Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt

17.02.2019 – Wiener Neustadt/Niederösterreich
Stadion
2.170 Zuschauer
ÖFB Cup ¼ Finale

 Ground #1.045

 

SC Wiener Neustadt – RB Salzburg 1:2

 

Alle guten Dinge sind vier! Nach meinen vergangenen Besuchen im Unterhaus bei den drei Wiener Neustädter Klubs (Club 83, Admira sowie Haid-Wacker) sollte am Schluss der große SC an der Reihe sein.

 

Wie es der Zufall so wollte kam im Viertelfinale des ÖFB Cup der Serienmeister aus Salzburg angereist, die am Papier natürlich der große Favorit waren und gleichzeitig für ein gut gefülltes Stadion sorgten! Bereits im Vorfeld hörte ich zusätzlich die Meldung, dass die überdachte Tribüne bereits ausverkauft sei…

 

Nach etwa einer Stunde Fahrzeit erreichte ich die Heimstätte des SC Wr. Neustadt 45 Minuten vor Spielbeginn – genügend Zeit, um in der Umgebung schnell einen Parkplatz zu ergattern und eine Eintrittskarte zu erwerben.

 

Ebenfalls mit der Kamera vor Ort war der bekannte Hobbyfotograf Gerhard B, mit dem sich unsere Wege schon mehrmals kreuzten auf den diversen Sportanlagen Niederösterreichs – ganz schöne Grüße an der Stelle!

 

Der ursprüngliche Klub 1. Wiener Neustädter SC gründete sich bereits 1908 von einer Gruppe Wiener Studenten. Allerdings wurde der Verein relativ bald (2008) vom Sponsor Magna übernommen, weil der damalige Zweitligist aus Schwanenstadt mit den Finanzen zu kämpfen hatte und den Vereinssitz anschließend nach Wiener Neustadt verlegte.

 

Spätestens seitdem kompletten Ausstieg vom Geldgeber Frank Stronach (2011) ist der Verein wieder auf sich selbst angewiesen, die sich noch immerhin einige Jahre in der Bundesliga hielten bevor der Abstieg in der Saison 2014/15 nicht mehr aufzuhalten war!

 

In der diesjährigen neuen Ligareform in der zweiten Liga ist der SC relativ weit vorne zu finden und kann dieses Spieljahr noch locker in die Top 5 rutschen. Auch im ÖFB Cup setzten sie sich gegen Vereine wie beispielsweise dem SV Ried knapp durch, um jetzt im Viertelfinale gegen den Krösus aus Salzburg zu treffen.

 

Mit einer ausverkauften Haupttribüne sowie zwei kleinen Fanklubs auf beiden Seiten (inklusive einem zu 85% vollen Gästesektor) kamen tatsächlich mehr Zuschauer als gedacht. Mein Bereich beschränkte sich leider nur auf dem Sektor hinter dem Tor, was aber dennoch für halbwegs brauchbare Bilder ausreichte!

 

Mit dem Bau eines neuen Stadions um circa 13 Millionen Euro ist die Zukunft des Vereins ebenfalls langfristig gesichert. Das ich die aktuelle Heimstätte doch noch mit einem Bewerbsspiel erleben kann, freut mich aus einem Grund speziell – denn damit ist die Stadt vom Fußball her komplettiert und (vorerst) vollständig abgehackt…

 

Zum Spiel: Nach einer dominanten Anfangsphase der Gäste neutralisierte sich die Partie zusehends und endete verdienterweise (und natürlich überraschend) mit einem torlosen Remis.

Wie schnell es dann geht, zeigte der Doppelschlag unmittelbar nach dem Seitenwechsel, der für eine Vorentscheidung sorgte. Der umjubelte Anschlusstreffer zum 1:2 kam aus neutraler Sicht leider einen Ticken zu spät, womit die Salzburger mit einer glanzlosen Leistung ins Halbfinale einziehen!

 

Trotz der Niederlage gab es von den Heimfans nach Spielende einen starken Applaus an die Mannschaft, die sich dennoch nicht abschlachten ließ und somit erhobenen Hauptes auf die Rückrunde blicken kann.

