Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt

21.07.2019 – Allerheiligen bei Wildon/Steiermark

Sportanlage
2.200 Zuschauer
ÖFB Cup – 1. Runde

Ground # 1.121

 

SV Allerheiligen – SK Rapid Wien 1:9

 

Keine zwölf Stunden nach meinem Tagesausflug in der Slowakei sollte es am Sonntag in aller Frische weitergehen. Bereits zum zweiten Mal nach dem Zusammentreffen der Vereine im Jahr 2012 gab es nun die zweite Begegnung im ÖFB Cup der ersten Runde zwischen dem SV Allerheiligen und dem Rekordmeister SK Rapid Wien!

 

Zu diesem Anlass ging es schon kurz nach Mittag mit Brucki und Julian zum zweiten Treffpunkt nach Leobersdorf, wo schon Groundhopperkollege Martin und zwei weitere Rapidler warteten. Mit zwei gut besetzten Autos hatten wir die Reststrecke von knapp 1,5 Stunden vor uns, die dank dem ruhigen Verkehr schnell abgespult worden sind.

 

Die Wartezeit bis zum Anpfiff um 17:15 konnte wie üblich mit ein wenig Kultur verkürzt werden. Neben dem örtlichen Schloss von Allerheiligen gab es noch zusätzlich die Pfarrkirche zu sehen, die dafür extra aufgesperrt wurde, um uns eine kleine Führung anzubieten – ein Auftakt nach Maß sozusagen!

 

Mit der Dauer des Aufenthalts in diesem Ort wuchs auch die Regenwahrscheinlichkeit, die mit einem Gewitter ihren vorläufigen Höhepunkt fand. So war es wenig verwunderlich, dass man vom zugewiesenen Parkplatz aus mit dem Regenschirm zum Sportplatz pilgerte, um nicht gänzlich nass zu werden.

 

Trotz des hohen Eintrittspreises von knapp zwanzig Euro gelang es mir, vor Ort Kontakt aufzunehmen und mit einer Pressekarte den Eingang auch so zu finden. Bis zum Spielbeginn hatte man noch eine gute Stunde Zeit, wo auch zahlreiche andere Groundhopper gesichtet worden sind angesichts der Präsenz der Partie!

 

Der SV Allerheiligen gründete sich im Jahr 1967 durch die damalige Jugend, wobei der Klub auch als „ASV“ durchaus bekannt ist.  Nach dem Bau der Sportanlage in der Jahrtausendwende kam auch langsam der sportliche Erfolg zum Vorschein, der bis heute angehalten hat.

 

Seit 2005 (!) spielt der Verein in der drittklassigen Regionalliga Mitte und gehört somit zum unumstrittenen Stammpersonal dieser Liga. Bei einer Kapazität von etwa 2.200 Besuchern scheint dieser Umstand das Maximum zu sein, um im 1.400 Einwohner-Ort attraktiven und hochklassigen Fußball zu zeigen!

 

Mit dem Los des Rekordmeisters aus Wien konnte ein Ansturm trotz des unsicheren Wetters regelrecht erwartet werden. In der Organisation der Parkplätze sowie dem Service bei Speis und Trank zeigten sich die Verantwortlichen des Vereins in jeden Bereich sehr routiniert, die somit ein Fußballspiel ohne Zwischenfälle möglich machten – ein großes Lob dafür auch von mir.

 

Während sich der Gästesektor hinter dem Tor gut füllte und für ausreichend Stimmung sorgte, stand der Rest der Zuschauer entweder bei der überdachten Tribüne oder der Längsseite, die zur Hälfte begehbar war. Mit offiziell 2.200 Fans stand ein wahres Fußballfest bevor, dass auch ansonsten sehr friedlich und reibungslos ablief aus meiner Sicht…

 

Zum Spiel: Wie schon bei den anderen Bundesligisten am Vortag zeigten auch hier die Wiener keine Gnade und machten von Beginn an klar, wer hier am Spielfeld die Kontrolle hat.

Die Defensive der Heimischen zeigte zu wenig Gegenwehr, die mit Eigenfehlern teilweise dem Gegner ein leichtes Spiel ermöglichte. Der 1:9 Endstand ist deshalb sehr deutlich und in der Höhe verdient, dass dem SK Rapid Wien zumindest die nächste Pokalrunde sichert!

