Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt
14.09.2018 – Rabensburg/Niederösterreich
Sportplatz
150 Zuschauer
2. Klasse Weinviertel Nord


ESV Rabensburg – USC Wetzelsdorf 2:1

Kurz vor meinem großen Jubiläum sollte das Wochenende nach den zuletzt sieben (!) besuchten Fußballspielen binnen drei Tagen eher locker angegangen werden. Ein Blick auf den Spielplan reichte um sofort zu wissen, dass es diesmal in die unmittelbare Nähe der tschechischen Staatsgrenze gehen würde!

Die Gründe für die Partie beim Eisenbahnsportverein Rabensburg (kur ESV) sind auch schnell erklärt:

Neben der angenehmen Anstoßzeit um 17 Uhr stand in der zweiten Klasse Weinviertel Nord zusätzlich der Schlager der Runde an, denn die noch ungeschlagenen Heimischen standen dem USC Wetzelsdorf gegenüber, die mit fünf Siegen in ebenso vielen Spielen einen perfekten Start hinlegten.

Bei einer Anfahrt von knapp hundert Kilometern ging meine Reise schon um kurz nach 15:30 los, um beispielsweise das Auto aufzutanken und anschließend in aller Ruhe zum Ziel zu gelangen.

Der übliche Verkehrsstress erwartete mich auf der Strecke in die Marktgemeinde ebenfalls nicht, was hauptsächlich geographische Ursachen hatte – vor allem, wenn man den Ort auf der Landkarte sucht. Auch der neue Autobahnabschnitt spielte eine große Rolle, der solche Fahrten spürbar einfacher macht!

Gute zehn Minuten vor Anpfiff kam ich bei der Sportanlage des ESV Rabensburg an, die sehr gut beschrieben war und im Internet eine Adresse zur Verfügung hatte. Bei der Parkplatzsuche wurde mir die Bedeutung dieser Partie erstmals richtig bewusst:

Mindestens 95% der Straße könnte man als komplett zugeparkt bezeichnen, bei der es nur von fremden Kennzeichen wimmelte. Während meine Wenigkeit noch eine halbwegs gute Position ergatterte musste der nachfolgende Rest noch seine Einpark-Künste beweisen, die mehr oder weniger auch gutgegangen sind.

Ebenfalls am Sportplatz aktiv waren meine geschätzten Kollegen Andreas und Brucki, die nach Spielende weiterzogen um ein zweites Meisterschaftsspiel eine Spielklasse höher zu begutachten!

Über die Sportanlage des 1924 gegründeten Vereins gab es von Anfang an nur positive Worte zu verlieren. Direkt neben dem Kassatisch stand im Anschluss das kleine Vereinshaus, in dem eine Überdachung angebracht worden ist. Sehr schön gestaltet ist auch die Kantine gewesen, die mit viel Platz herausstach und den Zuschauern Speis und Trank garantierte.

Während der Großteil der Gäste auf der Längsseite bei der Tribüne saß, hatte man gerade von der Position eine höchst angenehme Sicht auf das Umfeld:

Hinter dem Spielfeld hatte man nicht nur direkt die örtliche Pfarrkirche im Hintergrund, sondern auch das Schloss (!) hinter dem Tor – für die Fotoperspektive ein wahres Highlight und eine Freude, dass es überhaupt noch solche altehrwürdigen Ansichten überhaupt noch gibt!

Seit der Umbenennung in die zweite Klasse Weinviertel Nord im Spieljahr 2011/2012 festigt sich der Klub weitestgehend im Mittelfeld der Tabelle. Doch in dieser Saison ist es ein wenig anders…

Mit vier Siegen aus ihren bisherigen vier Meisterschaftspartien standen sie bis dato immer noch mit einer weißen Weste da. Im direkten Duell gegen einen Konkurrenten hatte man den wichtigen Heimvorteil, den sie unbedingt ausnutzen wollten vor einer guten Zuschauerkulisse.

Zum Spiel: Von Anfang an zeigten beide Mannschaften den Drang in die Offensive und hatten mehrfach richtig gute Tormöglichkeiten – es hätte auch gut und gerne 7-8 Treffer geben können, wären nicht die großartigen Torhüter zur Stelle gewesen.
Als schon alles nach einem gerechten Remis aussah, schlugen die Rabensburger nochmal in der Nachspielzeit aus dem Nichts zu und sichern sich somit den nächsten Sieg in der noch jungen Saison!

Insgesamt kann ich von einem sehr guten und angenehmen Auftakt am Freitagabend sprechen. Es gab nicht nur eine sehr schöne Sportanlage zu bestaunen, sondern auch ein richtig feines Fußballspiel auf den Rasen das mehr oder weniger fair verlief.

Kurios: Trotz des erfreulichen Umstandes gab es nach Spielende überraschend wenig Jubelszenen, da es die Spieler vorzogen lieber schnell zurück in die Kabine zu gehen. Ob es im Vorfeld Probleme mit den Ultras gegeben hat, konnte ich an dieser Stelle leider nicht feststellen… ;-))

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