 

Nächstes Jahr beginnt der Cup schließlich wieder von neuem, mit allen möglichen Chancen und Szenarien. Und für mich ein Sonntag, der endlich wieder am grünen Rasen verbracht worden ist…

15.02.2019 – Hollabrunn/Niederösterreich
Kunstrasenplatz
30 Zuschauer
Testspiel

 Ground #1.044

 

ATSV Hollabrunn – SC Guntersdorf 4:1

 

Bereits Anfang der Woche machte mich Andreas auf den Kunstrasenplatz in Hollabrunn aufmerksam, dessen Lage ich spätestens nach meinem offiziellen Besuch am Sportplatz (Anfang 2013) keine Beachtung mehr geschenkt habe. Das sollte sich nach unserem Gespräch aber dementsprechend ändern!

 

Grund dafür war der interessante Status des Kunstrasenplatzes, der zwar neben der Sportanlage auf der anderen Straßenseite zu finden ist - aber offiziell der Gemeinde gehört und nicht wie erwartet dem Sportverein.

 

Mit dem Testspiel des ATSV Hollabrunn fanden wir weiters die ideale Möglichkeit, mit dem Heimatklub diesen neuen Ground erfolgreich abzuschließen. Dieser hat in der Vergangenheit für einiges an Furore gesorgt, wie ich bei den anschließenden Recherchen herausfand:

 

Wie den zahlreichen Zeitungsartikeln zu entnehmen ist, beschloss die Gemeinde aus Haftungsgründen an andere Vereine keine Spieltermine mehr zu vergeben, abgesehen von wenigen Ausnahmen!

 

Ein großes Thema war die erhöhte Verletzungsgefahr bzw. die schlechte Qualität des Kunstrasens, die viele andere Vereine zwingt ins Waldviertel oder in andere Regionen auszuweichen. Ob sich hier eine Lösung finden lässt von der Politik, wage ich persönlich stark zu bezweifeln – zum Nachteil vieler Klubs aus dem ganzen Bezirk.

 

Für mich ging die kurze Autofahrt um 18:25 los, die nur zwanzig Minuten meiner Zeit beanspruchte. Bei der Ankunft konnte das Auto direkt vor dem Sportgelände abgestellt werden, bevor mein oben erwähnter Kollege Andreas mir ebenfalls schon entgegenkam!

 

Über die Infrastruktur braucht man hier nicht viele Worte zu verlieren, da man das Nötigste hier bieten kann. Neben den Ersatzbänken auf der Längsseite präsentierte sich der Rasenteppich meiner Meinung nach in einem absolut soliden Zustand – warum man hier auf diverse Einnahmen von den Vermietungen verzichtet, ist mir persönlich auf jeden Fall ein kleines Rätsel.

 

Der 1919 gegründete Klub ATSV Hollabrunn ist nach seinem Ausflug in die Gebietsliga (2011-2014) wieder regelmäßig in der zweiten Klasse zu finden. Einzig der Wechsel in der aktuellen Saison 2018/2019 von der Pulkautal/Schmidatal in die Donau sorgte für etwas „Neues“, wobei man auch in dieser Liga im Mittelfeld keine allzu große Rolle spielt!

 

Die angereisten Gäste aus Guntersdorf haben in diesem Zusammenhang eine ähnliche Vergangenheit aufzuweisen.

 

2012 ging es über den Meistertitel der ersten Klasse Nordwest-Mitte kurze Zeit später sogar in die zweite Landesliga, wo sie sich aber nach nur einer Saison zurückzogen um anschließend ganz unten wieder anzufangen – diesmal in der zusammengelegten zweiten Klasse Pulkautal/Schmidatal!

 

Zum Spiel: Nach dem viel besseren Beginn der Guntersdorfer übernahmen die Heimischen im Verlauf des Abends immer mehr die Kontrolle und drehten die Partie noch vor der Pause zum vorläufigen 2:1 Halbzeitstand.

Mit dem Seitenwechsel änderte sich wie erwartet spielerisch nichts mehr, denn mit zwei weiteren Treffern war auch dieser Test mit dem 4:1 Sieg schon wieder bald Geschichte!

