Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt
14.10.2018 – Steinebrunn/Niederösterreich
Sportplatz
50 Zuschauer
2. Klasse Weinviertel Nord


USC Drasenhofen – USC Fallbach 1:4

Das Wochenende neigt sich mit dem Sonntag bekanntlich wie immer dem Ende zu. Trotzdem kann man den Umstand erfolgreich nutzen, um den eigenen Zielen treu zu bleiben und ihnen einen weiteren, kleinen Schritt näher zu kommen!

Der Hauptgrund für den erfreulichen Tag sollte der Besuch vom Sportplatz des USC Drasenhofen darstellen, denn damit ist für mich persönlich die zweite Klasse Weinviertel Nord endlich vollständig besucht und somit komplettiert.

Mit meiner persönlichen Mail an die Vereinsfunktionäre war auch die Sache mit dem Eintritt geregelt, bevor es eine Stunde vor Spielbeginn mit dem Ersatzwagen zum auserwählten Ziel ging.

Drasenhofen ist eine Gemeinde mit über 1.000 Einwohnern und zugleich der nördlichste Teil des kompletten Weinviertels. Umso überraschender, dass die Sportanlage des Vereins im zwei Kilometer entfernten Steinebrunn zu finden ist!

Direkt neben der örtlichen Pfarrkirche fand man das Vereinsgelände völlig problemlos. Auch beim Parken durfte man aufgrund des nicht vorhandenen Verkehrs direkt an der Hauptstraße Nahe des Eingangs stehen, bevor ich mich dem Vereinshaus näherte.

Weil es eine offizielle Kassa hier nicht gibt, steht man bei der Ankunft direkt vor den Spielerkabinen, die von dem Standort aus sogar einen schönen Panoramablick zur Verfügung hatte. Der Ausschank sowie ein paar Sitzgelegenheiten waren direkt darunter, die per Stiegenaufgang einfach erreicht werden konnte.

1973 gegründet, dauerte es noch bis Anfang der 80er bevor die Sektion Fußball zum Leben erwachte. Mit dem Einstieg im niederösterreichischen Fußballverband 1990 war auch der USC Drasenhofen ein offiziell anerkanntes Mitglied im Fußball geworden!

Seit der Umbenennung in die zweite Klasse „Weinviertel Nord“ im Spieljahr 2011/2012 ist der Klub hauptsächlich im hinteren Tabellendrittel zu finden. Umso erstaunlicher, dass sie seitdem nie die rote Laterne am Ende der Saison hatten – doch die Serie könnte bald ein jähes Ende finden…

Mit null Punkten aus den bisherigen neun Partien ist der Start denkbar enttäuschend ausgefallen. Das ausgerechnet bei meinem Besuch auch noch der Tabellenzweite USC Fallbach zu Gast war, machte vor Spielbeginn die Hoffnungen auf den ersten Punkt nicht wirklich größer. Dennoch wurde der Spielverlauf anders als gedacht…

Zum Spiel: Vor fünfzig Zuschauern hatten wohl alle Akteure auf dem Platz mit den extremen Windbedingungen zu kämpfen, die ein normales Fußballspiel unmöglich machten. Das war auch zugleich die Chance für die Heimischen, die nach dem Rückstand kurz vor der Pause das unfassbare 1:1 erzielten!
Nur zwei Minuten nach dem Seitenwechsel gingen die Gäste wegen einem Torwartfehler wieder in Führung, die in Folge langsam auf zwei weitere Treffer zum 1:4 hochgeschraubt worden ist.

Insgesamt konnte das zwar als Pflichtsieg abgehackt werden, in Drasenhofen „einfach“ zu bestehen geht aber auf keinen Fall. Ich bin mir sicher, dass das Potenzial durchaus für Punkte vorhanden ist bevor die Winterpause wiederkommt – und zwar schneller als gedacht…

Im Gespräch mit einem Verantwortlichen des USC Fallbach kam man übrigens kurz auf die Sportanlage zu sprechen, die gerade hergerichtet wird. Sollte die Bauphase abgeschlossen sein, würde theoretisch ein Zweitbesuch definitiv nichts im Wege stehen!

