Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt
22.04.2018- Kettlasbrunn/Niederösterreich
Sportplatz
70 Zuschauer
3. Klasse Mistelbach


USV Kettlasbrunn - UFC Gnadendorf 3:0

Wie so oft ist der Sonntag dazu da, das fußballerisch intensive Wochenende in aller Ruhe in der näheren Umgebung ausklingen zu lassen. Nach meiner Recherche im Internet zog es mich in die unmittelbare Nähe von Mistelbach, wo der USV Kettlasbrunn in der dritten Klasse sein Heimspiel austragen sollte!

Nach dem Mittagessen und einem guten Kaffee am Nachmittag ging meine Fahrt um 15:30 los, dessen Distanz zum Sportplatz gerade mal 45 Minuten betrug. Bei meiner Ankunft in der 500-Einwohner großen Kastralgemeinde war die Anlage sehr gut angeschrieben im Dorf, die gleich beim ansässigen Fischereiverein ihre Heimstätte hat und somit leicht zu finden ist.

Dank der frühen Ankunft hatte man noch genügend Zeit, um sich einen guten Parkplatz in den engen Straßen zu suchen was aber dank der Routine kein Problem mehr darstellte.

Im Anschluss ging es direkt weiter zum Vereinshaus auf Höhe der Eckfahne, wo sich ein guter Teil der anwesenden 70 Zuschauer aufhielt. Mit einem Ausschank und einer schön eingerichteten Kantine (samt Lospreisen) hat man hier sogar einiges zu bieten, um den Gast den besten Besuch zu ermöglichen. Auch die Spielerkabinen befanden sich im Vereinshaus, die aber hauptsächlich von der Heimelf genutzt wurde!

Der Rest der Zuschauer nahm auf den Holzbänken neben der Ersatzbank Platz oder auf der Längsseite, wozu der kleine Hügel perfekt genutzt worden ist um auch hier eine lange Reihe Holzbänke aufzustellen samt einem Zaun - der übrigens von der Straße (!) abgrenzen soll. Sehr auffallend war auch die Quote der Gästefans, die einiges an Emotionen mitbrachten, diese aber einigermaßen im Zaum hielten. Man gastierte schließlich nicht irgendwo...

Der USV Kettlasbrunn ist seit vielen Jahren in der dritten Klasse Mistelbach aktiv, wovon es mal bessere und mal schlechtere Saisonen gab. Dieses Spieljahr ist eine ganz spezielle Leistung was die Statistiken und natürlich der Tabellenstand ganz klar belegen:

In den bisherigen 13 Saisonspielen konnten sie sage und schreibe 12x (!) als Sieger vom Platz gehen, nur eine Niederlage steht zu Buche. Noch dazu stellen sie die beste Defensive der Liga was Platz 1 mehr als nur bestätigt. Gegen den UFC Gnadendorf kam ein Mittelständler gerade recht, um die diesjährige Machtdemonstration weiterhin fortzusetzen...

Zum Spiel: Obwohl es in der ersten Hälfte auf beiden Seiten gute Torchancen gab, wurde keine der vorhandenen Schüsse genutzt um ein Treffer zu erzielen. Die Heimischen hatte zwar mehr Spielanteile, kamen aber noch nicht so richtig in Schwung.
Erst im zweiten Durchgang gelang erst durch einen Strafstoß das 1:0 für den vermeintlichen Favoriten, dessen Selbstvertrauen immer mehr stieg und kurze Zeit später mit dem 2:0 alles klar machte.
In der Schlussviertelstunde ließen sie weitere Gelegenheiten zu einem noch viel höheren Sieg aus, aber dieses 3:0 war unter dem Strich verdient da sich der Gegner besonders am Ende eher hängen ließ!

Mit der Sonnencreme im Gepäck überstand auch ich den Nachmittag relativ unbeschadet, wobei man auch sagen muss das es kaum schattige Plätze gab wo man sich hätte schützen können.

Nach sechs Spielen an diesem Wochenende ist auch für mich wieder Sendepause für einige Tage, bevor es wieder weitergeht in den Fußballstadien dieser Welt...

21.04.2018- Sankt Ulrich bei Steyr/Oberösterreich
Voralpenstadion
50 Zuschauer
Frauenklasse OÖ Nord/Ost


USV St.Ulrich - Union Neuhofen/Krems 2:2

Die ursprünglichen Pläne im Ausland mussten für diesen Samstag aufgrund verschiedener Umstände abgesagt werden. Wie immer gab es aber in meinen Planungen einen "Plan B" in der Hinterhand, der somit genutzt wurde und mich wieder nach Oberösterreich und Salzburg bringen sollte!

