Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt

18.10.2020 – Ottendorf an der Rittschein/Steiermark

Sportanlage
98 Zuschauer
Frauenlandesliga

Ground #1.264

 

DFC Ottendorf – FC Lankowitz 4:6

                                     

Die zweite und bewusst letzte Partie des Tages führte mich direkt am Heimweg zur Frauenmannschaft des SV Ottendorf. Dort wurde mit dem 1000sten besuchten Stadion in Österreich ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert, dass einmal mehr in der Frauen Landesliga verbracht worden ist!

 

Während die Herren aktuell in der ersten Klasse Süd verweilen, gibt es beim ursprünglich 1964 gegründeten Klub auch bei den Frauen einiges zu erzählen:

 

Seit 2008 besteht die Frauensektion des DFC Ottendorf, die sich trotz der geringen Einwohnerzahl als Gemeinde(1.500) über die Zeit eine solide Basis aufgebaut haben. Mittlerweile laufen sie in der drittklassigen Landesliga dem runden Spielgerät mehr als erfolgreich hinterher, dass deren gewonnenen Meistertitel absolut beweisen.

 

Binnen zwei Saisonen (2016/17 – 2017/18) gelang ihnen das Kunststück, die viertklassige Oberliga als Meister zu verlassen und als frischgebackener Aufsteiger die Landesliga ebenfalls als Tabellenführer zu beenden. Seitdem sind sie dauerhaft in den Top 5 der Liga vertreten, was den Verein zu einem absolut vollwertigen Mitglied macht!

 

Nach einer kurzen Schlossbesichtigung am Hinweg kam ich dreißig Minuten vor Spielbeginn am Sportplatz an, der relativ viele Parkplätze zur Verfügung stellte.

 

Von dort kam man anschließend ohne Schwierigkeiten zum stark eingezäunten Sportplatz, der mit der Zeit immer voller wurde was die Zuschauer betrifft:

 

Knapp hundert Fußballfans ließen sich den Schlager der Runde gegen den Tabellenführer aus Lankowitz nicht entgehen, dessen Entscheidung wohl kein einziger bereuen sollte. Für mich stand allerdings noch die übliche Fotorunde an, die auf der Hintertorseite begann…

 

Während auf der Längsseite die Hälfte der anwesenden Zuseher die Sitzplätze einnahmen, stand hinter dem Tor das beliebte Vereinshaus. Dort gab es nicht nur einen Ausschank samt aufgestellter Spielanzeige, sondern auch die Kabinen der Mannschaften, dessen Weg nur über die Stufen auf den grünen Rasen führte!

 

Meine spontane Ankündigung bei den Vereinsoffiziellen wurde tatsächlich direkt am Platz vor Anpfiff beantwortet. Katharina Lang, ihres Zeichens eine erfahrene Spielertrainerin mit knapp 250 Einsätzen und 56 erzielten Treffern, hieß mich in einem kurzen Gespräch herzlich Willkommen bevor schon bald der Schiedsrichter die Partie startete.

 

Zum Spiel: Nach der schnellen Führung der Gäste brachte der zwischenzeitliche Ausgleich wenig ein, weil per Doppelschlag binnen zwei Minuten der Spielstand erst recht ausgebaut worden ist zum 1:3 Halbzeitstand.

Mit dem zwischenzeitlichen 1:5 nach 54. Minuten sah alles nach einem sicheren Auswärtssieg aus, doch dank der Kampfbereitschaft und der Motivation seitens der Heimelf wurde die Schlussphase nach dem erzielten 4:5 nach 83. Minuten (!) nochmals extrem spannend gemacht! Trotz einer langen Nachspielzeit von sieben Minuten nutzten die Frauen aus Lankowitz einen entscheidenden Konter aus und netzten endgültig zum 4:6 ein, ehe der Referee das kuriose Fußballspiel beendete.

 

Viel besser hätte ich mir mein Jubiläum nicht ausmalen können. Die Emotionen sowie die ständige Anspannung im zweiten Durchgang ließen mich einmal mehr daran erinnern, wieso es in den nächsten Jahren hoffentlich weitaus mehr werden als die aktuellen 1.000 Stadien im wunderschönen Österreich!

 

Trotz der bitteren Niederlage wird der DFC Ottendorf gestärkt aus dem Ergebnis herausgehen, wofür die Spielertrainerin Katharina Lang sicherlich sorgen wird. Zu erfolgreich war die Frauensektion in den letzten Jahren, um sofort den Kopf in den Sand zu stecken und bei einem 1:5 Rückstand das Spiel nochmals spannend zu machen.

 

Für mich ging es nach Spielende endgültig in die Heimat, um das Jubiläum wirken zu lassen und auch die Partie zu verdauen – denn das war Werbung für den Frauenfußball, wie man ihn als neutraler Beobachter immer sehen möchte!

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