Für mich ist die zweite Klasse Weinviertel Nord damit endgültig fertig, was es mir nun ermöglicht den Fokus auf die restlichen Spielklassen zu legen und Stück für Stück das Bundesland abzuschließen. Das Leben ist schließlich zu kurz für unwichtige Sachlichkeiten, denn der Fußball bleibt unter dem Strich an erster Stelle…

13.10.2018 – Grafenbach/Niederösterreich
Arena
160 Zuschauer
2. Klasse Wechsel

 

SVSF Pottschach – USV Scheiblingkirchen ll 1:1

 

Nach meinem Auftakt am Freitag in Wien beim Floridsdorfer AC sollte der Samstag wieder im Vordergrund stehen. Bei meiner üblichen Vorbereitung für das Wochenende fiel mir relativ schnell auf, dass der SVSF Pottschach sein Heimspiel schon um 13:30 austrägt. Für mich also die ideale Möglichkeit, wieder in der zweiten Klasse Wechsel anzuschreiben!

 

Bei meiner Ankündigung beim Obmann persönlich kam relativ schnell eine positive Antwort, so dass mein Ziel somit feststand. Kurz vor Mittag ging deshalb schon die Reise an das südliche Ende des Wiener Beckens los, wo der Pottschach als Katastralgemeinde offiziell registriert ist.

 

Etwas weniger als 1,5 Stunden betrug die völlig lockere Anfahrt, bevor ich dank der genauen Adresse im benachbarten Grafenbach die schicke Sportanlage fand. Wie im Vorfeld erwartet gab es nur mehr wenige Parkplätze in der Nähe des Eingangs, ein Platz in der engen Wohngegend konnte ich aber trotzdem noch ergattern bevor die letzten Meter zu Fuß abgegangen worden sind!

 

Bereits am Kassabereich gab es für die Kamera erste gute Bilder, da man auf den Vereinsnamen und auf die „Moving Arena“ sehr viel Wert legt wie ich im Laufe des Besuchs feststellte. Das sollte aber nicht die einzige Überraschung bleiben:

 

Noch vor Spielbeginn kam ich in Kontakt mit einigen Vereinsfunktionären sowie dem Obmann Filip Blazanovic, dessen Bekanntschaft mit einem gemeinsamen Foto vor dem Vereinslogo endete.

 

Mit einer großen Ankündigung vom sehr gut informierten Platzsprecher folgte der vorläufige Höhepunkt, bevor schließlich die Mannschaften das Spielfeld betraten!

 

Aufgrund des günstigen Spieltermins folgte natürlich zusätzlich ein Kurzbesuch in der Kantine direkt hinter dem Tor, die mit einem frisch zubereiteten Langos punktete – eine mittlerweile selten gesehenes Gericht auf einem Sportplatz, dass aber trotzdem hervorragend schmeckte.

 

Wie ich beim persönlichen Gespräch erfahren habe, kamen an diesem Spieltag weniger Zuschauer als sonst – der Grund für den verhältnismäßig frühen Anpfiff lag beim anstehenden Oktoberfest, dass etwas später im Gang sein sollte. Mit insgesamt 160 Zuschauern ist der Schnitt in einer zweiten Klasse trotzdem weitaus höher als bei einigen anderen Vereinen, die von durchschnittlich über 200 Besuchern nur träumen können!

 

Während auf der Längsseite das Vereinshaus samt Spielerkabinen stand, saßen genau gegenüber 90% der Zuschauer auf der Tribüne, die ohne Überdachung auskommt. Speziell auf den Bildern ist es stark sichtbar, dass trotz des „schwachen“ Besuchs doch einige Familien den Weg auf den Sportplatz gefunden haben.