Ganze vier Spiele standen am Tagesprogramm, angefangen mit dem Vormittagsspiel um 10:30 bei den Damen des USV St.Ulrich. Diese Gemeinde liegt im Traunviertel und in der unmittelbaren Nähe der drittgrößten Stadt des Bundeslandes Steyr. Zusätzlich bildet man mehr oder weniger die Landesgrenze zu Niederösterreich, denn die niederösterreichische Gemeinde Behamberg liegt beispielsweise mit nur sieben Kilometern Unterschied schon auf der "anderen Seite".

Nach meiner Tagwache um acht Uhr ging die fast 100-minütige Fahrt los, die sich als perfekte Durchgangsstation für die späteren Partien im Verlauf des Tages eignete. Dennoch richtete sich mein Fokus für die kommende Spielzeit voll auf den Fußballklub USV St.Ulrich:

Über zahlreiche Güterwege (!) führte mich mein sonst verlässliches Navi zum gewünschten Ziel zum Voralpenstadion, dass bei meiner pünktlichen Ankunft eigene und zum Teil auch schattige Parkplätze zur Verfügung hatte. Generell war es wieder ein perfektes Wetter zum Durchführen dieses Hobbys, aber genau dieser Umstand sollte mich im späteren Tagesabschnitt teuer zu stehen kommen.

Im Jahr 1964 gründete sich der USV St.Ulrich und bauten die Infrastruktur immer schrittweise aus im Verlauf der Geschichte. Während 1989 die heutige Heimstätte eröffnet wurde und wenig später der neue Trainingsplatz samt Flutlicht dazu kam, konnte vor einigen Jahren das Klubhaus feierlich neueröffnet werden!

Dieser Neubau verfügt neben den Spielerkabinen im unteren Bereich u.a. die gemütliche Kantine mit einer Terrasse, von wo man einen schönen Blick auf das Spielfeld und das dazugehörige Panorama hatte. Von dort gelangte man direkt zur überdachten Tribüne mit einigen Sitzschalen, die sogar in den Vereinsfarben gehalten worden sind.

Sportlich gesehen erlebt der Klub einen positiven Aufschwung! Die Kampfmannschaft der Herren schaffte 2017 erstmals den Aufstieg in die fünftklassige Landesliga Ost, wo sie seitdem um den Klassenerhalt kämpfen. Etwas anders sieht es hingegen bei den Damen aus, die dem runden Leder an dem sonnigen Vormittag topmotiviert nachjagten:

Mit dem Einstieg in die Frauenklasse Nord/Ost finden sie sich sportlich im unteren Mittelfeld zurecht, ein Aufwärtstrend ist aber in jeder Saison zu erkennen. So sollte es auch in dieser Rückrunde sein, denn mit Platz 6 sind sie nicht weit von einem Platz unter den besten Vier entfernt der ausgerechnet an diesem Spieltag zu Gast war - mit nur fünf Punkten Unterschied!

Zum Spiel: Während ich meine übliche Fotorunde startete um das Voralpenstadion bestmöglich abzulichten, zeigten die Mädels tatsächlich eine engagierte Leistung auf dem Spielfeld. Beide Mannschaften hatten ihre Vor- und Nachteile, konnten aber in diesem direkten Duell als etwa gleichstark angesehen werden.
Bereits nach 120 Sekunden gingen die Heimischen in Führung und bauten den Vorsprung nach dem Seitenwechsel schnell aus, aber die Gäste gaben sich nicht geschlagen und schafften den Ausgleich mit zwei Treffern binnen vier Minuten! An diesem Ergebnis änderte sich schlussendlich nichts mehr und somit kommt dieses aus neutraler Sicht unterhaltsame 2:2 Unentschieden zu Stande.

In der verbleibenden Spielen ist eine gute Platzierung immer noch im möglichen Bereich, weil vorallem die Topgegner der Spielklasse noch im direkten Duell warten! Angesichts der spielerischen Leistung bin ich selbst aber zuversichtlich, dass man diese Aufgaben meistern und einen weiteren Schritt in Richtung vorderes Mittelfeld machen wird. Ein für mich guter Auftakt in einem langen Tag....

