Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt
24.08.2018 - Zillingdorf/Niederösterreich
Sportanlage
70 Zuschauer
2. Klasse Steinfeld


SV Zillingdorf – SV Admira Wr. Neustadt 14:0

Der letzte Freitag wurde im Rahmen des Sportfestes beim ASK Blumau in der zweiten Klasse Triestingtal verbracht. Sieben Tage später fand ich aufgrund der ungewöhnlichen Anstoßzeit um 17:45 heraus, dass dem SV Zillingdorf ebenfalls ein größeres Wochenende als sonst bevorsteht aufgrund des Meisterschaftsspiels und anderen Jugendturnieren!

Nachdem wichtige Termine im Laufe des Tages abgeschlossen worden sind, setzte ich mich wie schon im Voraus geplant um 16:30 in das Auto um die einstündige Reise in die Marktgemeinde anzutreten. Zillingdorf liegt am Ostrand des südlichen Wiener Beckens und unmittelbar in der Nähe von Wr. Neustadt, wovon der heutige Gegner übrigens angereist kam.

Der Verkehr gestaltete sich für diese frühe Nachmittagszeit mehr der weniger ruhig und kam deshalb auch gut in Richtung meines heutigen Zieles. Das man sich nicht schon zu früh freuen soll, kann ich mir nach diesem Erlebnis deutlich hinter die Ohren schreiben:

Wegen einem Unfall auf der Landstraße rückte die Feuerwehr aus und sperrte natürlich den weiteren Straßenverlauf – laut dem Navi exakt drei Kilometer vor der Sportanlage des SV Zillingdorf! Mit einer Umfahrung von über zehn Kilometern wurden schlussendlich aus zehn Minuten Vorsprung am Ende 15 Minuten Verspätung, ehe ich doch noch das Vereinsgelände erreichte!

Ein Parkplatz in der Nähe des Eingangsbereiches konnte trotzdem gefunden werden, ehe es sofort in Richtung Kassa ging. Dank meiner Ankündigung Mitte der Woche an den Sektionsleiter wurde mir sogar der Eintritt erspart – vielen Dank an dieser Stelle.

Für das große Fest des 1919 gegründeten SV Zillingdorf fanden etwa 70 Zuschauer den Weg zum Meisterschaftsspiel. Beeindruckend war beim ersten Blick die Verpflegung, man konnte sich zwischen mehrere Speisen vom Grill entscheiden und auch sonst war die Stimmung untereinander sehr positiv – und das völlig zurecht wie sich herausstellen sollte…

Beim Rundgang durch die Sportanlage wusste einiges zu Gefallen. Die Besucher verteilten sich auf insgesamt zwei Seiten, entweder auf der Längsseite wo man unter den Bäumen Platz nahm oder direkt hinter dem Gehäuse – dort stand das relativ große und sehr modern wirkende Vereinshaus, dass vor allem mit dem Vereinsnamen glänzte!

Seitdem unglücklichen Abstieg 2013 aus der ersten Klasse Süd holt der Klub in der „Steinfeld“ regemäßig ihre Punkte. Höhepunkt dieser bisherigen Teilnahme in der zweiten Klasse war der Meistertitel 2016, woraufhin der Verein anordnete auf den Aufstieg trotzdem zu verzichten.

Am ersten Spieltag ging die Partie relativ knapp mit 2:3 verloren und waren somit auf Wiedergutmachung aus. Mit dem SV Admira Wr. Neustadt hatte man eine Mannschaft zu Gast, die ebenfalls noch nicht angeschrieben haben in der noch jungen Hinrunde…

 

Zum Spiel: Bereits in der zweiten Minute wurde der Grundstein für eine furiose erste Halbzeit gelegt. Spätestens ab dem 4:0 nach gerade mal dreißig Minuten spielten sich die Heimischen in einen Torrausch, der mit einem unfassbaren 8:0 Halbzeitstand abgeschlossen worden ist!
Im zweiten Durchgang kamen zwar anfänglich einige Unkonzentriertheiten auf, die sich aber gegen Ende der Partie legten und der Spielstand auf 14:0 hochschraubte.

Die Ursachen für diesen Sensationssieg kann man selbst als neutraler Beobachter nur schwer erklären. Die noch sehr jung wirkenden Spieler aus Wr. Neustadt bekamen vor allen den Stürmer Stefan Ruffini nicht in den Griff, der insgesamt sechs Treffer beisteuerte – und somit fast die Hälfte des Endstandes!

Trotz allem möchte ich allen 22 Spielern ein großes Lob aussprechen, die sich stets mit Respekt und Anstand begegneten bis zum Schluss – nur eine einzige gelbe Karte musste der Schiedsrichter verteilen, dass hätte auch ganz anders aussehen können. Hut ab!

Für mich ging es nach Spielende wieder retour zum Wagen, um die Heimfahrt bei Starkregen zu starten.
Wie schon am frühen Nachmittag kam ich wieder in einen Stau und machte somit zum zweiten Mal Bekanntschaft mit der Feuerwehr, weil sich insgesamt fünf Autos eine sehr unschöne Karambolage leisteten – gerade bei solchen Wetterbedingungen…

Kurios: Der Platzsprecher schien mit der Leistung der Heimischen weniger einverstanden. Nach dem Treffer zum 9:0 meinte dieser nur ganz trocken „Burschen, des is no weiter ausbaufähig!“ In Zillingdorf ist das Beste offenbar gerade noch gut genug… ;-))

Druckversion Druckversion | Sitemap
www.amatzka2.at