 

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es mit den Meldungen um diesen Kunstrasen weitergehen wird. Wenn man es schafft die Problemzonen zu beseitigen, könnte hier regelmäßig gespielt und zum Geheimtipp für die Testspielsaisonen im Winter werden – das Potenzial dazu wäre vorhanden. Aber diese Entscheidung liegt schlussendlich bei den anderen Personen…

10.02.2019 – Kaposvar/Ungarn
Rakoczi Stadion
600 Zuschauer
NB ll

 Ground #1.043

 

Kaposvari Rakoczi FC – SC Budaörsi 0:2

 

Vom Süden der Hauptstadt Budapest ging es im Anschluss direkt weiter nach Kaposvar, einer Stadt im Südwesten des Landes mit rund 68.000 Einwohnern. Etwas weniger als zwei Stunden betrug die Fahrzeit, die sich dank der Autobahnverbindung angenehmer als gedacht gestaltete!

 

15 Minuten vor Spielbeginn erreichten wir also ohne viel Zeitdruck den offiziellen Parkplatz, der bei unserer Ankunft nicht mal annähernd überfüllt wirkte. Umso besser, denn so konnte man diese neugewonnene Zeit für diverse Fotos nutzen und uns ein Bild der gesamten Lage machen.

 

Dank meiner Akkreditierung sowie der positiven Antwort reichte es völlig aus, an der Kassa die Nachricht vorzuzeigen und uns somit den Eintritt kostenlos zu gewähren. Auch diese Aktivitäten dauerten nicht allzu lange und betraten mit den Mannschaften gleichzeitig das schöne Stadion!

 

Der Verein Kaposvari Rakoczi FC gründete sich 1923 von Arbeitern einer örtlichen Zuckerfabrik (!) und benannte ihre Heimstätte anschließend nach einem „Held des ungarischen Freiheitskampfes“ im 18ten Jahrhundert. Insgesamt konnte sich auch die Infrastruktur des Zweitligisten wirklich sehen lassen.

 

Abgesehen vom leeren Gästesektor hinter dem Tor durfte jeder Zuseher alle beiden Längsseiten betreten – auch die zweite Hintertorseite war für den Durchgang wichtig und sicherte meinem Mitfahrer Andreas und mir genügend Bilder von verschiedenen Perspektiven!

 

Während auf der modernen, riesig wirkenden Tribüne eine Vielzahl an Besuchern dort Platz nahm, stand gegenüber das eigentliche Schmuckstück des Rakoczi Stadions:

 

Sichtbar alt, aber mit einem richtig romantischen Charme ausgestattet strahlte die zweite Tribüne eine gewisse Eleganz aus – im Falle eines Aufstiegs bleibt zu hoffen, dass man diese Seite nicht auch noch abreißt oder gar ersetzt angesichts der modernen Zeit.

 

In der Vergangenheit durfte der Klub immer wieder mal Erstligaluft schnuppern, erstmals schon 1975. Mit dem Wiederaufstieg Anfang des Jahrtausends ist Platz 7 in der NB l der bis heute größte Erfolg der Vereinsgeschichte und sind auch aktuell mitten im Titelkampf involviert!

 

Neben den bereits besuchten Vereinen von Gyirmot SE und Zalaegerszegi TE befinden sich mit Kaposvari Rakoczi diese drei Anwärter in Schlagdistanz. Ein Sieg gegen den Tabellenfünften aus Budaörs wäre von extremer Wichtigkeit, da sich sonst noch weitere Kandidaten einmischen könnten im Kampf um den Aufstieg…

 

Zum Spiel: In einer recht attraktiven Partie ging es bei sehr guten Platzverhältnissen schon anders zu als letzte Woche.

Beide Seiten erspielten sich immer wieder Chancen, die aber hauptsächlich von den Gästen verwertet wurden!

Mit dem frühen 1:0 nach 17. Minuten sammelten die Gäste im Anschluss noch mehr Selbstvertrauen und konnten sich im klassischen 6-Punkte-Spiel mit einem überzeugenden Sieg durchsetzen…

 

Diese Niederlage ist zwar für die Heimischen kein Weltuntergang, weil die beiden erstgenannten nur drei Punkte Vorsprung haben. Dennoch ist der SC Budaörsi mit diesem Ergebnis nur noch sechs Punkte hinter einem Aufstiegsplatz – und es scheint noch alles möglich zu sein in der Rückrunde!

 

Während die Formkurve über die nächsten (wichtigen) Wochen über Sieg oder Niederlage entscheidet, hatten wir mit dem Schlusspfiff den Heimweg noch vor uns.