Kurios: Während der zweiten Halbzeit kam ein noch sehr junges Nachwuchsteam vom FC Blau-Weiß Linz zum Vorschein, dass ihr Spiel wohl noch vor sich hatte.
Freundlicherweise wurde auch ich von drei jungen Burschen per Handschlag (!) begrüßt, die danach anschließend wieder sofort in die Spielerkabinen verschwanden - so schnell wie sie gekommen waren.. ;-))

21.04.2018- Henndorf am Wallersee/Salzburg
Sportanlage
200 Zuschauer
1. Landesliga


Union Henndorf - FC Hallein 04 5:1

Sofort nach dem (un)pünktlichen Spielende vom USV St.Ulrich ging es weiter nach Salzburg, dessen Weg mich nach Henndorf am Wallersee führte. Dessen Fußballverein dürfte dem echten Salzburger Fußballfan ein wichtiger Begeiff sein aufgrund der sehr ereignisreichen Chronik!

Nach der relativ späten Gründung 1949 kämpfte sich der noch damalige ÖTSU Henndorf konstant nach oben bis in die Regionalliga West, die sie Anfang der 70er erreichten und somit an die erfolgreichste Zeit des Klubs erinnert. Obwohl sie dieses Niveau nicht mehr auf Dauer halten konnten, machten sie sich auf andere Weise einen guten Namen in ihrem Bundesland:

Bis 2015 hielt sich der (im Jahr 2008) unbenannte Union Henndorf 27 lange Jahre ununterbrochen in der Salzburger Liga auf, ehe sie den bitteren Gang in die fünftklassige 1. Landesliga antreten mussten.

Dort kämpfen sie seitdem um den direkten Anschluss zu den oberen Tabellenrängen, um die Rückkehr in "ihre" Spielklasse zu garantieren. Mit Platz 5 können sie zwar nicht mehr im Titelgeschehen eingreifen, aber ein Endergebnis unter den Top 3 scheint noch absolut realistisch und machbar in dieser Saison!

Bei meiner knappen Ankunft konnte auf dem großen Parkplatz leicht eine Lücke für das Auto gefunden werden, ehe es direkt zum Eingang ging - wo man anschließend von einer Fußballskulptur (!) in Empfang genommen wurde.
Wie man kurze Zeit später erfuhr, verzögerte sich der Anpfiff um gute 15 Minuten weil in der Eintragungsliste der Mannschaften wohl ein Ersatzspieler (!) nicht richtig eingetragen war. 15 Minuten, die mir schlussendlich den geplanten Kulturpunkt zum Mondsee nicht mehr ermöglichten aufgrund der kurzen Zeitspanne zwischen den Spielen...

Der Sportplatz des Union Henndorf kann sich durchaus sehen lassen wegen der noch alt erhaltenen Bauweise. Auf der Längsseite stand das schicke Vereinshaus, dass nicht nur in der Mitte den Spielerdurchgang zu den Kabinen hatte sondern zusätzlich genügend Sitzplätze für die Zuschauer.

Weiters befand sich dort auch die große Kantine, wo man sehr gastfreundlich behandelt wurde und sogar warme Delikatessen wie Bosner im Angebot standen! Ein ganz großes Lob an der Stelle an das noch junge aber hochmotivierte Personal, die ihre Sache wirklich sehr gut machten und man sich sofort heimisch fühlte.

Im Anschluss konnte man die alten Betonstufen bewundern, die aber durch diverse Sitzschalen aufgewertet wurden um den Zuschauer genügend Spielraum zu bieten!
Auch gegenüber stand in der Nähe der Eckfahne eine "Tribüne", die aber auch hier an alten Betonstufen erinnert und ihren Charme ganz bei sich behält! Für Fußballromantiker eine Sportanlage, die mit viel Geschichte und Altbewährten verbunden ist...

Zum Spiel: Die anfänglich noch harmonische Stimmung unter den Spielern änderte sich mit Anpfiff schlagartig, was zwei Auslöser zur Folge hatte. Einerseits die kleinen Fouls in der ungewohnt schnellen Spielweise beider Mannschaften, aber auch der Schiedsrichter der beinhart durchgriff  zwischen Ende der ersten und Anfang der zweiten Halbzeit!
Mit drei roten Karten (darunter der Torwart!) binnen 14 Minuten bestrafte der Unparteiische die Gäste aufgrund verschiedener Tätlichkeiten, die somit zu Acht (!) weiterspielen mussten und dementsprechend am Ende ohne Chance waren.

Das am Ende emotionale 5:1 spielt den Heimischen somit perfekt in die Karten (was für eine Ironie!) für den weiteren Saisonverlauf, der mit diesen Treffern vorallem das Torverhältnis weiter aufwertet.

