Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt
12.01.2019 – Haifa/Israel
Sammy Ofer Stadium
3.486 Zuschauer
Ligat ha`Al
Ground #1.034


Hapoel Haifa – Maccabi Petah Tikva FC 4:2

Bereits seit einigen Jahren hatte ich das Land Israel immer wieder am (Fußball)-Radar, doch die teuren Flüge und diverse andere Projekte standen bis dato immer im Vordergrund. Anfang Dezember machte mich mein langjähriger Mitfahrer Andreas darauf aufmerksam, um für gerade mal 80 Euro einen Flug über mehrere Tage zu buchen – eine Idee, die schließlich auch schnell umgesetzt worden ist!

Wegen den späten Ansetzungen der Spieltermine und der ungewohnt chaotischen Planung ging man mit vielen Fragezeichen und Bedenken in diese Reise, die sich aber nach und nach in Luft auflösen sollten:

Bereits um 3:45 ging es vereint zum Flughafen Schwechat, wo uns der erhöhte Risikofaktor erstmals bewusst wurde. Beim Sicherheitscheck gab es eine sichtbare Sonderbehandlung, die aber nicht weiter störte bevor wir um sechs Uhr vom Flughafen endgültig abhoben.

Kurz nach der überpünktlichen Ankunft musste man sich abermals einige Fragen über sich ergehen lassen, bevor die ersten Pflichtaufgaben vor der Weiterfahrt erledigt werden mussten!

Neben einer israelischen SIM Karte für das Handy kamen wir auch zur Wechselstube, bevor mein Mitfahrer den erlösenden PIN seiner Kreditkarte bekam und wir nun das Mietauto problemlos abholen konnten.

Mit einem relativ kleinen, aber kompakten Wagen war mein persönlicher Kampf mit dem Automatikgetriebe eröffnet, dessen Duell ich für mich entscheiden durfte – weder ein Kratzer noch sonstige Schäden waren im Endeffekt zu finden, trotz des hitzigen und teilweise rabiaten Verkehrs im Straßenverkehr!

Nach der lockeren Hinfahrt zur ersten Station nach Haifa hatten wir noch den Freitagnachmittag sowie den Abend genug Zeit, um die drittgrößte Stadt des Landes genau anzusehen und sich generell ein Bild zu machen. Auch der Samstag wurde bei besten Wetter für die Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise die Bahai Gardens genutzt, die zusätzlich eine perfekte Aussicht auf die gesamte Stadt bot.

Als vorläufiges Highlight stand eine Mahlzeit in einem österreichischen (!) Restaurant an, dass mit Speisen wie „Bad Ischl“ oder „Burgenland sausages“ glänzte – und natürlich für schmunzeln sorgte!

Wenig später war es dann endlich soweit und wir begaben uns rasch zum ersten Fußballspiel der Tour:

Im Sammy Ofer Stadium sind die beiden Großklubs Maccabi und Hapoel Haifa aktiv und tragen die Heimspiele dort seit 2014 aus. Wie es der Spielplan so wollte, machte der Mittelständler von Hapoel den Anfang im Duell gegen Maccabi Petah Tikva, die ebenfalls in diesem Tabellenbereich ansässig sind in dieser Spielzeit!
Aufgrund unserer frühen Ankunft konnten wir als eine der ersten Ankömmlinge am offiziellen Parkplatz das Auto abstellen. Um umgerechnet sieben Euro kein Schnäppchen, aber dafür in unmittelbarer Nähe dieses wunderschönen Grounds.

Die goldene Außenfassade des Stadions machte bei der einsetzenden Dämmerung einen unglaublichen Eindruck, den man tatsächlich nicht so schnell vergisst. Nach einem kleinen Spaziergang kam man schlussendlich zum Ticketschalter, wo wir um gerade mal zwölf Euro ein Ticket erhielten – ein Schnäppchen angesichts der leicht überteuerten Preise in diesem Land!

Der Name Hapoel steht offiziell für „Arbeiter“ und gründete sich seitens von Haifa im Jahr 1924. Bis heute konnten sie in der Geschichte einen Meistertitel (1999) sowie vier Pokalsiege einfahren, wobei 2018 der vierte Streich gelang. Das Stadion selbst verschlang Kosten von etwa 113 Mio. Euro, dass aber dafür in einen hervorragenden Zustand ist und auch Länderspiele hier gelegentlich stattfinden.

Als positiv überraschend gestaltete sich die Fanszene der Heimischen, die sich trotz des eher unattraktiven Gegners gut präsentierte und für eine gute Grundstimmung sorgte. Gerechnet hat man damit nicht unbedingt, dafür wurden wir aber zufriedengestellt – was auch dem Ligaspiel zu verdanken war…

Zum Spiel: In einer abwechslungsreichen Partie zeigten beide Mannschaften eine Vielzahl an Offensivaktionen. Obwohl die Gäste nach vier Minuten die Führung bejubelten, wendete sich das Blatt zu 180 Grad im Laufe des frühen Abends. Spätestens nach dem 4:1 nach 72. Minuten war die Sache gelaufen, wobei der Unterhaltungswert auf keinen Fall zu kurz gekommen ist!

Mit insgesamt sechs Treffern und einem meiner Meinung nach sehr kompakten Auftakt wurde der Länderpunkt Israel gebührend gefeiert. Nach dem Schlusspfiff war das Kapitel Haifa endgültig Geschichte, denn mit Jerusalem lag das nächste Ziel schon direkt vor uns…

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