 

Vier Stunden später erreichte auch ich wieder meine Heimat um kurz vor Mitternacht, mit einem weiteren recht stressfreien Tag in Ungarn – bald sieht man sich wieder!

10.02.2019 – Budapest/Ungarn
Promontor utcai stadion
400 Zuschauer
NB ll

 Ground #1.042

 

MTE Budafoki – BFC Siofok 2:1

 

Mit dem wichtigen Kauf der 10 Tages-Vignette letzten Sonntag hatte ich diesmal wieder die wunderbare Möglichkeit, in Ungarn dem Zweitligafußball ein wenig auf die Füße zu schauen. Grund dafür waren zwei Partien, die man mit den Spielterminen (14:00 & 18:00) nahezu perfekt kombinieren konnte!

 

Nach meiner frühen Tagwache startete ich meine Reise um exakt sieben Uhr, um anschließend bei der Grenze eine günstige Tankstelle in Nickelsdorf aufzusuchen. Mit vollem Tank und genügend Forint an Bord ging es bei nebeligen, aber trockenen Wetterverhältnissen direkt nach Budapest - dessen Hauptstadt drei Stunden nach meiner Abfahrt erreicht worden ist.

 

In der Nähe des Stadtzentrums erwartete mich dann auch schon Andreas, der am Vortag das große Derby besuchte und die Nacht ebenfalls dort verbrachte.

 

Gemeinsam spazierten wir daher erstmal ohne viel Stress durch die Straßen des Touristenzentrums bevor man eine Mittagspause in einer Pizzeria einlegte, um genügend Kraft für die bevorstehenden Veranstaltungen zu sammeln!

 

Kurz nach dieser Stärkung zog es uns rasch weiter in den südlich gelegenen Bezirk Budafok, wo der heimische Fußballverein MTE Budafoki seit langer Zeit in diesem Sport aktiv ist und sportlich sogar in der Zweitklassigkeit sein Können unter Beweis stellt.

 

1912 gegründet, feierten sie in der Saison 2016/17 den Meistertitel in der drittklassigen NB lll und sind seitdem im unteren Drittel der Tabelle zu finden. Auch diese Saison ist vom Kampf um den Klassenerhalt geprägt, besonders an diesem Spieltag wo die direkte Konkurrenz aus Siofok anreiste…

 

Bei der Ankunft beim „Promontor utcai stadion“ fanden wir in der ruhigen Wohngegend erst beim zweiten Versuch einen Parkplatz, der aber leider (wie es sich später herausstellte) auf der falschen Seite der Sportanlage lag!

 

Trotz dem darauffolgenden Fußmarsch kam man deswegen erst kurz nach Spielbeginn in den Genuss, eine Eintrittskarte um 800 Forint zu ersteigern bevor die ersten Bilder im Kasten waren:

 

Mit einer Kapazität von insgesamt 4.000 Zuschauern ist das Stadion für einen Zweitligisten durchaus optimal. Im Blickfeld lag eindeutig die Längsseite, die mit der überdachten Tribüne einen guten Eindruck machte und sich von der gegenüberliegenden Seite (der Standort vom Vereinshaus, inklusive „V.I.P.-Plätze“) stark abhob.

 

Leider durfte man nur die Seite hinter dem Tor und auf der großen Tribüne sein Unwesen treiben, was aber doch noch für halbwegs qualitative Fotos reichen sollte!

 

Zum Spiel: Nach der spielerisch desolaten Leistung in der letzten Woche befürchtete ich schon das schlimmste, aber dank den besseren Rasenbedingungen sahen wir eine Partie, die sich im Laufe des Nachmittages gut entwickelte.

Die Führung der Gäste hielt im ersten Durchgang nur fünf Minuten, ehe sich die Schlussphase als entscheidend herausstellte! Mit zwei roten Karten für BFC Siofok schafften es die Heimischen in diesem Chaos, das enorm wichtige 2:1 zu erzielen und Boden gutzumachen!

 

Diese drei Punkte haben eine große Wirkung, denn damit liegt der Klub auf Platz 15. Wie brutal der Abstiegskampf ist zeigt an der Stelle die Tatsache, dass sie weiterhin nur einen Zähler vor dem 18ten liegen und somit mittendrin statt nur dabei sind.

