Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt
19.08.2018 - 23.Bezirk/Wien
Sportanlage Liesing
92 Zuschauer
2. Landesliga


L.A. Riverside – Simmeringer SC 0:1
 
Nach meinem erfolgreichen Besuch am Vortag im Burgenland ist der Sonntag wieder einmal dazu da, dass Wochenende mit einem Fußballspiel in meiner Nähe abzuschließen. Meine Entscheidung fiel diesmal auf den aktuellen Liesinger Sportverein, die ihr Heimspiel bereits um elf Uhr austragen sollten und den Traditionsverein Simmeringer SC empfingen!

Kurz nach dem Frühstück ging meine Fahrt durch die Hauptstadt sofort los, um doch noch pünktlich zum Anpfiff zu erscheinen. L.A. Riverside ist im 23sten Bezirk beheimatet und dank der genauen Adresse relativ einfach zu finden. Die Parksituation schien dafür weniger attraktiv wie ich bei der Ankunft feststellte:

Direkt in der unmittelbaren Umgebung ist der Liesinger Friedhof eine potenzielle Quelle für das Parken, aber auch hier waren bereits alle (!) Plätze vergeben. In einer Seitenstraße konnte trotzdem noch einiges an freien Parkplätzen gefunden werden, ehe es direkt zum Eingangsbereich gehen sollte!

An der Kassa angekommen gab es von der jungen Kassadame zwar kein Ticket ausgehändigt, dafür wurde aber die Tombola nahegelegt wo man einige nette Preise gewinnen konnte bei den richtigen Zahlen.

Der Sportplatz hatte zu meiner Überraschung einen interessanten Ausbau bei der Infrastruktur. Während man auf beiden Längsseiten die Sonne mehr oder weniger genießen durfte, gab es dank den Bäumen auch überlebenswichtige Schattenstellen. Kein Wunder, im Laufe der Mittagszeit zeigte der vereinsinterne Thermometer eine Temperatur von über 36 Grad Celsius an!

Das große Vereinshaus wurde von dem Kantinenbereich hinter dem Tor klar abgetrennt, wobei man auch von dort eine freie und völlig angenehme Sicht auf das Spielfeld hatte.

Offiziell 92 Zuschauer standen insgesamt auf dem Liesinger Sportplatz um sich den im wahrsten Sinne des Wortes „heißen“ Meisterschaftsauftakt anzusehen, wobei ich im Laufe der zweiten Halbzeit mit einigen Zuschauern der Gäste in ein interessantes Gespräch verwickelt wurde – schöne Grüße an dieser Stelle!

In sportlicher Hinsicht entwickelt sich der Klub seit Jahren immer weiter nach oben und zeigt dementsprechend konstante Leistungen.  

Im Jahr 2012 noch Tabellenzehnter der ersten Klasse A, qualifizierten sie sich kurze Zeit später für die Oberliga und konnten auch dort im dritten Jahr den Meistertitel fixieren. In der neu entstandenen zweiten Landesliga ist der Klassenerhalt ein großes Ziel, da auch die Attraktivität der Duelle zunimmt!

 

Im ersten Heimspiel der noch blutjungen Saison 2018/2019 ging es gleich mal gegen den Simmeringer SC, die trotz einer jungen Mannschaft auf dem Papier der Favorit waren. Bei dieser fast schon unmenschlichen Hitze fiel diese Rolle allerdings schnell wieder weg…
 

Zum Spiel: Das noch junge Schiedsrichterteam hatte von Anfang an die Partie gut im Griff und musste nur gelegentlich gelbe Karte verteilen bei einem hart umkämpften Ligaspiel. Chancen gab es zwar ab und zu, aber ohne richtigen Zug zum Tor was schließlich zum 0:1 führte!
Durch einen direkt verwandelten Eckstoß (!!) feierten die Gäste die unglaubliche Führung, die sie gerade noch so bis zum Schluss halten konnten – vor allem das spielerische Niveau konnte man als fast gleichstark bezeichnen, bei einem 1:1 hätte man sich keinesfalls beschweren dürfen.

Nach dem relativ späten Abpfiff wurde erst im Nachhinein festgestellt, mit dem starken Sonnenbrand am Nacken den Hauptpreis gewonnen zu haben.

