Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt
08.12.2018 – Nova Gorica/Slowenien
Sportni Park
1.000 Zuschauer
1. SNL


ND Gorica – NK Olimpija Ljubljana 1:3

Bereits am Anfang der Woche wurde der Ausflug nach Slowenien mit meinen Mitfahrern beschlossen. Insgesamt sollte es ein langer Tagesausflug werden mit einem Meisterschaftsspiel, dass speziell für mich viel Bedeutung hatte!

Nach einer kurzen Nacht klingelte der Wecker schon um 5:45 bevor es nach einem gemütlichen Kaffee noch schnell zur Tankstelle ging, um das Auto voll aufzutanken. Auf dem langen Weg nach Nova Gorica (über 500 Kilometer) sammelte ich meine motivierten Weggefährten Andreas und Brucki ein, ehe die Fahrt in voller Anzahl begann:

Der Verkehr erwies sich im Dezember und angesichts der unchristlichen Uhrzeit als nahezu perfekt – nur das Wetter zeigte bis kurz nach Ljubljana seine schlechte Seite, doch auch dieses Problem löste sich kurz vor der Ankunft in Luft aus!

Aufgrund der geographischen Lage kamen wir zusätzlich in den Genuss, die italienische und die slowenische Seite von Nova Gorica zu erkunden.

Bei wolkenlosen Himmel und viel Sonnenschein standen auch zwei schicke Sportanlagen auf dem Programm, aber auch die kulturellen Besichtigungen wie die historische Burg oder deren Altstadt durften auf gar keinen Fall fehlen!

Etwa dreißig Minuten vor Spielbeginn gab es beim Sportni Park immer noch genügend Parkplätze auf der Hauptstraße. Dieser Umstand war zwar im ersten Augenblick positiv, macht einem aber klar wie wenig der Fußball in Slowenien eine Rolle spielt.

ND Gorica gründete sich 1947 aus einer Fusion mehrerer Klubs, wobei Vereinsname immer wieder wechselte, vor allem in der Anfangsjahren. Seit der slowenischen Unabhängigkeit 1991 hat der Verein einen festen Platz im Fußball eingenommen:

Ab dieser Einführung ist man als Gründungsmitglied immer noch in der höchsten Spielklasse aktiv und zählt neben den Großklubs Olimpija Ljubljana und NK Maribor zu den erfolgreichsten des Landes.

Vier Meistertitel (zuletzt 2006) und drei Pokalsiege stehen auf ihrer Habenseite und in der jüngsten Vergangenheit hat sich der Klub zwischen Platz 3-5 zumeist etabliert - was man an den regelmäßigen Qualifikationsrunden der Europa League deutlich merkt!

Über den Pressebereich konnten wir das Stadion schließlich betreten, wobei ich unten am Spielfeld für die Fotos verantwortlich war. Über den Sportni Park gibt es ebenfalls interessante Fakten…

Erst 1964 wurde hier die Eröffnung gefeiert und hat eine große Tribüne, die sich über die gesamte Längsseite erstreckt. Gegenüber stand der Gästesektor, der von einigen Dutzend Leuten aus Ljubljana gefüllt worden ist und für ein wenig Stimmung sorgte. Ebenso aktiv war eine kleine Fanszene der Heimischen, die bei diesem Gegner wohl alles mobilisierten und mit großer Motivation aufgetreten sind!

In dieser Saison kämpfen die Heimischen und den Anschluss der Top 5. Man ist zwar nicht im Abstiegskampf verwickelt, Platz 7 ist dennoch eine Enttäuschung.

Für Olimpija Ljubljana ging es ebenfalls um Schadensbegrenzung, denn zwölf Punkte Rückstand auf Maribor ist viel zu wenig – das weiß auch der ehemalige Coach von SK Rapid Wien Zoran Barisic, der mit den Gästen eine 6:2 Niederlage einstecken musste am letzten Spieltag…

Zum Spiel: Wie erwartet hatte der Favorit viel Ballbesitz, die Tore fielen aber erstmal durch Elfmeter. Je einer wurde für beide Klubs zugesprochen und auch direkt verwandelt, was den 1:1 Halbzeitstand auf den Punkt brachte.
Im zweiten Durchgang hielt die Verteidigung schlussendlich dem Druck nicht mehr stand und fing sich aus der laufenden Partie zwei Treffer ein, wobei die Gäste noch ein, zwei weitere gute Möglichkeiten vergaben!

Der Sieg geht aufgrund der Spielstärke auf jeden Fall so in Ordnung und festigt dem großen Klub aus Ljubljana weiterhin Platz 2. ND Gorica hingegen kämpft weiterhin um den Anschluss ins Tabellenmittelfeld, denn fünf Siege aus 19 Partien sind definitiv zu wenig.

Für meinen Mitfahrer Brucki und mich bedeutet dieser Besuch die erstmalige Komplettierung der höchsten Spielklasse Sloweniens. Ironischerweise war es auch von der Distanz die längste Anreise – hin und zurück saß man etwa knapp über zehn Stunden im Auto, bei über eintausend Kilometern…

Trotz diesen verrückten Fakten hat man nicht nur die Komplettierung in der Tasche, sondern auch eine beeindruckende Besichtigung von der Stadt Nova Gorica! Ein perfekter Abschluss im Ausland für das Jahr 2018…

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