Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt
06.04.2018 - Sankt Marienkirchen  a.d. Polsenz/Oberösterreich
Arena
300 Zuschauer
OÖ Liga
Ground #906

ASV St.Marienkirchen/P. - WSC Hertha 1:1

Im Fußball gibt es oft solche Tage, die von Änderungen und Überraschungen geprägt sind. Dank diverser Umstände eines geschätzten Kollegen sollte auch der wettermäßig perfekte Freitag so einer sein!

Die private Einladung vom Verein nahm
Brucki an diesem Spieltag an, allerdings mit mir im Gepäck dank der Nachfrage - ursprünglich sollte es in die Nähe von Wr.Neustadt gehen, aber der Gedanke an die viertklassige OÖ Liga gewann schlussendlich doch die Oberhand.

Auf der zweistündigen Hinfahrt in das Hausruckviertel hatte man zwar starken Verkehr zu beklagen, aber die zum Teil langen Staus fanden glücklicherweise auf der anderen Seite der Autobahn statt. Richtig spannend wurde es am Schluss in den letzten Kilometern, wo ein Traktor auf der Landstraße (!) eine riesige Autokolonne verursachte und uns einige Minuten kosteten - aber dank dem eingeplanten Zeitpuffer nicht den Anpfiff.

Nachdem relativ schnell ein günstiger Parkplatz gefunden war, ging es ebenso zügig zum Vereinsgelände des ASV St.Marienkirchen/P., dass offiziell den Status einer Marktgemeinde trägt mit knapp über 2.000 Einwohnern!

Umso überraschender ist die Tatsache, dass hier seit geraumer Zeit "Viertligakost" geboten wird. Aber auch das hat seine Gründe:

Wie man von Insidern erfuhr, kämpfte sich der 1968 gegründete Klub mit dem eigenen Nachwuchs stückweise immer weiter nach oben bis in die OÖ Liga! Wenn man bedenkt, dass man vor einigen Jahren noch im Mittelfeld der Bezirksliga (!) stand ist diese Nachwuchsförderung am Ende Gold Wert und somit ein absolutes Musterbeispiel im gesamten österreichischen Unterhausfußball!

Nicht nur diese Tatsache sollte mich nachhaltig beeindrucken. Beim genauen Blick auf die "Arena" fiel dem geschulten Auge einige Dinge auf, die ich genauer zu Papier bringen möchte.

Fast bis auf dem letzten Platz gefüllt war die überdachte Tribüne auf der Längsseite, die somit ihren Zweck voll erfüllte. Geht man von dort weiter in Richtung der Hintertorseite steht nicht nur das Vereinsklubhaus, sondern auch die hervorragende Küche die natürlich mit ausgezeichneten Bosnern glänzen konnte!

Von dort hatte man den wohl besten Gesamtüberblick, denn mit der Tribüne und der örtlichen Pfarrkirche im Hintergrund ergaben sich bei besten Tageslicht wunderbare Bilder, die schlussendlich dem Fotograf noch mehr motivierten und große Freude bereitete.

Im bereits dritten Jahr der OÖ Liga kämpft ASV St.Marienkirchen/P. um jeden einzelnen Punkt und somit um den wichtigen Klassenerhalt - der auch in dieser Saison erreicht werden soll. Gegen den angereisten Gast aus Hertha WSC Wels, die in der Tabelle auf den dritten Platz verweilen hatten die Heimischen auf dem Papier nichts zu verlieren:

Die Welser hatten vor Spielbeginn nicht nur doppelt so viele Punkte auf dem Konto, sondern auch doppelt so viele Tore erzielt - zusätzlich endete das Hinspiel im Herbst in einem Debakel (8:2). Trotz dieser fast schon eklatanten Unterschiede lehrt uns der Sport, dass solche Fakten am Spielfeld nichts mehr Wert sind wenn man sich Auge in Auge gegenüber steht...

Zum Spiel: In einer rassigen und attraktiven Partie standen viele kleine Fouls an der Tagesordnung, aber auch die offensiv ausgetragenen Angriffe beider Mannschaften machten es umso spannender.
Wie erwartet erzielten die Gäste zwar vorübergehend die Führung, mussten aber im zweiten Durchgang den Ausgleich hinnehmen der bis zum Schlusspfiff tatsächlich halten sollte!

Sehr umstritten bewertete das emotionale Publikum die heutige Schiedsrichterin Julia Baier, die trotzdem die Ruhe behielt und ihren Status gerade dann behauptete - nicht weniger als acht gelbe Karten wurden verteilt, vier auf jeweils einer Seite - an dieser Stelle schöne Grüße.

Ebenfalls bedanken möchte ich mich bei den Vereinsoffiziellen die auch mich mit offenen Armen empfangen haben und uns sogar mit den Köstlichkeiten des Hauses beglückten. Vielen herzlichen Dank für die Gastfreundschaft, dem Bericht widme ich natürlich den Verein höchstpersönlich!

Mit einem höchst positiven Gefühl ging es nach Spielende wieder langsam retour in die Heimat, wo bereits über die nächsten Projekte diskutiert wurde - das runde Leder rollt jetzt endgültig wieder nach der harten Winterpause....
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