Wert war es mir allemal, denn mit diesen Besuch in Liesing fehlt mir in dieser Spielklasse nur noch eine Mannschaft, bevor neben der Wiener Stadtliga dann auch die zweite Landesliga endgültig komplettiert ist nach insgesamt 985 besuchten Fußballstadien/Sportplätzen!

18.08.2018- Schützen am Gebirge/Burgenland
Sportanlage
400 Zuschauer
2. Klasse Nord


SC Eisenstadt– UFC Purbach/See 1:1
 

Langsam aber sicher komme ich meinem großen Ziel, 1.000 Fußballstadien zu besuchen immer näher. Umso überraschender war die Erkenntnis, dass in der Saison 2018/2019 ein neuer „alter“ Verein sein Comeback im Meisterschaftsbetrieb feiert: der SC Eisenstadt, ein großer und österreichweit bekannter Traditionsverein aus dem Burgenland!
 
Nach einer Grillerei im Kreise der Familie dauerte es nicht mehr lange bis es endlich an der Zeit war, langsam aber sicher aufzubrechen. Insgesamt sollte die Hinfahrt knapp über eine Stunde bei nicht vorhandenen Verkehr dauern, bevor ich in Schützen am Gebirge ankam.
 
Dieser Ort ist eine Gemeinde Nahe der Landeshauptstadt und hat vor einiger Zeit selbst ihren eigenen Fußballklub verloren aufgrund deren Auflösung. Weil der neugegründete SCE eine Sportanlage suchte wurde man schließlich hier fündig und brachte alles auf Vordermann um für die Zukunft gut gerüstet zu sein!
 
Gegründet im Jahr 1907 als Kismarton FC (damals noch ungarisch) schaffte es der Klub in den 70ern und 80ern für großes Aufsehen zu sorgen. In dieser goldenen Ära war man insgesamt 13 Saisonen in der höchsten Spielklasse zu finden und konnte mit dem Gewinn des Mitrocups 1984 ein weiteres Denkmal für die Ewigkeit setzen.
 
Im Hinblick auf die jüngere Vergangenheit waren finanzielle Probleme immer ein ständiger Begleiter, der im Endeffekt mit der Insolvenz im Mai 2008 endete.
 

Erste Versuche, den legendären Klub wieder zurückzubringen schlugen leider fehl – dies leitete im Juni 2016 damals der ehemalige Nationalspieler Paul Scharner, der damit aber trotzdem einiges bewirken sollte!
Mit vereinten Kräften und hochmotivierten Leuten gelang es tatsächlich, sich etwas aufzubauen und das erste Spiel im Bewerb seit über zehn Jahren offiziell entgegenzufiebern.

Sinnbildlich dazu konnte ich mir in dem Frühjahr ein Bild vom alten Lindenstadion machen, dass mit einer Kapazität von knapp 15.000 Zuschauern eine gute Reichweite hatte – es wäre zu schön, wenn hier in ferner Zukunft wieder Fußball gespielt werden könnte, sei es durch einem finanzkräftigen Sponsor oder den Zusammenhalt des Bundeslandes in der Politik!

Dank der genauen Adresse konnte man schon dreißig Minuten vor Anpfiff erahnen, wo sich der Sportplatz befinden würde. Zahlreiche Autos standen weit und breit in den Seitenstraßen und Wohnsiedlungen, die beinahe den Eindruck machten leicht überlastet zu sein.

Einen kurzen Fußmarsch später wurde an der belebten Kassa ein anständiges Ticket an den Fußballfan gebracht, dass es in dieser Spielklasse sicher nicht oft gibt – schon hier erkennt man die feinen Einzelheiten, um den Aufenthalt der Zuschauer so angenehm wie möglich zu gestalten!

 
Für die V.I.P. Gäste stand ein aufgebautes Zelt parat, dass man unmittelbar neben der Tribüne fand und dementsprechend markiert war.

Ab dieser unsichtbaren Grenze machten es sich nahezu alle 400 (!) gekommenen Zuschauer in der Sonne oder im beliebten Schatten bequem, die in Folge die ganze Längsseite beanspruchte – daraus entstanden wunderbare Bilder, die jeden Fußballfan wohl ein breites Lächeln ins Gesicht zaubern würde.

