torregen offiziell eröffnet war. Die Tore zum 0:3 Halbzeitstand passierten exakt zwischen der Minute 24. und 28. - ab dem Zeitpunkt stand der Sieger wohl schon längst fest.

Mit einem weiteren Doppelschlag binnen zwei Minuten stand es schnell 5:0, der Rest war abgesehen vom letzten Treffer eine ruhige Partie!

 

Die Höhe der Niederlage ist darauf zurückzuführen, dass die zahlreichen (!) eigenen

Angriffe katastrophal zu Ende gespielt wurden oder die Schüsse ins Nichts verliefen.

 

Wenn das Problem irgendwie gelöst werden kann, steht einer erfolgreichen Saison trotzdem nichts im Wege - ich drücke dafür alle Daumen, dass der Rennweger SV einen Weg aus der Krise findet und an alte Zeiten aufschließen kann.

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