Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt

20.09.2020 –  Zuberbach/Burgenland

Sportplatz
120 Zuschauer
2. Klasse Süd B

Ground #1.249

 

SV Zuberbach– UFC Siget/Wart 4:0

                                     

Obwohl langsam, aber sicher die Sportplätze in der erweiterten Umgebung ausgehen gibt es immer noch Möglichkeiten, um für den Sonntag gute Alternativen zu finden. Trotz der Anreise von mindestens zwei Stunden entschied ich mich für das Derby in Zuberbach, dass ich keinesfalls bereuen sollte!

 

In Zeiten wie diesen sind die Anmeldungen bei den Vereinen wichtiger denn je. Umso erfreulicher war die positive Antwort von den Verantwortlichen, die mich bereits im Vorfeld herzlich willkommen hießen und sogar die ein oder andere Überraschung vorbereiteten, von der ich erst vor direkt vor Ort Zeuge werden würde.

 

Über die Autobahn ging meine Fahrt bis nach Oberwart, bevor im Anschluss auf Landstraßen gewechselt worden ist und die verbliebenen dreißig Kilometer in Richtung ungarische Grenze gingen. Zwanzig Minuten vor dem Anpfiff um 16 Uhr erreichte ich daher planmäßig die Ortschaft, die mit gerade einmal 200 (!) Einwohnern einen Fußballverein führt und seit 1932 auf der Fußball-Landkarte zu finden ist!

 

Vom Parkplatz in der Wohnsiedlung waren es nur mehr einige Meter Fußweg, bevor ich am schön eingerichteten Eingangsbereich ankam. Dort sah man als erstes den Flaggenmast der das Vereinslogo in seiner vollen Pracht zeigte inklusive dem Kassahaus, wo man den Vereinsnamen ebenfalls ganz groß lesen und dementsprechend abfotografieren konnte.

 

Noch vor dem Anpfiff überschlugen sich die Ereignisse in positiver Weise, die ich so nicht erwartet hätte. Beim Besorgen einer Presseweste kam ich mit der Sektionsleiterin Michelle und Klaus Brandstätter persönlich ins Gespräch, die mir noch vor dem Einlauf der Mannschaften einen Fanschal und einen großen Wimpel überreichten!

 

Obendrein kam kurz darauf die offizielle Begrüßung vom Platzsprecher, bevor man Bekanntschaft mit dem Obmann Christian Portschy machte - der mir sogar einen reservierten Sitzplatz via Presse herrichten ließ für den weiteren Verlauf.

 

Durch Corona musste man auch hier in der zweiten Klasse Süd B die zugewiesenen Sitzplätze einnehmen, dass von den zahlreichen Ordnern kontrolliert worden ist. Dank der Erlaubnis konnte die Runde dennoch mit der Presseweste angetreten werden, um den Sportplatz genauer unter die Lupe zu nehmen…

 

Während die Zuschauer die Längsseite sehr gut ausfüllten, stand gegenüber der Ostsektor in Form des Vereinshauses, der ebenfalls zahlreiche Sitzplätze zuließ. Die restlichen Fußballfans machten es sich beim Schatten im Eingangsbereich direkt hinter dem Tor gemütlich, wo man den beliebten Ausschank ebenfalls einen Besuch abstatten konnte!

 

Trotz der niedrigen Einwohnerzahl spielt der SV Zuberbach seit Jahren eine solide Rolle im Tabellenmittelfeld. Im Duell gegen den UFC Siget/Wart kam ein Konkurrent besonderer Art, der nur zehn Minuten mit dem Auto anreiste und somit einen würdigen Derbygegner abgab vor 120 Zuschauern.

 

Zum Spiel: In der eigentlich ruhigen Anfangsphase dauerte es keine dreißig Minuten, bis die Gäste in Unterzahl weiterspielen mussten aufgrund einer Ampelkarte. Diese Feldüberlegenheit machte sich am Ende bezahlt, denn spätestens im zweiten Durchgang erhöhten sie die Führung zusehends durch ein Doppelpack eines 38-jährigen Routiniers, der kurz vor Schluss seinen verdienten Applaus bei seiner Auswechslung bekam!

 

Dieser überzeugende 4:0 Sieg machte sich in der Tabelle besonders bemerkbar. Wie auch der Platzsprecher feststellte, feiert der SV Zuberbach die Tabellenführung als perfekte Momentaufnahme, die angesichts der Einwohnerzahl ein kleines Wunderwerk darstellt.

 

Nach Schlusspfiff war es für mich allerdings wieder Zeit den langen Heimweg von 190 Kilometer anzutreten, der trotz eines Staus in Wien sicher und wohlbehalten am Abend erreicht worden ist.

 

Vielen Dank an der SV Zuberbach für das schöne Erlebnis und die große Gastfreundschaft, dessen Geschenk natürlich einen besonderen Platz bekommen wird. In Zeiten wie Corona sind das Momente die einen lehren weiterzumachen, egal wie sehr sich die Situation noch verschlimmern sollte!

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