 

In sportlicher Hinsicht liegt der Fokus hauptsächlich zwischen der ersten und zweiten Klasse, die sich alle paar Jahre mal wiederholt aufgrund von Auf- und Abstiegen. Mit dem letztjährigen fünften Tabellenplatz kamen die Pottschacher zurecht im Fokus der möglichen Meisterkandidaten, die sie in diesem Herbst einwandfrei bestätigen!

 

Im Spiel der Runde empfingen sie als Zweitplatzierter ihren Tabellennachbarn, nämlich die zweite Mannschaft aus Scheiblingkirchen. Keine einfache Aufgabe gegen eine junge hungrige Mannschaft, die sich natürlich mittelfristig für die Landesliga empfehlen wollen.

 

Zum Spiel: Die mit 100% aus Eigenbauspielern bestehende Heimelf hielt in der wichtigen Partie von Anfang an dagegen, die von viel Kampf und Einsatz geprägt war auf beiden Seiten.

Mit dem erfreulichen 1:0 kurz nach Seitenwechsel ging auch das muntere Tore schießen los, dessen Führung aber nur bis zu der 60. Minute hielt.

 

Der Ausgleich bestätigte das hart erkämpfte Remis, dass noch lange nicht das Ende im Titelkampf bedeutet. Man festigt Platz 2 weiterhin und kann in der restlichen Auslosung noch alle verfügbaren Punkte holen, was vielleicht auch die Winterkrone mit sich bringen wird!

 

Für mich hingegen bleibt der Besuch in Pottschach aufgrund des herzlichen Empfangs im besonderer Erinnerung.

 

Vor allem das familiäre Umfeld und das oft gepredigte „Miteinander“ spürt und sieht man beim SVSF Pottschach eindeutig, dessen Verein ich in Zukunft auf jeden Fall unterstützen werde. Wenn es der Spielplan zulässt, wird das bestimmt nicht mein letzter Besuch gewesen sein – vielen herzlichen Dank für diesen wunderbaren Nachmittag, es war mir eine große Ehre!

13.10.2018 – Willendorf/Niederösterreich
Sportplatz
51 Zuschauer
2. Klasse Wechsel


SV Willendorf – SC Hochwolkersdorf/Bromberg 1:5

Vom Meisterschaftsspiel in Pottschach führte mich mein Weg zwanzig Minuten weiter in die kleine Gemeinde Willendorf, die im Industrieviertel liegt und knapp unter eintausend Einwohner hat. Weil der SVW ganz normal um 15:30 begann, bildete diese Partie meinen offiziell vorletzten Besuch in der zweiten Klasse Wechsel!

Aufgrund von zwei Bahnübergängen fehlte mir bei meiner Ankunft um 15:29 die berühmte Minute, um noch den Einlauf und den Anpfiff auf der Kamera festzuhalten. Wie unterschiedlich Sportanlagen sein können, zeigte sich an diesen Nachmittag einmal mehr:

Im Gegensatz zum SVSF Pottschach findet man den Sportplatz des SV Willendorf außerhalb der Ortschaft, die aber wie bei den meisten Klubs heutzutage gut adressiert sind.  Mit dem großen Parkplatz gelang ich viel schneller als gedacht zum Eingang, um auch hier bestmöglich alles abzulichten was mir vor die Linse kommt!

Direkt nach der Kassa steht man beim überdachten Vereinshaus, dass mit Heurigenbänken und dem Ausschank sehr gut ausgestattet ist. Dort traf ich auch den Obmann, der mir in Folge den Eintritt spendierte und auch sonst zum Plaudern aufgelegt war – vielen Dank für die (gast)freundliche Geste!

Quasi im Anschluss konnte man die überdachte Tribüne bewundern, die klassisch auf der Längsseite stand und den Zuschauern einen angenehmen Platz im Schatten ermöglichte. Ein Privileg, was bei der Fotorunde eindeutig fehlte und somit etwas zur Herausforderung machte.