Während der Partie lernte ich außerdem den symphatischen Pressesprecher des Union Henndorf kennen, mit dem sich ein sehr angenehmes Gespräch entwickelte und mir kleine Einblicke in das interne Vereinsleben gewährte - viele Grüße an der Stelle!

Mit diesem kuriosen Spielverlauf und der verbundenen Gastfreundlichkeit der Heimischen bleibt mir der Besuch im Salzburger Land somit in bester Erinnerung und wer weiß - vielleicht sieht man sich eines Tages auswärts wieder, in der Salzburger Liga!

21.04.2018- Mondsee/Oberösterreich
Arena
300 Zuschauer
Landesliga West


Union Mondsee - SV Schalchen 3:0

Das bereits dritte Fußballspiel des Tages stand für mich an, allerdings ohne viel Pause zwischen den Partien! Nach dem verspäteten Schlusspfiff um 16 Uhr beim Union Henndorf führte mich der Weg 17 Kilometer retour nach Oberösterreich zur Marktgemeinde Mondsee in das Hauruckviertel,  dass von der Salzburger Landesgrenze nur einen Steinwurf entfernt liegt!

Für die Kultur gab es diesmal keinen geeigneten Zeitpolster, schließlich hatte man mit dem Fußball ein vollgepacktes Tagesprogramm am Start. Zehn Minuten vor dem Einlauf beider Mannschaften kam ich am Hintereingang der Arena an, der noch einige freie Parkplätze parat hatte. Bereits beim Betreten des Vereinsgeländes hatte ich ein gutes Gefühl von der Sportanlage, die ich nicht vorenthalten möchte:

Während die große überdachte Tribüne schon am Anfang sehr voll wirkte, baute der Klub unmittelbar daneben ein weiteres Vereinshaus das sich in zwei Abschnitten teilte. Während unten die hochmodernen Spielerkabinen gebaut wurden, konnte man über einen Aufgang die ebenso moderne und große Kantine erreichen, die zusätzlich mit schützenden Sonnenschirmen und einer Terrasse für eine Vielzahl an Besucher ausgestattet war.

Organisationstechnisch kann man bei einem großen Besuch mit Sicherheit die nötigen Maßnahmen ergreifen, um ein volles Haus zu garantieren! An diesem Spieltag fanden sich offiziell 300 Zuschauer, die gegen den Nachzügler aus SV Schalchen als großer Favorit gehandelt werden konnten!

Nach der Gründung 1962 entstanden laut aktuellen Stand vier weitere Sektionen neben der wichtigsten Sportart der Welt, darunter Karate, Eissport oder Tischtennis. Wie man bei den Recherchen feststellte stellt der Verein sogar einen Fanbus zur Verfügung, mit dem man  gegen ein kleines Taschengeld zu den Auswärtsspielen gelangt ohne selbst fahren zu müssen.

Trotz des großen Unterschiedes in der Tabelle standen sich hier die aktuellen Aufsteiger und Meister aus den Bezirksligen West und Süd gegenüber, dessen Saisonziele nicht unterschiedlicher hätten sein können. Während die Union Mondsee auf Platz 3 liegt und sich direkt hinter den beiden Marchtrenker Vereinen einreiht, kämpfen die Gäste um den Klassenerhalt in der sonst eher ausgeglichenen Spielklasse.

Zum Spiel: Bereits mit dem allerersten Angriff stand es schon 1:0 für die Heimischen nach nicht mal einer gespielten Minute - ein Traumstart, wie er im Buche steht! Für die ohnehin abstiegsgefährdeten Gäste war dieser Umstand natürlich sehr schwierig zu verdauen, wenn man schon mit einem Rückstand in die Partie startet.
In Folge kontrollierte die Union Mondsee das Spielgeschehen ohne viel Aufwand und ging nach einem Strafstoß in Minute 45 mit einem schönen Vorsprung in die wohlverdiente Pause!
Wie fast schon erwartet passierte im zweiten Durchgang nicht mehr allzuviel, man könnte fast schon sagen "die einen wollten nicht - die anderen konnten nicht". Mit dem 3:0 in der 50 Minute war auch dieses Heimspiel schnell entschieden gegen einen Gegner, der die Partie schon nach einer Minute verschenkte.