 

Trotz der Heimfahrt von 2,5 Stunden ist das Spektakel auch für mich persönlich ein wichtiger Erfolg. In der bevorstehenden Saison fehlt nur noch eine einzige Mannschaft in der Regionalliga Mitte, ehe auch diese Liga für ein Jahr komplettiert ist – beste Voraussetzungen also für das Jahr 19/20…

20.07.2019 – Ziar nad Hronom/Slowakei

Stadion
2.602 Zuschauer
Super Liga

Ground # 1.120

 

FK Pohronie – SK Slovan Bratislava 1:3

 

Mein erst kürzlicher Besuch in der Slowakei unter der Woche bei DAC Dunajska Streda sollte mir wieder ein wenig Lust auf dieses Nachbarland machen. Pünktlich zum Saisonstart hatte der Aufsteiger aus der Stadt Ziar nad Hronom den Rekordmeister SK Slovan Bratislava zu Gast – ein mehr als guter Grund, die Reise deswegen aufzunehmen!

 

Nach kurzer Rücksprache konnte auch Matthias überzeugt werden für diesen verhältnismäßig kurzen Tagesausflug. Weil dann auch noch meine Akkreditierung an den Verein relativ schnell positiv beantwortet worden ist, stand dem Trip in die Slowakei nichts mehr im Wege.

 

Ab dem ausgemachten Treffpunkt starteten wir überpünktlich, um die knapp dreistündige Autofahrt auf uns zu nehmen:

 

Die oben erwähnte Stadt liegt südlich von Banska Bystrica und fusionierte mit zwei lokalen Vereinen – so entstand schließlich der FK Pohronie im Jahr 2012, benannt nach dem Namen der unmittelbaren Region das auch gleichzeitig den Tourismus fördert!

 

Einen Tank – und Vignettenstopp später kam mein Mitfahrer und ich zwei Stunden vor Anpfiff an, der etwas spät um zwanzig Uhr erfolgte. Mit dem zusätzlichen Presseparkplatz hatte man bei der Ankunft leichtes Spiel, bevor die ersten Fotos gemacht wurden und wir uns entlang der Hauptstraße ein kleines Bild des Ortes machten.

 

Der vorläufige Höhepunkt war der Kurzbesuch bei einer örtlichen Bar nur unweit des Stadions, die sogar den Griller anheizten und somit sich an großer Beliebtheit erfreuten. Erst nach dem billigen Getränk und einer deutschsprachigen (!) Bedienung war es bald wieder an der Zeit, sich die Akkreditierungen zu besorgen!

 

Mit einer Kapazität von knapp 2.600 Zuschauern ist das Stadion für den Klub in der perfekten Größe gebaut worden. Wie schon unter der Woche bekannt geworden ist, sind alle Tickets weggegangen wie warme Semmeln, deshalb gab es auch nirgendwo eine offizielle Kassa für Restkarten.

 

Mit drei überdachten Tribünen ist das Stadion ein kleines Schmuckstück, was man nicht unbedingt erwartet hätte. Neben der noch alten Haupttribüne baute man gegenüber und einmal hinter dem Tor moderne Tribünen auf, die auch optisch einen guten Eindruck vermittelten und sich komplett füllten bis zum Spielbeginn!
 

Unser Platz war hauptsächlich auf der Haupttribüne und dem Raum der Pressekonferenz, wo man auch bei Speis und Trank zuschlagen durfte bei Bedarf. Für mich ging es spätestens bei Anpfiff runter auf das Spielfeld, um wie üblich eine Halbzeit lang gute Bilder zu erhaschen – mit Erfolg…

 

Zum Spiel: Nur acht Minuten dauerte es, bis der haushohe Favorit beim Aufsteiger in Führung ging. Dieser knappe Spielstand hielt sich länger als gedacht, bis es durch einen Strafstoß auf das vorläufige 0:2 erhöht worden ist!

Der unerwartete Anschlusstreffer machte den zweiten Durchgang nochmals sehr spannend, was auch bei den motivierten Zuschauern gut ankam. Das erlösende 1:3 fünf Minuten vor Schluss besiegelte schließlich den ersten Spieltag de FK Pohronie, wobei die kämpferische Leistung absolut stimmte.

 

Für uns zahlte sich der Ausflug in die Mittelslowakei zu 100% aus. Neben dem vollen Gästesektor platzte der Ground fast aus allen Nähten, was den vielen Zuschauer zu verdanken war!