 

Für uns hingegen war der schöne Besuch in Budapest wieder abgehackt – mit dem bereits zweiten Ziel vor Augen…

03.02.2019 – Mosonmagyarovar/Ungarn
Wittmann Antalpark
400 Zuschauer
NB ll
Ground #1.040


Mosonmagyarovari TE – Kaposvari Rakoczi 0:1

Während die österreichischen Vereine immer noch in den Vorbereitungen stecken, laufen die Uhren in Ungarn etwas anders. Mit dem frühen Rückrundenauftakt Anfang Februar der ersten und zweiten Spielklasse hatte der Spielplan einen überraschenden Doppler parat, der mit einer 10-Tages-Vignette unbedingt ausgenutzt werden musste!

Ebenfalls überzeugt von diesem Plan war mein Mitfahrer Andreas, den ich um 12:30 vom üblichen Treffpunkt abholte und wir anschließend die erste Etappe an die Grenze nach Mosonmagyarovar starteten.

Trotz dem relativ hartnäckigen Regen während der 1,5 stündigen Hinfahrt blieb man bei der Ankunft zumindest halbwegs verschont, bevor man zehn Minuten vor Anpfiff problemlos einen Parkplatz in der Nähe des Ticketstandes fand.

Um 1.700 Forint pro Person ist die zweithöchste Spielklasse (mit fünf Euro umgerechnet) ein echter Traum - solche Preise überraschen dann doch immer wieder, auch wenn mich die heutigen Besuche auf 30 abgeschlossene Grounds im sympathischen Nachbarland bringen!

Mit einer richtig schönen Eintrittskarte betraten wir nun den Wittmann Antalpark, der mitten in einem bewaldeten Gebiet gut herausstach. Der Klub selbst ist im nationalen Fußball schon immer wieder mal in dieser Spielklasse vertreten gewesen:

Der Mosonmagyarovari TE gründete sich 1904 und kämpfte sich bereits Ende der 50er in die zweite Liga. Obwohl ihnen das Oberhaus immer verwehrt blieb, gab es immer wieder solche Phasen wo sie sich teils jahrelang (1997-2008) etablierten, bevor der nächste Abstieg in die Drittklassigkeit folgte.

Seit 2016 ist der MTE 1904 nun schon im Ligaalltag dieser Spielklasse vertreten und kämpfen in sportlicher Hinsicht ein weiteres Mal um das Überleben!

Mit Platz 19 sind die Aussichten momentan eher düster. Das mit den Gästen ein Aufstiegsfavorit schlechthin anreiste, machte diese Situation ebenfalls nicht wirklich besser – die einzige Chance war tatsächlich der tiefe und schwer bespielbare Rasen, der aber schlussendlich doch bis zum Spielende durchhalten sollte.

Den Wittmann Antalpark selbst könnte man in Österreich als Landesliga-Niveau beschreiben. Eine längliche Tribüne mit Überdachung sowie Sitzreihen gegenüber benannte man offiziell in Sektoren A bis D, wo aber trotzdem alles frei begehbar war. Mit dem Einsetzen des leichten Niederschlags suchten auch wir im zweiten Durchgang die trockenen Plätze auf, um die restlichen Minuten der Partie zu verfolgen…

Zum Spiel: In einer wirklich schwachen Fußballspiel zählte man kaum Tormöglichkeiten, dafür war das Geplänkel im Mittelfeld ein ganz heißes Thema.
Es dauerte daher bis zur 49. Minute, ehe uns die Gäste mit dem goldenen Treffer erlösten und sich diese drei Punkte gerade noch so sicherten in einer chancenarmen Partie. Im harten Kampf um den Aufstieg sicher ein wichtiger Punktgewinn…

Insgesamt ist es schon das Maximum was dieser Verein mit der Zugehörigkeit der zweiten Spielklasse erreichen kann, speziell mit der ausbaufähigen Infrastruktur. Dank dem sportlichen Ehrgeiz dennoch ein anerkanntes Mitglied der NB ll, wovor man auf jeden Fall den Hut ziehen muss!

Direkt nach Schlusspfiff ging es mit einem schnellen Schritt zurück zum Auto, weil die nächste Partie schon wieder am Plan stand – nach dem Spiel ist bekanntlich vor dem Spiel...

