Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt
18.05.2018- Sankt Peter in der Au/Niederösterreich
Sportanlage
120 Zuschauer

1. NÖN Landesliga

 

UFC St.Peter/Au - SV Stripfing/Weiden 1:2
 
Langsam, aber sicher werden die verlängerten Wochenenden immer mehr zur Gewohnheit - was auch wiederrum bedeutet, dass man dafür mehr Fußball zu sehen bekommt. Dennoch sollte der Reiseverkehr wieder eine entscheidende Rolle spielen, wohin ich meinen Kurzausflug antreten sollte an diesem Freitagabend!
 

Allzu viel Auswahl gab es für mich in Niederösterreich deshalb nicht mehr, aber ein Spieltermin stach mir besonders ins Auge.

In der niederösterreichischen Landesliga trug der UFC St.Peter/Au sein Heimspiel schon um 18:15 aus was mich dazu veranlasste, den vorletzten noch fehlenden Ground in meiner Liste dieser Spielklasse anzugehen!

Bereits um 16:30 setzte ich mich samt meiner Kamera ins Auto, um über St.Pölten nach St.Peter/Au zu gelangen. Diese Ortschaft ist eine Marktgemeinde mit über 5.000 Einwohnern und liegt im westlichen Mostviertel, daher war meine lange Anreise von genau 1,5 Stunden wenig verwunderlich.

Trotz viel Regen während der Hinfahrt stellte ich glücklicherweise fest, dass bei meiner überpünktlichen Ankunft keine Anzeichen von Schlechtwetter in der Luft lag – sogar Sonnenschein breitete sich im Laufe der Partie aus, was sich bei der Ablichtung des Sportgeländes natürlich umso hilfreicher gestaltete!

Dank der einfach gehaltenen Adresse und den dazugehörigen Beschilderungen findet man die Sportplatzstraße relativ problemlos. Die Überraschung überwieg dennoch, als die Kapazität der Parkplätze schon etwas ausgelastet war und man einen kleinen, aber schlussendlich völlig unkomplizierten Fußmarsch hinlegen musste um noch den Einlauf der beiden Mannschaft mitzuerleben.

Fußball gespielt wird beim UFC St.Peter/Au schon seit sehr langer Zeit, denn bereits 1946 suchten sie erfolgreich um die Aufnahme im niederösterreichischen Fußballverband an. Dort starteten sie anschließend in der zweiten Klasse und entwickelten sich im Laufe der Vereinsgeschichte immer mehr zu einem soliden Landesligisten, wie man ihn heute kennt.

Seit den 90ern ist dieser Verein fixer Bestandteil der höchsten Spielklasse des Bundeslandes, mit nur Ausnahmen die eine Etage tiefer in der zweiten Landesliga verbracht worden sind. Seitdem Meistertitel 2010 haben sie sich bestens im sicheren Mittelfeld etabliert, was sich auch in der Infrastruktur widerspiegelt:

So gesehen kommt mein Besuch hier etwas zu früh, denn wie man an den Fotos erkennen wird ist der Bau der neuen, überdachten sowie hochmodernen Tribüne noch nicht ganz abgeschlossen. Zwar steht das Grundgerüst samt den Zuschauern, aber beispielsweise die Außenfassade sowie die Kantine ist immer noch in Arbeit.

Ansonsten war es für die restlichen Besucher kein Problem über den alten, noch benutzten Kabinentrakt auf die andere Längsseite zu gelangen, die mit vielen Sponsoren-Werbebanden ein durchaus interessantes Bild abgab!

Während der UFC St.Peter/Au die Saison in Ruhe fertig spielen kann und maximal noch eine Rangverbesserung anstrebt, haben die Gäste aus Stripfing andere Ziele. Im Vierkampf um den Aufstieg zählt jetzt im Saisonfinish jeder Punkt, aber so einfach sollte es für die weit angereisten Gäste (über zwei Stunden Fahrzeit!) nicht werden..

Zum Spiel: Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase gingen die Heimischen mit der ersten richtigen Chance tatsächlich in Führung nach gerade mal einer halben Stunde. Bis zum Pausenpfiff legten die favorisierten Gäste aber einen Gang zu und schafften den nicht unverdienten Ausgleich, bevor es retour in die Spielerkabinen ging.
Die zweite Halbzeit war von vielen, kleinen Fouls geprägt, was auch den Platzsprecher offensichtlich sehr in Rage brachte. Dennoch machten sie den Fehler, für die Partie aktiv nichts mehr zu tun und fingen sich mit einem direkten Freistoß noch den Gegentreffer zum 1:2 ein, der auch am Ende auf der Anzeigetafel stand!

Die knappe Niederlage ist keineswegs unverdient, wenn man bedenkt das man im zweiten Durchgang kein einziges Mal einen Torschuss abgegeben hat und sich nur auf die Defensive verließ.

In sportlicher Hinsicht kann man aber über das Ergebnis hinwegsehen und Vorbereitungen für die neue Saison treffen – um einerseits am Spielfeld erfolgreich zu bleiben und andererseits die Infrastruktur wie geplant fertig zu bringen!

Kurios: Wie bereits erwähnt zeigte besonders der Platzsprecher einige Emotionen und kritisierte im Minutentakt den Schiedsrichter. Mit seinem originalen Spruch „Pass jo auf, wir san im Mostviertel“ konnte er sich selbst ein Lachen nicht verkneifen...

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