Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt
09.09.2018 – Hochwolkersdorf/Niederösterreich
Sportanlage
140 Zuschauer
2. Klasse Wechsel


SC Hochwolkersdorf/Bromberg– SC Neunkirchen 1:4

Unmittelbar nach Spielende in Kaltenleutgeben hatte ich noch genügend Zeit in der Hinterhand, mich am Nachmittag um kulturelle Sehenswürdigkeiten zu kümmern. Hauptziel dieses Ausflugs war die Aussichtswarte Hutwisch, nur vierzig Minuten von Hochwolkersdorf entfernt die mich und viele andere Touristen mehr als positiv beeindruckte!

Trotz der schönen Landschaft sollte man den Hang zu den wirklich wichtigen Dingen niemals verlieren. Weil das Meisterschaftsspiel schon um 16:30 startete, ging es exakt eine Stunde vor Anpfiff planmäßig in die Gemeinde, die mit knapp über 1.000 Bewohnern relativ gut belebt ist.

Im Jahr 1962 gegründet, trat Mitte der 70er die Namensänderung zum heutigen Vereinsnamen SC Hochwolkersdorf/Bromberg (Kurzform „Howodo“) ein, um mit der Nachbarortschaft zu kooperieren und gemeinsam die Weichen für die Zukunft zu stellen. Dieses Vorhaben sollte tatsächlich gelingen:

Nach vier Jahren Bauzeit konnte die neue moderne Sportanlage zehn Jahre später nach diesem Bündnis offiziell eröffnet werden, die bis heute die Heimstätte ist!

Auch in sportlicher Hinsicht zeigte sich der Erfolg, als sie sogar in der Landesliga ihr Können unter Beweis stellten. Aufgrund finanzieller Probleme musste der Klub 1996 den Rückzug in die erste Klasse Süd antreten, der sie wegen einer zusätzlichen Reform bis in die allerletzte Spielklasse spülte.

Seitdem ist der Verein bemüht, auf die eigenen Spieler ein Auge zu haben und keine unnötigen, finanziellen Risiken mehr einzugehen. Auch hier merkt man als Außenstehender, wie schwer es ist eine Mannschaft zu formen und darüber hinaus auch zu halten!

Die zweite Klasse Steinfeld sowie die Wechsel wurden in der jüngeren Vergangenheit immer wieder ausprobiert, bis 2013 sogar der Meistertitel am Ende herausschaute. Im traditionell schweren zweiten Jahr erwischte es sie allerdings mit voller Härte und mussten daher wieder den Gang in die Zweitklassigkeit akzeptieren.

Über die doch recht moderne Sportanlage gibt es im Prinzip kein negatives Wort zu verlieren. Nachdem auf der Hauptstraße in der Nähe eines örtlichen Gasthauses geparkt worden ist, dauerte es nicht mehr allzu lange bis der Schiedsrichter die Partie mit leichter Verspätung begann!

Mit der tiefstehenden Sonne war es besonders für die Bilder eine größere Herausforderung als sonst, die aber zumindest auf einer Seite ihren Zweck erfüllten. Etwa 140 Zuschauer wollten dem Titelfavoriten und Gast SC Neunkirchen auf die Füße schauen, die nahezu allesamt auf der überdachten Tribüne verweilten und eine taktisch geprägte Partie zu Gesicht bekamen.

Zum Spiel: Nach einem druckvollen Beginn der Neunkirchner stand es relativ schnell 0:1, dessen Spielstand aber sehr rasch ausgeglichen wurde. Erst ab dem Zeitpunkt lieferten sich beide Mannschaften ein Duell auf Augenhöhe, dass mit diesem Unentschieden in Halbzeit eins endete!
Im zweiten Durchgang gelang den Gästen mit einem Treffer & einem Strafstoß das vorentscheidende 3:1. Die zusätzliche Ampelkarte besiegelte alle weiteren Hoffnungen auf einen möglichen Punktgewinn, den sich der Favorit doch noch schnappte und oben dranbleibt.

Mit vier Niederlagen aus den ersten fünf Spielen muss man von einem Fehlstart sprechen. Die spielerische Leistung hingegen lässt mich hoffen, dass der SC Hochwolkersdorf wieder ins vordere Mittelfeld eindringt und weg von den hinteren Tabellenregionen kommt - zutrauen würde ich es ihnen allemal!

Nach diesem Schlusspfiff ist auch für mich das intensive Wochenende vorbei. Mit sieben Partien binnen 48 Stunden kann ich nun in aller Ruhe schauen, wo mich die nächsten beiden Spiele in ein paar Tagen hinführen werden – das große Jubiläum mit 1.000 besuchten Fußballstadien steht unmittelbar bevor…

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