Nach einigen Ansprachen wie beispielsweise vom Obmann persönlich und vom sichtlich stolzen Bürgermeister betraten die Mannschaften unter großen Applaus und einer feinen Pyro-Show das Spielfeld, ehe der Auftakt der zweiten Klasse Nord gestartet werden konnte!

Mit dem bekannten und sympathischen Hobbyfotografen Gerhard Breitschopf wurde im Laufe der Partie ebenfalls einige Worte gewechselt, da man sich in der Vergangenheit schon das ein oder andere Mal auf diversen Sportplätzen begegnete – schöne Grüße an der Stelle und danke für die Karte, ich freue mich schon auf die nächste gemeinsame Partie.

Zum Spiel: Gegen den ehemaligen Verein aus der Burgenlandliga UFC Purbach/See wartete kein einfacher Auftakt auf die noch junge Heimelf.
Nach der abgelegten Aufregung und der drückenden Hitze gelang exakt in der 45. Minute der Treffer zum 1:0 – und zwar vom Spielertrainer Mario Pürrer, der anschließend in Richtung Tribüne zog um selbstverständlich den historischen Moment zu feiern.
Nur sechzig Sekunden nach Wiederbeginn gelang den Gästen nun der Ausgleich, der spielerisch die letzte gute Aktion gewesen ist!

Ab dem Zeitpunkt ging es rauer zur Sache was den leicht überfordert wirkenden Schiedsrichter veranlasste, insgesamt mehr als die Hälfte aller Spieler zu verwarnen oder auszuschließen. Dies hatte nebenbei nach einem Tumult einen kurzen Spielabbruch zur Folge, ehe sich die Gemüter beruhigten und das 1:1 den Endstand markierte.
 
Das man mit diesem Remis vor so einem Publikum gleich mal anschreiben konnte, freut auch einen sonst neutralen Besuch wie mich besonders. Es ist schön zu sehen, dass ein Verein die Kraft findet zurückzukommen anstatt einfach aufzugeben – genauso entstehen solche Fußballfeste, die schlussendlich in bester Erinnerung bleiben!
 

Nach dem Abpfiff der Partie ging es für mich allerdings schnell weiter zum nächsten Spiel – und zwar nur eine Spielklasse höher, zum ASV Neufeld/Leitha die um 19 Uhr ihr Heimspiel austrugen…

18.08.2018- Neufeld an der Leitha/Burgenland
Sportanlage
100 Zuschauer
1. Klasse Nord

 

ASV Neufeld/Leitha – ASV Zurndorf 0:2
 
Nach der emotionalen Auftaktpartie beim SC Eisenstadt in Schützen am Gebirge ging es mit schnellen Tempo direkt zum zweiten Ziel des kurzen Tages. Dank der perfekten Ansetzung um 19 Uhr erlaubte es mir die kurze Entfernung, die Anfangsphase der Partie zu erreichen und nun ein besonders kurioses Rückspiel zu sehen!
 

Bei den üblichen Recherchen fiel mir sofort auf, dass ich diese Spielpaarung im Oktober 2015 schon gesehen habe – wie auch vor drei Jahren in der ersten Klasse Nord, dass die Zurndorfer mit 1:0 für sich entscheiden konnten zu damaligen Zeiten.

Sieht man sich die Chronik der Vereinsgeschichte genauer an fällt auf, dass man hier immer in absoluter Bewegung ist – sei es auf sportlicher Ebene oder diversen anderen Sachlichkeiten:

Bereits 1923 gegründet, hatte man im Laufe der Jahre zahlreiche Pokalsiege und bittere Abstiege hinter sich. Zu den Erfolgen gehört beispielsweise die einjährige Zugehörigkeit der damaligen Staatsliga B, die man mit der zweithöchsten Spielklasse vergleichen kann!

Weiters darf sich der ASV Neufeld/Leitha zehnfacher Landesmeister im Burgenland sowie dreimaliger Cupsieger nennen – anhand dieser Erfolge ist einem schnell klar, dass man in dieser Stadt durchaus zu den Gewinnern gehört.

Wie es im Fußball so ist, kann es auch schnell in die andere Richtung gehen. Vor allem die letzten Jahre kann man durchaus als wackelig bezeichnen, wenn man von der zweiten Klasse aus in die ll. Liga Nord durchmarschiert, um nur kurze Zeit später wieder komplett durchgereicht zu werden!