03.02.2019 – Zalaegerszeg/Ungarn
ZTE Arena
1.574 Zuschauer
NB ll
Ground #1.041


Zalaegerszegi TE –Györi ETO 1:1 (Spielabbruch)

Etwa 150 Kilometer weiter südlich und auf der Höhe mit der steierischen Landeshauptstadt Graz befindet sich mit Zalaegerszeg eine Stadt mit gut 60.000 Einwohnern. Das auch eine gewisse Fußballhistorie hier herrscht, ist angesichts der vergangenen Erfolge wenig verwunderlich!

Die Zahl „2“ dürfte im Laufe der gesamten Vereinsgeschichte eine tragende Rolle spielen. 1920 gegründet, feierte der Klub nach seiner Wiederbelebung den Einstand in der höchsten Spielklasse (1972), die sie in den nächsten vierzig Jahren (!) nicht mehr verlassen sollten.

Mit dem Meistertitel 2002 qualifizierten sie sich damals für die Qualifikation der Champions League, wo ihnen ein 1:0 Heimsieg über das große Manchester United gelang und das Rückspiel (0:5) im ehrwürdigen Old Trafford erleben durften.

In diesem historischen Jahr kam es außerdem zu der Fertigstellung der ZTE Arena – ein Projekt, das ganz klar an die Zukunft gerichtet werden sollte, um nachhaltig auch in der Infrastruktur mit anderen Vereinen mitzuhalten!

Bei unserer Ankunft rund zwanzig Minuten vor Spielbeginn gelang mit einem Parkplatz direkt vor dem Eingang ein Jackpot. Einzig die kalten Temperaturen und der immer stärker werdende Regen machte den weiteren Verlauf nicht gerade einfach, was sich etwas später bestätigte…

Um gerade mal 900 Forint bekam man an der Kassa das Ticket ausgehändigt was fast die Hälfte vom Vorspiel (1.700 Forint) darstellt – 2,50 Euro! Das man in Österreich in der zweiten Klasse mehr zahlt, ist im direkten Vergleich als richtig verrückt zu bezeichnen!

Mit dem Betreten der Tribüne hinter dem Tor machten wir es uns auf den obersten Rängen gemütlich und hatten noch Zeit, die ZTE Arena mitsamt seinen vier überdachten Tribünen genauer zu analysieren. In der Tabelle ist der Verein drauf und dran, wieder in die Erstklassigkeit zurückzukommen:

Trotz zwei fixen Aufstiegsplätzen in der NB ll sind mit Zalaegerszegi TE weitere zwei Klubs im Kampf um die Meisterschaft involviert, jeder Ausrutscher könnte am Ende deswegen tödlich sein.

Gegen den Rückkehrer aus Györ erwartete ich mir im Vorfeld etwas mehr Zuschauer, aber die Jahreszeit hinderte mit Sicherheit einige Besucher davon ab, den Abend im Stadion zu verbringen…

Zum Spiel: In einer munteren und intensiven Partie hatte man schon einen anderen Eindruck vom spielerischen Effekt, der sich auch relativ schnell in Toren umwandelte.
Die 1:0 Führung für die Heimischen hielt nicht allzu lange, denn mit dem schnellen Ausgleich gab es einen engen Schlagabtausch, der bis zur Halbzeit halten sollte!
Ebenfalls erwähnenswert war der Schneeregen im Laufe des Abends, der den grünen Rasen in eine wahre Schlacht verwandelte und den Schiedsrichter in der 50. Minute zwang, die Partie endgültig abzubrechen beim Stand von 1:1!

Wie man etwas später erfuhr, soll die Restspielzeit unter der Woche schnellstmöglich nachgetragen werden. Ob es dort dann den ersehnten Heimsieg gibt, wird spannend zu beobachten sein – allerdings nicht mehr vor Ort…

Die Heimfahrt gestaltete sich dank dem Wetterchaos als eine echte Herausforderung, besonders die ersten Kilometer außerhalb der Stadt musste mein Auto mit all seiner Routine (193.000 Kilometer seit 2014) bewältigen, dass im Endeffekt auch ohne Probleme gemeistert worden ist.

Nach diesem aufregenden Tag in Ungarn wird der kommende Sonntag ebenfalls dort verbracht werden, vorausgesetzt das Wetter macht nicht wieder einen Strich durch die Rechnung. Trotzdem ein wunderbares Gefühl, dass der Fußball 2019 mit jeder Woche ein weiteres Stück zurückkommt und der „Alltag“ wieder Fuß fasst….