 

Nach der kurzweiligen Heimfahrt kam man schlussendlich nach Mitternacht wieder zuhause an – mit elf von zwölf erledigten Erstligisten und einen gemütlichen Samstag in der Hinterhand…

19.07.2019 – Kritzendorf/Niederösterreich

Sportplatz
20 Zuschauer
Testspiel

Ground # 1.119

 

FC Klosterneuburg – USV Pressbaum 4:1

 

Bei manchen Sportplätzen ist es aufgrund der seltenen Bespielbarkeit eine kleine Herausforderung, bestimmte Grounds zu erledigen. Fünf Jahre nach meinem ersten Besuch an einem der Klosterneuburger Sportanlagen sollte der Besuch in Kritzendorf sein endgültiges Ende finden!

 

Im Meisterschaftsbetrieb ist die erst kürzlich völlig neurenovierte „Sportanlage Happyland“ des FC Klosterneuburg natürlich ein leichtes Ziel.

 

Auch den bekannten Ausweichplatz in Weidling durfte ich sogar schon zweimal (zuletzt 2016) dementsprechend ablichten, aber der Dritte im Bunde in Kritzendorf erwies sich nach 1,5 Jahre Wartezeit als sehr hartnäckig, dessen Geduld sich aber glücklicherweise bezahlt machte!

 

Über Tulln ging es nur dreißig Kilometer von meinem Heimatort zum oben erwähnten Ziel, dessen Ort mit 3.000 Einwohnern eine solide Anzahl aufweist. Trotz einer angekündigten Sperre im Zentrum bekam ich davon rein gar nichts mit, ehe man nur noch den Beschilderungen folgen musste bis zum offiziellen Parkplatz.

 

Wie ich ließ sich auch Martin die ideale sowie einzige Möglichkeit des gesamten Jahres nicht entgehen und tauchte nur eine halbe Minute vor dem frühen Anpfiff um 18:30 auf, der erwartungsgemäß pünktlich vom unauffälligen Schiedsrichter erfolgte!

 

Erst im Jahr 2014 schlossen sich beide Vereine zum FC Klosterneuburg zusammen, wobei sich die ursprünglichen Klubs im Wiener & Niederösterreichischen Fußballverband duellierten – und seit der Zusammenführung unter dem heutigen Namen auftreten.

 

Seit dem Start in der Gebietsliga hat der FCK diese Spielklasse nicht verlassen. Zuletzt feierten sie aufgrund der Tordifferenz den hauchdünn geschafften Klassenerhalt, dessen Spielzeit mit Sicherheit eine Lehre war für die Mannschaft.

 

Im Test gegen den USV Pressbaum kam ein interessanter Gegner angereist, die in der ersten Klasse West-Mitte aktiv sind und sogar die Top 5 erreichten in der letzten Saison. Dementsprechend konnte man also von einer engen Partie ausgehen, die sich die zwanzig gekommenen Besucher nicht entgehen ließen!

 

Die Infrastruktur ist für die Zuseher mit einigen Holzbänken auf der begehbaren Längsseite ausgestattet – auch ein Ausschank zeugt von besseren Tagen in der Vergangenheit. Ein wichtiges Detail ist allerdings der Standort…

 

Weil das Testspiel mitten im eingekesselten Wald stattfand, bewahrheitete sich der Name „Gelsen-Arena“ (von einem anderen Groundhopper) leider als richtig. Nicht weniger als ein halbes Dutzend Gelsenstiche bekam auch ich im Endeffekt ab, die sich von den Füßen bis zum Kopf schön ausgeglichen verteilte!

 

Zum Spiel: In einer von Kampf geführten Partie brauchten die Mannschaften nicht allzu lange, um sich einzuspielen. Binnen zwölf Minuten drehten die Heimischen den Test auf 3:1, ehe sie kurz vor der dreiminütigen Pause (!) auf den 4:1 Endstand erhöhten. Den Rest der zweiten Halbzeit war dem Kampf gegen die Gelsenplage gewidmet, mit eher bescheidenen Erfolg…

 

Obwohl dieser Besuch am ersten Blick als unwichtig erscheint, ist er dennoch von wichtiger Bedeutung.

