Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt
11.08.2018- Rechnitz /Burgenland
Sportanlage
150 Zuschauer
ll. Liga Süd


SV Rechnitz – SV Mühlgraben 1:0

Der sonnige Samstag sollte endlich wieder ganz im Zeichen des Burgenlandes stehen. Ähnlich wie im Frühjahr in Oberösterreich stehe ich auch in diesem Bundesland kurz davor, den 100er zu knacken. Dementsprechend erfreulich war die Auslosung, die mich schließlich in den Süden lockte!

Nach einem Mittagessen im Kreise der Familie ging es unverzüglich danach rein in den Wagen, um sich der Herausforderung von knapp zwei Stunden Autofahrt zu stellen. Bei meinen Recherchen stellte ich schnell fest, dass es in der Marktgemeinde Rechnitz einige kulturelle Sehenswürdigkeiten gibt, die ich auf keinen Fall auslassen konnte:

Neben dem schicken Hauptplatz und den dazugehörigen Pfarrkirchen stand auch ein Blitzbesuch beim örtlichen Badestausee an, der mich aufgrund der angenehmen Lage positiv überraschte – sollte ich demnächst wieder in der Umgebung sein, wird die Badehose auf jeden Fall miteingepackt da es sich hier um einen außergewöhnlichen Badeplatz handelt – im Gegensatz zu den überfüllten Freibädern…!

Gute zehn Minuten vor dem Anpfiff um 17 Uhr wurde der Weg zur Sportanlage trotzdem gefunden. Wie es der Zufall so wollte, gab es unmittelbar vor dem Kassaeingang sogar einen freien Parkplatz direkt auf dem Gehsteig, der sich als äußerst hilfreich erwies. Das sollte nicht die einzige, positive Überraschung bleiben.

Bereits unter der Woche kam ich mit dem Platzsprecher und Medienvertreter des Klubs Michael Riedler in Kontakt, mit dem in Folge auch am grünen Rasen ein paar Worte gewechselt worden sind. Vielen Dank für die Einladung, die Gastfreundschaft weiß ich wirklich sehr zu schätzen!

Das in Rechnitz schon lange erfolgreich Fußball gespielt wird, ist beim Lesen der Chronik kaum zu übersehen. 1931 gegründet, kämpfte sich der Klub in den frühen 70ern bis in die zweithöchste Spielklasse des Landes, die sie aber auf Dauer nicht halten konnten.

Durchhaltevermögen behielten sie abermals, denn in der jüngsten Vergangenheit etablierten sie sich langfristig in der fünftklassigen ll. Liga Süd, wo sie meistens im sicheren Mittelfeld zu finden sind. Ob in den nächsten Jahren ein Angriff auf die Burgenlandliga geplant ist wird sich zeigen, einfach ist es bei der starken Konkurrenz aber in keiner Weise!

Entgegen den Bildern im Internet überraschte mich die durchaus vorhandene Infrastruktur. Obwohl alle vier Seiten betretbar waren, suchten die Zuschauer die überdachte, große Tribüne auf, die bei Sommertemperaturen einiges an Schatten spendete auf der Längsseite. Dort fand man auch die geräumige Kantine, bei der es viel Platz und noch mehr Urkunden sowie Pokale zum Bestaunen gab.

Das Vereinshaus samt den Kabinen der Spieler stand direkt daneben mit dem Ausgangspunkt der Eckfahne, wo sich schließlich die Mannschaften samt den Schiedsrichterteam pünktlich versammelten.
Gegen den Vorjahresaufsteiger SV Mühlgraben kam ein Gegner angereist, der sich in der Liga schnell etablierte und keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden sollte – wie sich am Spielfeld bewahrheitete...

Zum Spiel: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Mit diesem Leitsatz gelang des den Heimischen, nach nur 120 Sekunden den wichtigen Siegtreffer zu markieren und die drei Punkte zum Auftakt mitzunehmen.
Ganz so einfach sollte es aber nicht werden, aus neutraler Beobachter sah man ein leidenschaftliches und vor allem offensives Spiel beider Mannschaften – steht das Aluminium oder die guten Torhüter nicht im Weg, hätte es genauso auch 4:3 ausgehen können!

Insgesamt ein starker spielerischer Auftritt am ersten Spieltag - man sah zu jedem Zeitpunkt das beide Vereine einen einstelligen Tabellenplatz (wie letzte Saison) verdienen und dazu in der Lage sind, den Tabellenplatz des Vorjahres eventuell noch zu verbessern. Für diesen Spieltag bleiben die drei Punkte im sympathischen Rechnitz, die damit einen gelungenen Einstand feiern in der neuen Saison – sehr zu meiner Freude.

Nach diesem perfekten Auftakt war der Tag dennoch nicht vorbei. Sofort nach dem Schlusspfiff ging es mit leichter Verspätung zum Auto, wo bereits das Navi für die nächste Partie eingestellt wurde…

Kurios: Sehr unzufrieden zeigten sich drei Pensionisten bei der Ersatzbank wegen der angeordneten Trinkpause in Mitte der ersten Halbzeit. Mit knallharten Worten wie „Na, also i hob no kan Durscht“ war überhaupt die Selbstdarstellung ein großes Merkmal… ;-)

 
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