Bekanntester Spieler des Klubs ist Geza Gallos, der mit 450 Bundesligaspielen und einigen Länderspieleinsätzen zum erfolgreichsten Fußballspieler von Neufeld an der Leitha gehört. Kurz nach seinem Tod gibt es nun seit 2015 zu seinen Ehren jedes Jahr ein internationales Nachwuchsgedenkturnier, dass sich an großer Beliebtheit erfreut.

Die Sportanlage des Klubs wusste sofort zu Gefallen. Nachdem ein Parkplatz in einer Seitenstraße schnell gefunden worden ist, ging es die letzten Meter zum Eingangsbereich wo schon die Spielankündigung und ein Eintrittskupon auf mich wartete. Die Fotorunde gestaltete sich beim Sonnenuntergang als völlig angenehm:

Offiziell hundert Zuschauer verteilten sich komplett auf die Längsseite, die sich mit vielen Holzbänken sowie Stehmöglichkeiten bestens auslastete. Ebenfalls als sehr positiv empfand ich den Schriftzug mit dem Vereinsnamen, der knapp über der Kantine seinen Platz hatte und kaum zu übersehen war!

Zum Spiel: Bereits in der allerersten Minute nutzen die Gäste einen Freistoß um sofort in Führung zu gehen. Die lange Angriffswelle der Heimischen ließ natürlich nicht lange auf sich warten die zwar optisch stark überlegen waren, aber zu keinem Zeitpunkt das runde Leder in das Gehäuse unterbringen konnten.
Dieser Umstand rächte sich mit einem zweiten Treffer nach dem gefühlten ersten zweiten Angriff des ASV Zurndorf, die somit den Grundstein zum Sieg in der Tasche hatten und durch Konter beinahe noch den Spielstand erhöhten!

Mit diesem Auswärtssieg ist nicht nur mein persönliches Rückspiel der beiden Mannschaften klar entschieden, sondern auch der erste Spieltag der neuen Saison.

Geht man nach der reinen Leistung dieses Spiels, sollten sowohl Neufeld/Leitha als auch Zurndorf mindestens einen einstelligen Tabellenplatz erreichen – hier trafen definitiv zwei gut funktionierende Temas aufeinander, mal sehen was die Hinrunde für Ergebnisse bringen wird!

Für mich endet somit ein insgesamt sehr ereignisreicher Samstag, der mich in dem Bundesland auf exakt 99 (!) besuchte Sportplätze bringt.

Der nächste Besuch im Burgenland wird also den 100er definitiv voll machen. Die Vorfreude ist bereits enorm groß, um das nächste kleine Zwischenziel einer langen (Fußball)-Etappe zu erreichen…

17.08.2018- Blumau Neurißhof/Niederösterreich
Albert Trausmuth Sportanlage
120 Zuschauer
2. Klasse Triestingtal


ASK Blumau– ASK Oberwaltersdorf 0:5

Nach der Komplettierung der niederösterreichischen Landesliga sollte mein Fokus weiterhin zu 100% im Amateurfußball bleiben. Beim üblichen Durchforsten der Spielpläne fiel mir sofort der eher seltene Spieltermin um 17:30 auf, der wohlgemerkt an einem Freitagabend angesetzt wurde!

Der Grund dafür konnte natürlich schnell gefunden werden. Nach meiner Mail an den Vereinsverantwortlichen des ASK Blumau kam schnell die interessante Aufklärung, dass man am gesamten Wochenende ein Sportlerfest veranstaltet und den Auftakt dementsprechend früher ansetzte.

Bereits um 16 Uhr ging es für mich in Richtung Wien, von wo Groundhopperkollege Flaum abgeholt worden ist. Zusammen dauerte die kurze Fahrt nur eine knappe halbe Stunde, was vor allem dem schwachen Verkehr zu verdanken war.

Vor Anpfiff tauchte auch Philipp mit derselben Idee auf, bevor er im Laufe des Abends ein weiteres Fußballspiel besuchen sollte.

Der Ort Blumau-Neurißhof ist eine Gemeinde und liegt mitten im Industrieviertel. Sehr auffallend sind beim Blick auf die Landkarte die zahlreichen Nachbarortschaften, in dessen zweiter Klasse Triestingtal der Klub einige Derbys in der Saison austrägt – als bestes Beispiel kam heute der Meisteranwärter aus Oberwaltersdorf angereist, die sogar weniger als zehn Kilometer Anfahrt hatten!