Wandert man auf die Hintertorseite ist schnell zu erkennen, dass die ganze Umgebung von Wald bedeckt ist – wie üblich in dieser Gegend. Exakt diesen Umstand schätze ich auch so sehr, da man wunderbare Panoramabilder bei Tageslicht machen kann oder vor dem Fußballspiel auch Zeit findet für diverse Ausflüge – eine meine Meinung nach perfekte Kombination!

1963 gegründet, hat der SV Willendorf auch eine zusätzliche Frauenmannschaft im Betrieb was bei der Einwohnerzahl sehr positiv heraussticht. Die Kampfmannschaft der Herren ist hingegen schon länger in der zweiten Klasse Wechsel aktiv:

Im Spieljahr 2009/2010 noch auf Rang 4, hat sich der Verein auf sportlicher Ebene im hinteren Tabellendrittel festgesetzt – schließlich mussten sie dreimal die rote Laterne auf sich nehmen. Dennoch ist wieder ein Aufschwung erkennbar…

Mit zwei einstelligen Endplatzierungen ist der SVW auch jetzt wieder dran, sich ein Stück nach vorne zu bewegen mit einer blutjungen Mannschaft. Mit dem SC Hochwolkersdorf kam allerdings ein starker Gegner angereist, die mit nur einem Punkt Unterschied im Tabellenmittelfeld stehen!

Zum Spiel: Mit dem frühen 0:1 in der Anfangsphase waren die Gäste zwar weiterhin überlegen, fanden gegen die zugemachte Defensive nur schwer den nötigen Zug zum Torabschluss. Erst im zweiten Durchgang ging es so richtig los!
Mit zwei (!) Doppelschlägen erhöhten sie den Spielstand schnell auf 0:5, ehe die schwer angeschlagenen Heimischen noch den Ehrentreffer erzielten, bevor der Schiedsrichter den Tag für die Spieler beendete.

Der Sieg geht für SC Hochwolkersdorf/Bromberg absolut in Ordnung. Für die Heimelf ist es allerdings noch ein Lernprozess am Rasen, vor allem die berühmte Kopfsache macht es nicht einfacher. Um erfolgreich zu sein, gehört aber die nötige Entwicklung dazu – gut Ding braucht Weile wie das bekannte Sprichwort es auch ausdrückt!

Für mich hingegen stand nach diesem Doppler der nächste Erfolg an. Der letzte fehlende Teil dieser Liga (FC Mönichkirchen) wird die zweite Klasse Wechsel in Zukunft vollständig komplettieren, um das große Puzzle Niederösterreich weiterhin „fertig zu machen“. Ein Schritt geht schließlich nach dem anderen…

12.10.2018 – 21.Bezirk/Wien
FAC Platz
700 Zuschauer
2. Landesliga


FAC Wien Amateure – First Vienna FC 1894 1:3 (Zweitbesuch)

Mittlerweile mehr als fünf Jahre ist es her, dass ich dem Floridsdorfer AC einen Besuch abgestattet habe. Damals noch mit einer kleinen Kamera ausgestattet schoss ich keine zehn Fotos vom Stadion beziehungsweise vom Fußballspiel, dies sollte sich aber dank einiger Umstände endlich ändern!

Nach kurzer Bedenkzeit entschied ich mich bereits Mitte der Woche, diese Partie für Freitag zu favorisieren. Weil „neue“ Freitagabend-Spiele immer weniger werden kam mir das Topspiel der Runde gegen die First Vienna gerade recht, um das Potenzial der zweiten Landesliga in Wien zu überprüfen und mir gleichzeitig einen entspannten Abend zu machen.

