Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt
09.09.2018 – Kaltenleutgeben/Niederösterreich
Wald-Sportanlage
120 Zuschauer
Gebietsliga Süd/Südost
Ground #997


ASK Kaltenleutgeben – AC Baden Casino 4:1

Obwohl ich erst kurz vor Mitternacht von meiner Tour durch die Steiermark zurückkehrte, sollten die verbleibenden Stunden bis zum Sonntagvormittag ausschließlich zur Erholung dienen. Nach meinen bisherigen fünf Partien am Wochenende sollten auch am letzten Tag zwei weitere Meisterschaftsspiele dazukommen, die diesmal in Niederösterreich stattfanden!

Im Industrieviertel bzw. im südlichen Wienerwald ist die Marktgemeinde Kaltenleutgeben im Bezirk Mödling beheimatet, wobei ganze 73% vom Wald bedeckt sind. Wie schon befürchtet stieß ich bei den Recherchen auf die bekannte Wald-Sportanlage, die diesmal im wahrsten Sinne des Wortes mittendrin im Grünen lag.

Nach meiner Tagwache um 9:15 ging es bereits nach einer halben Stunde wieder ins Auto, um erst aufzutanken und anschließend das halbe Dutzend an Fußballspielen vollzumachen!

Wie so oft spielte der Verkehr durch Wien um diese Zeit keine Rolle, daher reichte es zehn Minuten vor Anpfiff das obengenannte Ziel pünktlich zu erreichen. Wie schon mein Kollege Martin prophezeite, sollte die Anfahrt ein echtes Abenteuer werden:

Die letzten zwei Kilometer absolvierte man auf einem waschechten Feldweg, der tatsächlich zu den Parkplätzen und dem Vereinsgelände führte bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von gerade mal 25 Stundenkilometern. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wäre man putzmunter gewesen…

Weitaus erfreulicher zeigten sich die Verantwortlichen des Vereins, die auf meine Anfrage via Mail reagierten und mir daher den Eintritt spendierten. Ein großer Dank natürlich an dieser Stelle, mit einer Spende für die Jugend sowie einem Einkauf in der Kantine sollte das Gleichgewicht wiederhergestellt sein!

Schon vor dem Anpfiff der Partie machte ich mir wie immer ein genaueres Bild von der Sportanlage, die mit der Natur und anderen Auffälligkeiten positiv glänzte:

Auf der sonnigen Längsseite machten es sich viele Zuschauer auf den Holzbänken bequem, die zusätzlich einen Ausschank zur Verfügung hatten. Auf der Gegenseite stand dafür eine erhöhte Lage zu Buche, die man im angenehmen Schatten genießen durfte bei fast wolkenlosem Himmel!

Das relativ alte Vereinshaus fand man direkt hinter dem Tor, wo eine zusätzliche Kantine eingerichtet war und teils warme Speisen an den Besucher brachte. Daneben richteten sich die Mannschaften in deren Kabinen ein, ehe der Schiedsrichter die Spieler zur Matinee bat.

Erfolg wird beim ASK Kaltenleutgeben sehr großgeschrieben. Seit der Gründung 1936 stehen mehrere Meistertitel auf der Visitenkarte, überhaupt in der zweiten Klasse spielten sie immer wieder ganz oben mit.

Seitdem Aufstieg 2013 in die erste Klasse konnten sie sich auch dort schnell etablieren und kicken als Lohn in der Gebietsliga, in der sie seit nun vier Jahren in Folge verweilen. Gegen den AC Baden Casino kam ein gleichwertiger Gast in den Wald, die allerdings einen viel besseren Start erwischten mit Rang 4!

Zum Spiel: Von einer Müdigkeit war hier von Beginn an nichts zu sehen, denn mit einem Doppelschlag nach 15 Minuten gingen die Heimischen schnell in Führung.
Richtig spannende gestaltete sich nach dem lang gehaltenen Ergebnis die Schlussphase, als der Anschlusstreffer wieder Leben in die Partie einhauchte. Mit insgesamt zwei roten Karten, einem verwandelten Elfmeter und vielen kleineren Fouls ging der ASK Kaltenleutgeben doch noch als Sieger vom Platz und befindet sich nun im einstelligen Tabellenmittelfeld!

An dieser Stelle möchte ich noch den Ehrenobmann der Gäste, Werner Gludovatz des AC Casino Baden herzlich grüßen. Ich bin mir sicher, dass man sich am Sportplatz wieder über den Weg laufen wird früher oder später.

Kurios: Die angesprochene Situation um den Anfahrtsweg veranlasste einen Besucher, mich direkt beim Auto mit folgenden Worten (und einer Portion Sarkasmus) anzusprechen: „Was in Gottes Namen führt bitte an Korneuburger do her? I bin ja selbst ana…“ ;-))

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