 

Denn damit ist auch dieses Kapitel nach fünf Jahren und drei netten Sportanlagen endgültig abgeschlossen, wobei die drittgrößte Stadt Klosterneuburg in kultureller Hinsicht noch eine Rechnung mit mir offen hat…

14.07.2019 – Ljubljana/Slowenien

Stadion
1.800 Zuschauer
1. SNL

Ground # 1.118

 

NK Bravo – NK Olimpija Ljubljana 0:2

 

Nach dem Ausflug in die Slowakei unter der Woche sollte der Fokus weiterhin im nahen Ausland bleiben. Dank dem erstmaligen Aufstieg von NK Bravo und dem dazugehörigen Derby am ersten Spieltag der neuen Saison stand schnell fest, dass die Reise nach drei Jahren wieder nach Ljubljana gehen würde!

 

Die Hauptstadt Sloweniens zählt knapp 300.000 Einwohner und hat somit endlich zwei Erstligisten in ihren eigenen Reihen. Zu diesem Vorhaben konnte auch Martin überzeugt werden, mit dem ich die lange Autofahrt schon am frühen Vormittag begann.

 

Um kurz nach 9:30 fuhren wir vom Treffpunkt in Bad Vöslau rasch zu unserem vereinbarten Ziel, dass von einem kurzen Stau etwas getrübt worden ist. Eigentlich nichts ungewöhnliches außer der Tatsache, dass ausgerechnet auf unserer Strecke ein Geisterfahrer mit einem Mopedauto (!) entgegenkam und nur wenige Kilometer vor uns einen schweren Unfall verursachte – Glück muss man zur Abwechslung auch mal haben…

 

Wie besprochen kam man wie erhofft um kurz vor 13 Uhr in der wunderschönen Stadt Ljubljana an, um die verbleibende Zeit ausreichend zu nutzen und die Kulturpunkte hervorzuheben.

 

Mit der Drachenbrücke, der Burg und dem belebten Ortszentrum kam mit dem Besuch einer herausgesuchten Pizzeria der vorläufige Höhepunkt des Tages, bevor wir uns entschieden langsam zum Stadion zu pilgern!

 

Dank unserer frühzeitigen Ankunft gab es in der Nähe des Eingangsbereiches genügend Parkplätze, um nach Spielende ohne Verkehr wegzukommen. Das Debüt in der höchsten Spielklasse wurde mit einigen Feierlichkeiten präsentiert:

 

Mit einem aufgestellten Zelt mit allerhand Aktivitäten für die Familien gab sich der noch junge Verein große Mühe, um den Fans gerecht zu werden. Neben Speis und Trank gab es sogar einen eigenen Stand für Nutellapalatschninken (!!) – verhungern musste man an diesem Spieltag zu keinem Zeitpunkt.

 

Für uns ging es nach mehrmaligen Nachfragen zur Kassa, wo mein Mitfahrer und ich die positiv beantwortete Akkreditierung einlösten und eine Fotoweste überreicht bekamen. Etwa zwanzig Minuten vor Anpfiff um 17:45 standen wir somit am Spielfeld, ohne viel Stress und dem perfekten Blick auf die Infrastruktur!

 

Wie in Slowenien üblich gab es eine große, überdachte Tribüne, die sich beinahe zu 100% füllte – auch die Auswärtsfans zeigten sich stark motiviert und brachten mit zahlreichen Fahnen eine gute Stimmung in das erste Meisterschaftsspiel. Offiziell 1.800 Zuschauer fanden den Weg zum ersten Spieltag – den zweitbesten Besuch dieser Runde nach dem Lokalmatador aus Maribor…

 

Zum Spiel: In einem spannenden Derby ging es zunächst hin und her – verstecken mussten sich die Heimischen wirklich nicht, weil sie über den Kampf immer wieder in die Partie fanden. Der knappe Pausenvorsprung für die Gäste (0:1) war deshalb wenig verwunderlich!

Spätestens im zweiten Durchgang übernahm der Favorit dauerhaft die Kontrolle und traf mindestens dreimal das Aluminium, dass spätestens mit dem 0:2 endgültig entschieden wurde.

 

Mit einer rappelvollen Tribüne und eine für Slowenien guten Grundstimmung kann der Besuch definitiv als erfolgreich eingestuft werden. Damit fehlt nur noch der letzte, verbleibende Aufsteiger, bevor für eine Saison die Liga wieder endgültig komplettiert ist!