Gute zwanzig Minuten brauchte ich von meinem Heimatort in die Hopfengasse, dessen Stadion seit 1966 im endgültigen Besitz der Floridsdorfer ist. Das waren aber längst nicht alle Fakten über den Verein:

Im Jahr 1904 als „Floridsdorfer Athletiksport-Club“ gegründet und als zwanzigster Verein im Wiener Fußballverband aufgenommen, feierte der Klub nur einige Jahre später ihren ersten und einzigen Titel in der höchsten Spielklasse der damaligen Zeit (1918).

Besonders kurios hingegen ist die Tatsache, dass es in den beiden Weltkriegen in sportlicher Hinsicht fast schon hervorragend lief, bevor es langsam in Richtung Jahrtausendwende ging!

Am Weg in die moderne Neuzeit pendelte sich der FAC meistens zwischen der zweit- und vierthöchsten Spielklasse ein, die in Folge auch diverse Fusionen eingegangen sind – zuletzt 2007 mit dem PSV Team für Wien, dass aber einige Saisonen später wieder aus den Namen gestrichen wurde.

Während sich die Kampfmannschaft seit 2014 in der neuformierten zweiten Liga zu etablieren versucht, ist der Weg der zweiten Mannschaft ein ähnlich erfolgreicher. Nach ihrem Einstieg in die Oberliga gelang im dritten Versuch der Aufstieg in die zweite Landesliga, wo sie von Beginn an ebenfalls ganz vorne dabei sind!

Im direkten Duell der zwei wohl besten Mannschaften der Liga sollte es ein Kräftemessen werden, in dessen Gipfeltreffen offiziell 700 Zuschauer vor Ort auftauchten – inklusive dem sympathischen Fanklub der Gäste, die eine hervorragende Stimmung hinter dem Tor verbreiteten.

Bei der Infrastruktur hat sich seit meinem Erstbesuch eine Menge getan. Während die Haupttribüne immer noch an ihrem alten Platz auf der Längsseite verweilt, gibt es hinter dem Tor eine weitere überdachte Tribüne, die die Gäste idealerweise in Anspruch nahmen!

Ebenfalls positiv herausgestochen sind gegenüber der Haupttribüne die neuen aufgebauten Sitzplätze – damals war nicht mehr als eine grüne Wiese. Hut ab vor dieser Leistung an die Vereinsoffiziellen, die definitiv einiges ins Rollen gebracht haben.

Zum Spiel: In einer attraktiven erste Spielhälfte gab es auf beiden Seiten einige gute Torchancen, die aber durch viel Pech oder Unvermögen nicht wirklich verwertet wurden. Obwohl die First Vienna mit einem 1:0 Vorsprung in die Pause marschierten, gelang den Heimischen nach Seitenwechsel der nicht unverdiente Ausgleich.
Die Schlüsselszene der Partie kam schließlich vom Schiedsrichter persönlich, als er mit einem gegebenen Strafstoß die Gäste in die Siegerstraße führte – der schlussendliche 3:1 Sieg sollte man Ende doch mehr oder weniger sicher über die Zeit gebracht werden!

Während sich die Döblinger in der Tabelle immer weiter absetzen, müssen die Amateure des Floridsdorfer AC weiterhin um Platz 2 kämpfen, um den möglichen Aufstieg in die Wiener Stadtliga aufrecht zu erhalten.

Für mich ist der Auftakt ins Wochenende mehr als nur geglückt. Ein Topspiel mit mehreren hundert Zuschauern, ein gut organisierter Fanklub sowie ein spannendes Fußballspiel am grünen Rasen sind die Rezepte für einen gelungenen Freitagabend – danke dafür!

07.10.2018 – Ertl/Niederösterreich
Sportplatz
100 Zuschauer
Frauengruppe West


FCU Ertl – USC Mank 1:2

Die verbleibenden Stunden der Nacht wurden ausreichend genutzt, nach meinem Tagesausflug in Graz alle Kräfte wieder aufzutanken. Grund dafür war ein Besuch im Westen Niederösterreichs, wo mich ein weiteres Mal zwei Spiele erwarteten!