Mit mehr als genug Zeit im Gepäck kamen wir dementsprechend motiviert in Blumau an, dessen Sportanlage direkt bei der Ortseinfahrt zu finden ist. Wie der Rest der Zuschauer wurde das Auto in einer der Seitenstraßen geparkt, die sogar Schattenplätze parat hatten bei knapp dreißig Grad Celsius.

Nach dem kurzen Aufenthalt bei der Kassa sowie den ersten Fotos konnte sogar Bekanntschaft mit dem Obmann gemacht werden – schöne Grüße an der Stelle und vielen Dank für die nette Einladung!

Der Besuch zum Sportlerfest sollte sich als absolut richtig erweisen. Hinter dem Tor stand vor dem Vereinshaus ein Zelt, dass mit vielen Sitzbänken für die kommenden Tage bestes ausgerüstet ist. Trotz der tiefstehenden Sonne standen die 120 gekommenen Zuschauer quer verteilt, um sich das erste Meisterschaftsspiel der neuen Saison anzusehen und die Action am grünen Rasen genaustens zu verfolgen.

Ein Ausbau beim 1919 gegründeten ASK Blumau befindet sich wie schon beschrieben nur hinter dem Tor. Die beiden Längsseiten bestanden hauptsächlich aus einer Grünfläche, die man ohne Sitzmöglichkeiten - aber dafür im Stehen nutzen konnte.

Sehr positiv zu erwähnen ist dafür die Gastfreundschaft, die man hier genießen durfte bevor der Zeitpunkt gekommen war um auf das sportliche Ereignis zu blicken!

In den letzten Jahren ist der ASK Blumau ein absoluter Stammgast in der zweiten Klasse, die meistens im hinteren Tabellenmittelfeld zu finden sind. ASK Oberwaltersdorf kam als einer der Meisterschaftsfavoriten und mit viel Selbstvertrauen in Richtung Mittelkreis, bevor der Schiedsrichter überpünktlich startete…

Zum Spiel: Mit dem schnellen 1:0 nach fünf gespielten Minuten legten die Gäste den Grundstein für einen überzeugenden Auftritt, der bis zum Halbzeitpfiff mit zwei weiteren Treffer praktisch entschieden worden ist.
Trotz dieser Umstände gaben sich die Heimischen nicht auf und fanden selbst einige Torchancen vor, die aber im Gegensatz zum Gegner völlig ungenutzt blieben.

Das schlussendliche 0:5 hat zwar noch keine Aussagekraft aufgrund des ersten Spieltages, dennoch zeigt es die möglichen Richtungen im weiteren Saisonverlauf. ASK Blumau traue ich einen einstelligen Tabellenplatz durchaus zu, weil man Moral bewies und bei Gelegenheit immer wieder die Offensive suchte – wie es im Fußball gehört!

Nach Spielende wurde nicht nur der Linienrichter (!) persönlich von uns verabschiedet. Auch mit dem sympathischen Platzsprecher konnte man noch einige Wörter austauschen, bevor es wieder retour zum Auto ging um den kurzen Heimweg anzutreten.

Insgesamt kann man von einem ordentlichen Einstand in das neue Wochenende sprechen, dass sich hoffentlich mit vielen weiteren Toren zeigt!

15.08.2018- Spratzern /Niederösterreich
Sportanlage
100 Zuschauer
1. NÖN Landesliga


ASV Spratzern – USV Scheiblingkirchen 2:4

 

Seit mittlerweile über fünf Jahren bin ich auf den Sportplätzen Österreichs unterwegs mit dem Ziel, im Laufe der Zeit die ein oder andere Spielklasse zu komplettieren und eine Menge „Neues“ zu sehen.

 

Wie es der Zufall so wollte kam es im Spielplan zustande, dass in der niederösterreichischen Landesliga der ASV Spratzern sein Heimspiel am Feiertag austrug – und somit für mich das letzte fehlende Puzzlestück in dieser Liga!

 

Mit dementsprechend großer Motivation ging es von meiner Heimat nur vierzig Minuten nach St.Pölten, wovon Spratzern ein offizieller Stadtteil der Landeshauptstadt ist.