02.02.2019 – Steinbrunn/Burgenland
Landessportzentrum VIVA
10 Zuschauer
Testspiel

 Ground #1.039

 

ASV Steinbrunn – SV 7023 Z-S-P 1:2

 

Wie so oft in dieser Jahreszeit sollte der Februar das (vorerst) letzte Testspiel einleiten. Diesmal zog es mich ins nördliche Burgenland in die Nähe der Landeshauptstadt, besser bekannt als Steinbrunn – eine Gemeinde, die ich in der Vergangenheit bereits einmal besucht hatte!

 

Genauer gesagt im Oktober 2015 war ich damals im Meisterschaftsbetrieb für 90 Minuten anwesend, wo mir dank dem gastfreundlichen Obmann der ASV Steinbrunn definitiv in bester Erinnerung geblieben ist. Es gab nicht nur eine Einladung zu diesem Spiel, sondern auch der Eintritt zum VIP Klub wurde sogar gestattet!

 

Mittlerweile findet sich der sympathische Klub in der ersten Klasse Nord im Mittelfeld wieder und scheint sich dort seitdem Abstieg 2016 zu etablieren.

 

In ihrem allerersten Test des neuen Jahres trafen sie auf den durchaus bekannten Verein mit dem Namen SV 7023 Z-S-P, wobei 7023 die Postleitzahl und die Abkürzung Zemendorf-Stöttera-Pöttelsdorf darstellt. Gegen den aktuellen Fünftligisten eine absolut anspruchsvolle Aufgabe, die aber in der neuen Siedlung des Ortes stattfand:

 

Im hochmodernen Landessportzentrum VIVA sind solche Testspiele am gepflegten Kunstrasenplatz absolut dafür geeignet und eine klare Empfehlung an die komplette Umgebung. Und nicht nur der Fußball steht hier hoch im Kurs…

 

Bei der Infrastruktur setzt man ganz klar auf die Vielzahl der Angebote. Neben dem Hotel mit Sauna, Dampfbad und weiteren Ausstattungen kann man weitere zehn (!!) Sportarten wählen, von Kegeln und Indoor-Klettern ist tatsächlich alles dabei was das Herz begehrt – und das sogar zu leistbaren Preisen!

 

Auf meiner einstündigen Hinfahrt musste zwangsläufig über Schwechat ausgewichen werden aufgrund eines Verkehrsunfalls, aber selbst trotz dieser Behinderung kam ich fünf Minuten vor dem offiziellen Anpfiff (12 Uhr) an. Genügend Zeit also um die ersten Fotos bei bewölkten, aber schlussendlich auch trockenen Wetter zu schießen…

 

Dank dem großen Parkplatz direkt am Kunstrasen war der Fußweg nicht weiter erwähnenswert und gab mir zusätzlich die Möglichkeit, mir vom Eingang und der gemütlichen Kantine einen Eindruck zu machen.

 

Das hier im ganzen Jahr viel los sein muss, ist auf jeden Fall der gastfreundlichen Atmosphäre zu verdanken und wie schon oben erwähnt dem vielseitigen Angebot – eine absolute Empfehlung meinerseits!

 

Zum Spiel: Unter guten Bedingungen zeigten die beiden Mannschaften von Anfang an ein sehr intensives, aber auch faires Fußballspiel. Obwohl die „Heimischen“ am Papier natürlich unterlegen waren, jubelten die Steinbrunner jedoch über das 1:0 nach einer Standard-Situation.

In Folge lag die Spielkontrolle klar bei den Gästen, die aber erst im zweiten Durchgang den Ausgleich erzielten, kurz vor Spielende die Partie drehten und somit den Test erfolgreich beendeten.

 

Beide Vereine haben bis zum Auftakt der Rückrunde noch einige Partien zu bestreiten, zu einem gewissen Teil sogar noch auf dieser großartigen Sportanlage.

 

Schön zu sehen, dass sich auch der Amateurfußball wieder in den bestmöglichen Vorbereitungen befindet, um für die Bewerbsspiele schließlich voll gerüstet zu sein!