Bereits um 9:15 ging die 1,5 stündige Autofahrt los, um das erste Meisterschaftsspiel um elf Uhr pünktlich zu erreichen. Die neue Damenmannschaft des FCU Ertl trug sein Heimspiel gegen den USC Mank aus, die in der fünfthöchsten und aktuell letzten Leistungsstufe aktiv sind und dem runden Leder nachjagen.

Der Ort liegt offiziell im Mostviertel und trägt den Status einer Gemeinde. Von meinem Heimatort ist der Anfahrtsweg recht lange, obwohl die meiste Zeit auf der ruhigen Autobahn verbracht worden ist!

Dank der vorhandenen Adresse findet man das oben erwähnte Ziel ohne Probleme wobei man auch sagen muss, dass die 1989 eröffnete Sportanlage direkt an der Hauptstraße liegt.
Bereits 1974 gab es eine Gründerversammlung der damaligen Union Ertl – der Fußball rückte aber erst zehn Jahre später in den Vordergrund, der bis heute anhält und vielen Kindern eine perfekte Freizeitaktivität bietet!

Während die Herrenkampfmannschaft seit Jahren im unteren Tabellenmittelfeld der zweiten Klasse Ybbstal aktiv ist, sind die jungen Damen laut meinem Wissensstand erstmals im Meisterschaftsbetrieb dabei.

Besonders nach zwei Auflösungen in dieser Spielklasse kommt man hier zum richtigen Zeitpunkt um Erfahrungen zu sammeln und langfristig Fuß zu fassen. Trotz ihrer Premierensaison halten die wackeren Frauen sehr gut mit der Konkurrenz mit:

Aus den bisherigen fünf Partien dauerte es nicht lange, um sich auf dem Niveau schnell zurechtzufinden – die Ausbeute von sechs Punkten sind bis dato sehr positiv und zeigt einmal mehr, dass in der Mannschaft jetzt schon einiges an Potenzial vorhanden ist!

Der Sportplatz ist insgesamt sehr einfach gehalten. Von der Längsseite hatte man generell einen schönen Blick auf das Spielfeld und der Landschaft, wo auch viele der Zuseher auf den Holzbänken Platz nahmen.

Ein weiteres Hauptaugenmerk ist das schicke Vereinshaus direkt hinter dem Tor, dass mit allen wichtigen Sachen wie der großen Kantine, dem Ausschank und den Spielerkabinen ausgestattet war.

Nebenbei konnte man im Laufe der zweiten Hälfte genau dort vom Regen Schutz suchen, der sich schon bei meiner Anfahrt anbahnte – zu diesem Zeitpunkt waren die meisten der Bilder aber schon längst im Kasten…

Zum Spiel: In einer ziemlich ausgeglichenen Partie gab es viele Szenen im Mittelfeld, denn herausgespielte Chancen fand man eher selten vor.
Die Gästespielerinnen zeigten sich trotzdem eine Spur effektiver vor dem Gehäuse und schenkten dem Gegner insgesamt zwei Tore ein – der späte Anschlusstreffer durch einen Strafstoß brachte nur mehr Ergebniskosmetik ein, weil der Schiedsrichter die Partie bald darauf beendete!

Insgesamt wäre für die Heimischen ein Punkt schon möglich gewesen, wenn man die Tormöglichkeiten miteinander vergleicht.

Dank den Niederlagen der direkten Konkurrenz ist Platz 5 weiterhin ein absolut realistisches Ziel in der Tabelle, dass für den Start ein achtbarer Erfolg wäre – und besonders für die Mannschaft, der ich weiterhin alle Daumen drücke in diesem Herbst!

07.10.2018 – Sankt Leonhard am Forst/Niederösterreich
Sportplatz
50 Zuschauer
Melktaler Hobbyliga


SK Ruprechtshofen – Sportunion St. Anton 2:1

Mitten unter der Woche bekam ich via Facebook vom SK Ruprechtshofen die Einladung, wieder mal in die sympathische Melktaler Hobbyliga vorbeizuschauen. Grund dafür war eine angekündigte Doppelveranstaltung auf dem Sportplatz des FC Corona, wo der SKR um 14 Uhr sein Meisterschaftsspiel startete!