 

Die vierstündige Heimfahrt gestaltete sich ebenfalls als recht kurzweilig und kam sogar vor Mitternacht zuhause an – mit dem nächsten großartigen Tagesausflug im Gepäck…

12.07.2019 – Schwarzau am Steinfeld/Niederösterreich
Sportplatz
102 Zuschauer
Testspiel
Ground # 1.117


SVg Breitenau/Schwarzau – SC Ortmann 3:2

Keine 24 Stunden ist es her, als der slowakische Erstligist DAC Dunajska Streda vor knapp 10.000 Zuschauern in der Europa League Qualifikation besucht worden ist. Am typischen Freitagabend ist man allerdings wieder am harten Boden der Realität angekommen, denn mit dem Sportplatz in Schwarzau am Steinfeld lag ein interessanter sowie wertvoller Ground vor mir!

Der normale Spieltermin um 19 Uhr machte es möglich, ohne viel Stress mein Auto in Wien abzustellen. Mit Philipp ging es samt seinen Nachwuchs die letzte dreiviertel Stunde vom Treffpunkt aus direkt in den Bezirk Neunkirchen, wo der selten bespielte Sportplatz in Schwarzau schon auf uns wartete.

Mein Besuch am „Hauptplatz“ in Breitenau ist tatsächlich erst ein gutes Jahr her, also ich zu dem Zeitpunkt die Möglichkeit ergriff, den ambitionierten Damen beim Heimspiel zu besuchen. Doch diesmal war es an der Zeit, die Herrenkampfmannschaft anzusehen:

Die Gründung des Breitenauer Sport-Club (kurz BAC) im Jahr 1911 macht den Klub zum ältesten Verein des gesamten Bezirks Neunkirchen. Erst 1947 entstand der SC Schwarzau, als wenig später die endgültige Fusion 1954 geschah und bis heute anhält!

Zu unserem Glück wird bis heute auf beiden Sportanlagen Fußball gespielt, wobei die Priorität wie schon erwähnt ganz klar auf Breitenau liegt – speziell in der Meisterschaft. Das war schließlich der entscheidende Grund, diese Chance zu nützen und auch in Schwarzau dementsprechend gute Fotos zu machen.

Neben meinem Fahrer Philipp und mir gesellte sich auch Martin zu uns, die anschließend mit der üblichen Fotorunde begonnen wurde - bei schwierigen Lichtverhältnissen spielte vor allem das Wetter eine Rolle, die uns kurzzeitig sogar einen Sommerregen samt einem Regenbogen bescherte!

Offiziell über hundert Zuschauer fanden den Weg zum Sportplatz beim höherklassigen Testspiel gegen den Landesligisten aus Ortmann – dank den souveränen Meistertitel in der Gebietsliga wird der SVg Breitenau/Schwarzau nun in der zweiten Landesliga auf Torjagd gehen – umso spannender war deshalb ein Gegner dieser Art, da in diesem Fall wirklich der Fokus auf das Spielgerät lag…

Die meisten Besucher nahmen auf den grün-weißen Holzbänken Platz, die sich überraschend gut füllten. Dahinter war mit dem Ausschank für Speis und Trank gesorgt, wo sich auch die Spielerkabinen direkt daneben befanden.

Während der Partie durfte ich den Fußballfan Michael kennenlernen, einen treuen Leser meines Blogs und gleichzeitig Vater von Oliver – ein junges Nachwuchstalent, dass von der zweiten Klasse auf der Torwartposition in die zweite Landesliga wechselte und auf diesem Niveau sicher einiges an Erfahrung gewinnen wird – sportliche Grüße, ich hab mich sehr über unseren Dialog gefreut!

Zum Spiel: In einer technisch starken Partie nahmen beide Gegner dieses Spiel sehr ernst, dass besonders den Schiedsrichter etwas zu schaffen machte. Dennoch geizten die Mannschaften nicht mit einigen Treffern und stärkte gleichzeitig die Moral der Heimischen!
Obwohl der Favorit zweimal die Führung erzielte, glichen die Breitenauer immer wieder aus mit dem Resultat, kurz vor Spielende das entscheidende 3:2 zu erzielen und somit den Test gegen einen höherklassigen Klub zu gewinnen.

Spielerisch als auch von den Emotionen her ist der Besuch goldrichtig gewesen – ich bin mir sicher, dass der SVg Breitenau/Schwarzau eine gute Rolle in der neuen Spielklasse einnehmen wird.