25.01.2019 –10. Bezirk/Wien
Generali Arena/Trainingsgelände
20 Zuschauer
Testspiel
Ground #1.038


Young Violets Austria Wien – SR Donaufeld 2:0

Nach meinem großartigen und zugleich hoffnungsvollen Jahresauftakt in Israel sollte der Fokus in den nächsten Wochen auf die klassischen Testspiele gelegt werden. Wie immer war ich deshalb auf der Suche nach diversen Sportanlagen, die ansonsten kaum regulär bespielt werden oder nur zu bestimmten Zeiten zur Verfügung stehen.

Bei der Recherche fiel mein Blick auch auf die zweihöchste Spielklasse Österreichs, wo mir sofort das Stichwort „Trainingsgelände“ der Generale-Arena prompt ins Auge fiel. Da ich Mitte Dezember das Stadion und vor zwei Jahren die Akademie (ebenfalls im kleinen Derby) besucht habe, war mein dritter Besuch im Favoriten unumgänglich!

Trotz der Anstoßzeit um 18 Uhr plante ich nur unweit vom anvisierten Ziel entfernt einen gemütlichen Besuch bei Familienangehörigen ein, bevor es an der Zeit war den Fußweg von etwa 15 Minuten über den Verteilerkreis in Angriff zu nehmen.

Über den Fanshop fand man das Trainingsgelände unmittelbar vor der Nord-Tribüne, dass mit zwei modernen Kunstrasenplätzen gut ausgestattet ist – einzig die limitierte Bewegungsfreiheit und der Zaun versperrte ein wenig die Sicht auf das Spielgeschehen, aber auch dafür gab es zwischenzeitlich eine Lösung!

Während die Kampfmannschaft auf einem Trainingslager die Vorbereitung absolviert, sticht die zweite Mannschaft mit vielen Testspielen heraus. Die heutige Prüfung gegen den durchaus bekannten SR Donaufeld ist bereits Spiel Nummer vier in zehn Tagen. Zwei davon konnten als siegreich gewertet werden, während man sich dem Bundesligisten aus Mattersburg knapp mit 0:1 geschlagen geben musste.

In der jüngsten Vergangenheit etablierten sich die damaligen „Austria Amateure“ in den vorderen Tabellenpositionen der Regionalliga, bevor die neue Ligareform eintraf.

Mit Platz 4 sicherten sie sich im Endeffekt das goldene Ticket für die neue zweite Liga und benannten sich im gleichen Atemzug offiziell auf „Young Violets Austria Wien“ um – inwiefern aber solche Umbenennungen nützlich sind (siehe auch beispielsweise Junge Wikinger Ried), ist mir persönlich ein echtes Mysterium!

Gegen den SR Donaufeld waren die Heimischen ganz klarer Favorit gegen den Wiener Stadtligisten, die diese Spielklasse übrigens schon 5x als Meister wiederverließen. Mit einem eher enttäuschenden Mittelfeldplatz liegen die Floridsdorfer definitiv hinter ihren Erwartungen, was man bei den Violetten nicht behaupten kann:

 

Obwohl Platz 11 in der Herbstsaison am ersten Blick nicht gerade berauschend aussieht, muss man diese Leistung aus einem speziellen Grund anerkennen. Mit einem Altersschnitt von gerade mal 19,8 Jahren ist man die zweitjüngste Mannschaft der gesamten Liga – umso überraschender, dass sie sich trotzdem einen kleinen Punktepolster auf die Abstiegsränge aufbauen konnten und sich somit zu etablieren versuchen. Schritt für Schritt…
 

Zum Spiel: Bei sehr frostigen Temperaturen waren beide Mannschaften in etwa gleichstark – der Führungstreffer gelang trotzdem zu Gunsten der Heimischen kurz vor dem Halbzeitpfiff, wo sich danach einiges änderte im Spielgeschehen.
Im zweiten Durchgang gelang durch einen Strafstoß das entscheidende 2:0, das aber aufgrund der schwachen Chancenverwertung nicht mehr ausgebaut wurde!

Insgesamt sah man speziell in der zweiten Hälfte eine spielfreudige Mannschaft, die diese Testpartie nach Belieben kontrollierten. Definitiv ein Fingerzeig für die anstehende Rückrunde, die Aufschluss darüber geben wird in welcher Spielklasse sich die Eigengewächse der Wiener Austria entwickeln werden…

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