Gegründet 1991 als „HFC Lumperlgasse“ entschieden sich die Vereinsverantwortlichen zu einem Namenswechsel zu SK Ruprechtshofen, die seit 2006 mit diesem Namen offiziell auflaufen. Die Sportplatzfrage sowie der generelle Durchgang ist in dieser eigenen Liga sehr spannend zu beobachten:

Mit insgesamt zwei Ligen mit jeweils sieben Klubs ist dieser Betrieb recht gut aufgestellt, da es sogar Auf und Abstiege gibt. Neben dem ewigen Kampf um den Meistertitel gibt es einen zusätzlichen Pokalwettbewerb, der einiges an Brisanz verspricht und dem normalen Verband in Nichts nachsteht.

Während sogar eine Vielzahl der Vereine recht passable und eigene (!) Sportanlagen aufweisen können, gibt es auch Untermieter, die beispielsweise in Gresten oder bei diversen anderen Sportplätzen ihrem Hobby problemlos nachgehen können – so auch der SK Ruprechtshofen, die laut Homepage beim FC Corona ihre Heimspiele austragen in diesem Spieljahr.

Nur fünf Kilometer südlich von St. Leonhard/Forst findet man die Sportanlage, die zwar etwas versteckt lag aber dank der haargenauen Adresse doch einfach zu finden ist. Nachdem ein Parkplatz schnell ergattert werden konnte, ging es schon in Richtung Sportplatz wo mich einige Überraschungen erwarteten:

Das Vereinshaus befand sich wie schon beim ersten Fußballspiel hinter dem Tor, dass einen zusätzlichen Ausschank und Sitzgelegenheiten anbot.

Nach einem kurzen Gespräch mit den hübschen Damen vom Ausschank gab es im Laufe der Partie sogar eine frisch zubereitete Kotelett Semmel, die in einem freundlichen und familiären Umfeld genossen worden ist bevor es an der Zeit war die Sportanlage ordnungsgemäß abzulichten!

Ebenfalls vor Ort war der mir bereits bestens bekannte Nick Domsn, der mir beinahe gegen Ende des Spiels mit seiner Kamera große Konkurrenz machte – schöne Grüße an dieser Stelle und vielen Dank für die Einladung!

 

Mit zwei Meistertiteln und einem Cupsieg konnte der SK Ruprechtshofen schon einige Erfolge erzielen. Überhaupt in den letzten Jahren standen sie immer wieder in den Top 3 der Tabelle, die auch in dieser Meisterschaft wieder das Ziel sein sollten…
 

Zum Spiel: Gegen den Tabellenvorletzten aus St.Anton gab es eine intensive Partie beider Mannschaften zu sehen, die unglücklicherweise mit diversen Verletzungen endete – sogar der Torhüter musste das Spielfeld mit einem herbeigerufenen Krankenwagen verlassen, gute Besserung meinerseits!
Im weiteren Verlauf gelang es dem gehandelten Favoriten, das Spiel mit zwei wichtigen Treffern gerade noch zu entscheiden und in der Tabelle weiterhin an Boden gut zu machen!

Mit nur drei Zählern Rückstand ist auch der Meistertitel noch lange nicht abgefahren, denn der Start ist mit sechs Punkten aus den bisherigen drei Saisonspielen mehr als geglückt.

Für mich ging es im Anschluss wieder in die Heimat mit dem Gedanken, weitere Besuche in der Melktaler Hobbyliga folgen zu lassen da es bis jetzt nur überwiegend positives zu berichten gab. Sowohl von der Gastfreundschaft als auch von den Sportanlagen immer wieder eine Reise Wert!

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