Auch für mich stand nach Schlusspfiff ein erfreulicher Fakt fest. Mit diesem abgehackten Sportplatz ist von der niederösterreichischen Landesliga bis zu allen Gebietsligen alles erledigt, was mir nun mehr Spielraum in den ersten und zweiten Klassen gibt!

Spätestens ab dem Frühjahr 2020 werden in Niederösterreich nur mehr die diversen Hobbyligen besuchbar sein, weil im Verband alles fertig sein wird – und somit das nächste große Ziel in meiner persönlichen Liste...

11.07.2019 – Dunajska Streda/Slowakei

Arena
9.860 Zuschauer
Europa League Quali – 1. Runde

Ground # 1.116

 

DAC Dunajska Streda – MKS Cracovia Krakau 1:1

 

Um die oberste Spielklasse im slowakischen Fußball zu komplettieren, fehlen insgesamt nur noch drei Vereine. Dank des Vizemeistertitels in der vergangenen Saison nahm der DAC Dunajska Streda in der ersten Runde der Europa League Qualifikation teil das es mir somit ermöglichte, auch unter der Woche dem runden Leder nachzujagen!

 

Wegen dem späten Anpfiff um 20:30 reichte es völlig aus, um 17 Uhr den Heimatort zu verlassen und in Richtung Wien bei den üblichen Verkehrsbedingungen aufzubrechen. Dort angekommen sammelte ich meine langjährigen Groundhopperkollegen Brucki und Philipp auf, ehe es zu dritt ins Nachbarland gehen sollte.

 

Über Bratislava und den diversen Landstraßen ersparte man sich zusätzlich die Vignette, wobei der Berufsverkehr dort deutlich zu spüren war. Trotzdem gelang es uns mehr als pünktlich vor der neugebauten Arena aufzutauchen und einen guten Parkplatz in der Nähe davor zu sichern!

 

Im Jahr 1904 gründete sich der Klub, wobei einige Namensänderungen die Geschichte prägten. In der späten 80ern/Anfang 90ern hatte der Verein die erfolgreichste Zeit, als sie sogar international spielten und sogar Gegner wie FC Bayern München begrüßen durften.

 

Seitdem pendelten sie das ein oder andere Mal immer wieder zwischen der ersten und zweiten Liga – doch auch diese Phase scheint ganz klar vorbei zu sein:

 

Mit dem Neubau der heutigen Arena hat sich der DAC ein durchaus schickes Fußballstadion geschaffen, dass auch für internationale Spiele geeignet ist. Für meine Mitfahrer und mir ging es vor dem Spielbeginn noch kurz in den Fanshop, bevor nach der Außenansicht der Pressebereich anvisiert wurde!

 

Auch meine Akkreditierung konnte zu meinem Glück positiv beantwortet werden. Nachdem üblichen „Check in“ bei der Empfangsdame bekam ich auch meine Fotoweste überreicht das es mir ermöglichte, unten am Spielfeld diverse Freiheiten zu genießen.

 

Gegen den polnischen Vertreter aus Krakau stammt aus national-politischer Sicht ein starker Zusammenhalt, den auch die beiden Fankurven eindeutig demonstrierten. Sehr stark empfand ich den vollen Gästesektor, wobei sich aus Platzgründen viele andere Gruppen im Rest der Stadions verteilten!

 

Knapp 10.000 Zuschauer besuchten schlussendlich diese Partie – ein Wert, der auch mich durchaus zufriedenstellte angesichts des späten Spieltermins um 20:30. Wie erwartet sah man auch andere Groundhopper, die sich dieses Spektakel ebenfalls nicht entgehen ließen…

 

Zum Spiel: In einer von Kampf geprägten Partie fanden die Mannschaften immer wieder Halbchancen vor während des ganzen Abends. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff trafen beide jeweils einmal, dass im Endeffekt sogar den endgültigen, aber doch verdienten Endstand markierte!

 

Mit einem fairen Remis wird mit Sicherheit ein enges Rückspiel in Polen erwartet – für mich wird das allerdings nur von geringer Bedeutung sein, weil der sympathische Verein aus Krakau schon vor einiger Zeit besucht wurde.

 

Trotz der Heimfahrt von circa zwei Stunden bleibt ein intensiver Abend in Erinnerung, dass aber nicht das letzte Fußballspiel im nahen Ausland gewesen ist…

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