Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt
10.06.2018- Bregenz/Vorarlberg
Bodenseestadion
400 Zuschauer
Vorarlbergliga
Ground #963


Schwarz-Weiß Bregenz – BW Feldkirch 2:1

Der dritte Tag der Tour sollte erstmal mit einem guten Frühstück beginnen, ehe es mit meinen Mitfahrern nur ein kurzes Stück mit dem Auto weiter gehen sollte.
Wegen der Live-Übertragung im österreichischen Fernsehen konnte glücklicherweise der zweite, große Traditionsverein im schönen Vorarlberg besucht werden: Schwarz-Weiß Bregenz, seines Zeichens ehemaliger und langjähriger Bundesligist!

 

Bereits eine halbe Stunde vor dem ungewohnt frühen Anpfiff um zehn Uhr fand man auf dem großen Arial mit Leichtigkeit einen günstigen Parkplatz im Schatten. Die letzten Meter wurden deswegen schnell per Fußweg erledigt, bevor die ersten Fotos des Tages abgelichtet werden konnten – und das sicherlich nicht zu wenig:
 
Am Eingangs- und Kassabereich sieht man schon die etwas anderen Größenordnungen, dass hier mal in der höchsten Spielklasse gespielt worden ist. Das Casino – bzw. Bodenseestadion hat trotz der Jahre eine interessante Geschichte aufzuweisen!
 

Man hat mit einer Kapazität von aktuell 12.000 Zuschauern nicht nur das größte Stadion des Bundeslandes. Nach der Fertigstellung im Jahr 1951 wurden vom Verein immer wieder Änderungen vorgenommen wie beispielsweise eine Überdachung auf der Gegentribüne, wobei man das heutige Aussehen ab Mitte/Ende der 90er aufweist.

Generell ist das Stadion frei betretbar gewesen, was es auch für die Zuschauer einfach machte. Vor allem den Gästesektor hinter dem Tor erkannte man noch sehr gut, was den alten Charme dieser Sportanlage nochmal deutlich unterstrich.

Während die große Haupttribüne der große Anlaufpunkt der normalen Fans war, stand direkt gegenüber auf der zweiten Gegentribüne der offizielle Fanklub. Dieser sorgte während der Partie für einiges an Furore mit einer Choreo, vielen Bengalen und einer generell guten Stimmung vor insgesamt 400 Zuschauern!

 

Mit insgesamt zwölf verbrachten Jahren in der österreichischen Bundesliga ist Schwarz-Weiß Bregenz die unangefochtene Nummer 1 in Vorarlberg. Bereits in früheren Jahrgängen wie 1954 sah man hier schon Duelle in der höchsten Liga, bevor man nach einer längeren Pause ab dem Ende der 90er wieder an alte Erfolge anknüpfte.
 

In dieser aufstrebenden Zeit gelang es ihnen sechs Jahre in der Bundesliga mitzuspielen (1999-2005) ehe ein Konkurs wegen finanzieller Probleme alle Hoffnungen zerstörte und der Klub sich anschließend neugründete in der fünftklassigen Landesliga!
 

Ab dem Zeitpunkt gelang ihnen relativ schnell der Durchmarsch in die Regionalliga West, wo man sich bis 2014 im Mittelfeld hielt und seitdem ein wenig festzustecken scheint zwischen der RLW und der Vorarlbergliga. In der zweiten Saison sieht man aber schon einiges Verbesserungen…
 

Mit einem respektablen vierten Tabellenplatz sind sogar noch alle Chancen auf Platz 2 in dieser Spielzeit vorhanden, vorausgesetzt man schlägt den abstiegsgefährdeten Gast aus Feldkirch.

Dies sollte eigentlich keine allzu große Hürde darstellen, vor allem weil man mit dem ehemaligen Nationalspieler Michael Baur einen erfahrenen Mann an der Seitenlinie hat – sportliche Grüße an der Stelle und vielen Dank für den kostenlosen Eintritt, der dank der Vorankündigung möglich gemacht werden konnte!

Zum Spiel: Bereits in der Anfangsphase übernahmen die Heimischen die Kontrolle und gingen verdient mit 1:0 in Führung.
Durch einen Strafstoß kurz vor der Halbzeitpause stand es plötzlich wieder Unentschieden, was den Spielverlauf dementsprechend beeinflusste.
Lange dauerte es bis zur Entscheidung, die zum zweiten Mal in Form eines Elfmeters zugesprochen wurde! Trotz Überzahl und zwei roter Karten für BW Feldkirch behielten sie die Nerven und machten in der Nachspielzeit den goldenen Treffer zum schlussendlich 2:1 Endstand.

Mit diesem Sieg rückt der Traditionsklub schon auf Platz 3 vor – mit nur zwei Punkten Rückstand auf den Zweitplatzierten.

Sollte die Glücksfee mitspielen, ist der Vizemeistertitel absolut in greifbarer Nähe und bestätigt die gute Arbeit des Trainers sowie der topmotivierten Spieler – die langfristig mit Sicherheit wieder in höheren Spielklassen ihr Können unter Beweis stellen werden…

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