 

Wie es für einen Besuch in einer solchen Stadt gehört, stand zuerst eine Stadtbesichtigung an wobei der Domplatz, der Klangturm und noch andere Sehenswürdigkeiten angeschaut worden sind - ehe es an der Zeit war sich dem runden Leder zu widmen!

 

Vom Zentrum aus waren es nur mehr wenige Minuten Fahrzeit bis zur Sportanlage, die im südlichen Teil der größten Stadt Niederösterreichs zu finden ist und nahezu direkt an Harland grenzt.

 

Dank der guten Beschilderung und der exakten Adresse war die Suche schlussendlich kein Problem, denn fünf Minuten vor dem Anpfiff konnte sogar noch ein relativ guter Parkplatz in der Nähe des Eingangs gefunden werden! Bei der Kassa gab es um den üblichen Preis eine kleine Eintrittskarte ausgehändigt, ehe die heutige Schiedsrichterin Barbara Poxhofer die Mannschaften auf dem Rasen bat!

 

Im Jahr 1920 gegründet, feierte der ASV Spratzern erst vor kurzem den größten Erfolg der gesamten Vereinsgeschichte. 2013 gelang ihnen der Meistertitel der zweiten Landesliga West was natürlich zur Folge hatte, dass man nun in der höchsten Spielklasse des Bundeslandes vertreten ist – doch das sollte nicht die einzige Überraschung bleiben:

 

Von vielen als fixer Abstiegskandidat gehandelt, schafften sie es bis heute immer den Klassenerhalt zu feiern und können damit schon eine gewisse Zeitspanne von fünf Jahren aufweisen.

 

Auch die Infrastruktur kann sich in gewisser Weise sehen lassen. Laut meinen Informationen eröffnete man die Sportanlage 1997, die eine überdachte Tribüne auf der Längsseite bietet und ein großes Vereinshaus samt dem freundlichen Kantinenpersonal, dass auch die Mannschaften nutzen durften.

 

Auf den ASV Spratzern wartet möglicherweise ein schweres Frühjahr, denn in der ersten Runde mussten sie sich bereits mit 0:5 auswärts geschlagen geben.

 

Mit dem USV Scheiblingkirchen kam ein Gegner aus dem Wechselgebiet, der im berühmten zweiten Jahr nach dem Aufstieg steckt aber mit sehr hohen Selbstbewusstsein ausgestattet ist. Keine einfach Ausgangssituation im ersten Heimspiel…

 

Zum Spiel: Fast schon wie befürchtet gaben sich beide Mannschaften zwar kämpferisch, die Tore erzielten aber die Gäste. Binnen zehn Minuten stellten sie Mitte der ersten Hälfte einen 3 Tore Vorsprung her, der zumindest bis zum zweiten Durchgang anhielt.

Nach Seitenwechsel geschah lange Zeit nichts außergewöhnliches, bis der Anschlusstreffer die Heimischen nochmals aufweckte und eine spannende Schlussphase garantierte. Obwohl sie zumindest auf einen Treffer rankamen und deutlich Druck erzeugten, fingen sie sich mit dem Schlusspfiff noch das 2:4 ein ehe auch diese Partie der Vergangenheit angehörte!

 

Wie hitzig es tatsächlich zugegangen ist zeigte die Statistik, indem die routinierte Schiedsrichterin die Partie deutlich im Griff hatte und fünf gelbe Karten verteilte in weniger als zwanzig Minuten. Das zeigt auch teilweise die Leidenschaft und die Zweikampfannahme…

 

Nach zwei Spielen bleibt vorerst die Null beim Punktezähler bestehen, aber da es noch mehr als genügend Spiele gibt ist noch längst nicht alles verloren in der Hinrunde – das Potenzial ist jedenfalls vorhanden, dass hat man spätestens in der Endphase deutlich gesehen.