Die Leistung am Spielfeld und die vielseitige Sportanlage macht den Verein sehr symphatisch und vermittelt auch ein wenig den Eindruck, dass sie auch noch höherklassiger spielen könnten. Ob in Zukunft die OÖ Liga am Fokus steht? Ich würde es mir auf jeden Fall wünschen, dessen Klub eine große Bereicherung darstellt für den Westen Oberösterreichs..

Kurios: Bei der Trinkpause mitten im Spiel erkannte besonders ein Spieler den Sinn dieser zusätzlichen Pause, die er mit folgenden Worten perfekt herausbrachte: "Des Wasser brauch ma wie a Stück Brot daham.." ;-))

21.04.2018- Köstendorf/Salzburg
Eisbach Arena
150 Zuschauer
2. Landesliga Nord


USV Köstendorf - USK Obertrum 1:1

Endspurt in Köstendorf! Nach den Spielterminen um 10:30, 14:00 und 16:30 wurde mit dem Anpfiff um 18:30 das letzte Spiel des Tages in der zweiten Landesliga Nord gestartet - doch der Reihe nach..

Nach meiner Ankündigung an die Funktionäre des Klubs bekam ich kurz vor meiner Abfahrt sogar eine positive Antwort zugesendet mit der es problemlos durch die Kassa ging, die unmittelbar neben der Tribüne ihren Sitz hatte.

Generell gestaltet sich auch das Parken relativ einfach, da der Sportplatz in der Wohngegend liegt und direkt daneben die auffällig gebaute Volksschule steht! Über die „Eisbach-Arena“ gab es trotz des Sonnenuntergangs einige Worte zu verlieren:

Die überdachte Tribüne ist das eigentliche Schmuckstück auf dem Vereinsgelände, dass zusätzlich eine große Kantine zur Verfügung hat. Ein großes Merkmal sind die vielen aufgehängten Schals die schon seit vielen Jahren hängen dürften, aber zumindest mit den richtigen Vereinen wie beispielsweise der SV Austria Salzburg oder TSV 1860 München.

Bei der üblichen Runde um den Sportplatz fielen dem neutralen Beobachter weitere gute Winkel auf, die natürlich sofort auf die Kamera gebracht worden sind!
Von der Hintertorseite hatte man den besten Blick in Richtung Tribüne, der grünen Volksschule und sogar der örtlichen Pfarrkirche, die klar sichtbar im Hintergrund auftrumpfte.

Weiters gab es mit einem großen Heißluftballon ein tolles, wenn auch ungeplantes Spektakel, dass fast unmittelbar neben der Sportanlage zur (u)spektakulären, aber erfolgreichen Landung ansetzte!

Sportlich gesehen spielt der USV Köstendorf schon seit einigen Jahren in der zweiten Landesliga Nord, was der sechsthöchsten Spielklasse in diesem Bundesland entspricht. Meistens landeten sie in der jüngeren Vergangenheit im vorderen Mittelfeld, diese Saison können sie sich sogar Chancen auf die Top 3 ausrechnen.

Umso besser war natürlich der Umstand, dass mit dem USK Obertrum ein direkter Konkurrent angereist kam und somit die Rede vom „Spiel der Runde“ war. Diesmal startete der Schiedsrichter die Partie überpünktlich…

Zum Spiel: In einer hart geführten Partie hagelte es einige gelbe Karten auf beiden Seiten, vor allem das Publikum zeigte sich von der hochemotionalen Seite. Nach der torlosen ersten Halbzeit starteten die Gäste mit einem wahren Blitzstart, denn nach 46. Minuten stand es 0:1 aus der Sicht der Heimischen!
Je näher man dem Abpfiff kam, umso unruhiger wurde es am Spielfeld.. und prompt gelang der umjubelte Ausgleich mit dem 1:1 in der 91. Spielminute. Ein Drama, dass insgesamt keinen Sieger verdient hat aus neutraler Sicht und den Kampf um Platz 3 weiterhin offen lässt!

Nach Spielende war es auch für mich an der Zeit den Heimweg von knapp 2,5 Stunden anzutreten. Als Souvenir gab es diesmal ein kostenloses und schmerzvolles „Geschenk“ mit nach Hause, nämlich den heftigsten Sonnenbrand der letzten Jahre der mich noch einige Zeit an meine Naivität erinnern wird…

Kurios: Mitte der ersten Halbzeit tauchte plötzlich ein in schwarz gekleideter Mann im Anzug auf und gab besonders ernste Anweisungen an die Spieler. Von den Zuschauern „das Phantom“ genannt, musste auch er von der Seitenlinie nach mehrmaligen Forderungen (!!) weichen um die Sicht nicht gänzlich zu versperren.. ;-))

20.04.2018- Altruppersdorf/Niederösterreich
Sportplatz
100 Zuschauer
2. Klasse Weinviertel Nord


USV Altruppersdorf - SCU Altlichtenwarth 2:2

Die Rückrunde ist endlich wieder im maximalen Spielbetrieb angekommen und so stellt sich die übliche Frage, wohin es zum Start des neuen Wochenendes gehen könnte. Diese Überlegung wurde mir dank dem geschätzten Kollegen Brucki erspart, denn es war ein Vorschlag den man durchaus annehmen konnte!

Zuerst ging meine spannende Autofahrt zum Sportplatz des UFC Wildendürnbach, von wo mein heutiger Mitstreiter das erste Spiel verfolgte dank der ungewohnt frühen Anstoßzeit um 17:45. Von dort ging es gemeinsam nur zehn Minuten weiter in die Kastralgemeinde nach Altruppersdorf, die den Anpfiff um die übliche Uhrzeit (19:30) vollzogen.

Nachdem man relativ schnell einen Parkplatz in der Nähe des Eingangs fand, hatte man noch genügend Zeit um sich vom Sportplatz ein geeignetes Bild zu machen. Diese sollte sich für Fotografen als sehr angenehm erweisen:

Das Vereinsleben der Funktionäre und der Zuschauer fand zu 98% auf der Längsseite statt, wo man das Vereinshaus erbaute. Während sich im linken Teil die Spielerkabinen befinden, wurde die andere Seite von den zahlreich gekommenen Zuschauern genutzt die nebenbei eine sehr schicke Kantine zur Verfügung hatten!

Sehr positiv war bei der Umrundung des Spielfeldes das Wetter bzw der Sonnenuntergang im Hintergrund, der unglaublich schöne Fotos auf die Kamera zauberte und das Fußballherz höher springen ließ. Aber auch über den Verein selbst gibt es eine dementsprechende Chronik aufzuweisen.

Die ersten Aktivitäten des Klubs Mitte der 70er Jahre führten zur offiziellen Gründung im Jahr 1979. Seitdem haben sie in ihrer Geschichte schon die erste Klasse erreichen können, aber in der jüngsten Vergangenheit spielten sie im unteren Mittelfeld der noch damaligen zweiten Klasse Pulkautal eine eher untergeordnete Rolle!

Nach der Zusammenlegung zweier Spieklassen 2017 wechselten die verbleibenden Vereine in diverse andere Ligen, wobei der USV Altruppersdorf in der zweiten Klasse Weinviertel Nord sofort Fuß fasste.

Dort spielen sie aktuell sogar um den Aufstieg und liegen mit dem besten Angriff der Liga auf den ersten Tabellenplatz, der gegen den Nachzügler aus Altlichtenwarth natürlich Favorit war. Böse Zungen würden in diesem Fall von "Alt-Derby" sprechen, dass aber weder bestätigt noch dementiert werden konnte..

Zum Spiel:  Obwohl die Heimischen dreimal soviele Punkte am Konto haben als der Gegner, nahmen die Gäste tatsächlich den Kampf an und bereiteten dem Tabellenführer enorme Probleme. Nicht unverdient ging der Underdog während der Partie mit 1:0 in Führung, was auch der Halbzeitstand war!
Sehr spannend gestaltete sich vorallem die zweite Hälfte. Während die Gäste das 2:0 mehrfach verpassten, gelang aus dem Nichts der Ausgleich sowie der Führungstreffer in der 86. Minute für die Heimischen, die aber die Rechnung ohne dem überraschend starken Gegner gemacht haben.
Mit einem weiteren Angriff (sechzig Sekunden nachdem 2:1) ging das runde Leder ein weiteres Mal ins Gehäuse, was den 2:2 Endstand endgültig besiegelte!

Der USV Altruppersdorf erwischte wahrlich keinen guten Tag, wobei man den Mittelständler aus Altlichtenwarth loben muss für die kämpferische Einstellung. Am Papier war diese Partie eine klare Sache, doch am Rasen kommt es wie so oft meist anders - das ist Fußball.

Mit dem im zweiten Durchgang dazugekommenen
Andreas konnte zu Dritt noch einiges an Informationen ausgetauscht werden, ehe es nach Spielende an der Zeit war den heiligen Rasen wieder zu verlassen und den verhältnismäßig kurzen Heimweg anzutreten. Ein guter Auftakt in ein hoffentlich noch besseres Wochenende...

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