 

Für mich persönlich war dieser schöne Besuch ein weiterer, kleiner Meilenstein. Neben der Wiener Stadtliga und der Burgenlandliga ist nun auch die niederösterreichische Landesliga komplett abgehackt was mir nun mehr Räume für andere Ziele gibt – die sich in der Zukunft mit der Zeit zeigen werden…

12.08.2018- Dürnkrut /Niederösterreich
Sportplatz
50 Zuschauer
2. Klasse Weinviertel Süd


SC Dürnkrut – SV Niederabsdorf 3:1

Der Abschluss des Wochenendes sollte mich nach einem kurzen Blick auf die diversen Spielpläne in die Marktgemeinde nach Dürnkrut führen, genauer gesagt an den Ostrand des Weinviertels an der March. Wie bei vielen anderen Amateurligen erwartete mich auch hier der Auftakt zur neuen Saison der zweiten Klasse Weinviertel Süd!

Von meinem Heimatort eine gute Stunde entfernt, ging es über die übliche Wegstrecke relativ schnell zum Zielort. Wie immer hatte ich zusätzlich ein bisschen mehr Zeit eingeplant, um das örtliche Schloss in aller Ruhe abzulichten ehe es an der Zeit war den Sportplatz anzusteuern.

Das Vereinsgelände ist unmittelbar neben dem Bahnhof zu finden und hatte bei einer pünktlichen Ankunft eine Menge Parkplätze aufzuweisen – vor allem für die etwa fünfzig gekommenen Besucher reichte dieser Umstand allemal.

Beschäftigt man sich mit der Geschichte fällt auf, dass hier schon besonders lange Fußball gespielt wird. Schon 1920 gegründet, gab es für kurze Zeit sogar zwei (!) Dürnkruter Vereine, dessen Rivalität aber nicht lange halten sollte!

Auf der Suche nach dem richtigen Areal für das Sportlatzgelände fand man schließlich im Jahr 1936 eine dementsprechend passende Heimat, der bis heute auf derselben Stelle aktiv ist.

Neben den leichten Ausbau der Infrastruktur im Laufe der vielen Jahre ist besonders die Saison 2006 erwähnenswert, als man für ein ganzes Jahr den Spielbetrieb einstellte. Grund dafür war ein sehr schweres Hochwasser, womit klar war das die gesamte Anlage neu hergerichtet werden musste!

Kurz vor dem zweiten Weltkrieg schaffte es der SC Dürnkrut, in der Landesliga Fuß zu fassen was den größten Erfolg der Vereinsgeschichte darstellt. Mittlerweile spielen sie in unteren Spielklassen:

Nach ihrem Wechsel in die 2. Klasse Weinviertel Süd sind sie dort permanent Stammgast – zumeist im Mittelfeld der Liga. Zum ersten Spiel der Saison kam ein auf dem Papier gleichstarker Gegner angereist, denn letzte Saison war der SV Niederabsdorf der Tabellennachbar in der Endabrechnung!

Die Infrastruktur wurde schlicht und einfach gebaut. Die meisten der anwesenden Zuschauer saß auf den Holzbänken in der Sonne oder suchte direkt bei der Kantine den angenehmen Schatten unter dem Vereinsdach. Im Laufe der Fotorunde verschlug es mich zu den Ersatzbänken direkt gegenüber, die mich vor der heißen Sonne schützte und mir den richtigen Blick auf das Spielgeschehen gab.

Zum Spiel: Trotz einem Schuss an das Aluminium der Gäste bleib es vorerst beim 0:0, dass auch der Pausenstand sein sollte. Dann ging es blitzschnell:
Nur drei Minuten nach Seitenwechsel gingen die Heimischen durch einen schönen Spielzug in Führung, dessen Partie sie danach kontrollierten und wenig später zum 2:0 einlochten. Der unerwartete Anschlusstreffer kurz vor Spielende machte die Sache zwar nochmal richtig spannend, aber praktisch mit dem Abpfiff erhöhten sie endgültig auf 3.1, was den Endstand bedeutete!

Für den SC Dürnkrut war das sicher ein Start nach Maß, auf dem sich aufbauen lässt in den kommenden Spielen. Ob diesmal eine bessere Platzierung in Richtung Top 5 möglich ist wird die Hinrunde zeigen, erst dann weiß man mehr!

Kurz nach Spielende ging es für mich auch schon wieder retour, wo aber beim Kino in Stockerau noch ein Zwischenstopp eingehalten worden ist – dank der Fahrzeit konnte man von einer Punktlandung sprechen, ehe das Wochenende auch schon wieder vorbei war…

Druckversion Druckversion | Sitemap
www.amatzka2.at