Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt
15.01.2019 – Netanya/Israel
Netanya Stadium
4.630 Zuschauer
Gavia HaMedina
Ground #1.037


Maccabi Netanya – Hapoel Be`er Sheva 0:0 (4:2 i.E.)

Nach den Besuchen in Haifa, Jerusalem und dem Hauptspiel in Tel Aviv hatten wir für Dienstag genügend Zeit, um die zweitgrößte Stadt selbst in aller Ruhe zu erkunden. Vom Strand ging es ab den Mittagsstunden Richtung Süden in die Altstadt und zum Jaffa Clock Tower - einer Sehenswürdigkeit mit einem besonderen Wert.

Nur unweit entfernt fand man in der Umgebung ein solides Restaurant für die Brotzeit, ehe wir langsam aber sicher wieder in Richtung Hotel wanderten, um die Akkus aufzuladen. Die Verkehrslage zwang uns aber dennoch, die kurze Reise zum vierten und letzten Spiel früher anzutreten:

Aus der eigentlichen Fahrzeit von ursprünglich 25 Minuten wurden laut dem Navi fast mehr als das Doppelte – also knapp eine Stunde für gute 28 Kilometer zum Stadion. Wie erwartet gestaltete es sich doch nicht ganz so dramatisch wie gedacht und so fanden Andreas und ich einen guten Parkplatz nur unweit des Netanya Stadiums!

Netanya ist offiziell eine Stadt mit über 200.000 Einwohnern, wobei der Fußballverein einen guten Stellenwert besitzt.

1934 als Maccabi Netanya gegründet, hat der Klub schon mehr als vierzig Jahre Erfahrung in der höchsten Spielklasse Israels. Neben einem Pokalsieg stehen auch fünf Meistertitel auf ihrer Habenseite – eine Statistik, die sich durchaus sehen lassen kann.

Um den erwarteten Preis von umgerechnet zwanzig Euro bekamen wir ohne viel Stress eine Eintrittskarte ausgehändigt, bevor kurz danach auch schon der richtige Eingang gefunden worden ist!

Wie in Petah Tikva ist auch dieses neugebaute Stadion mit zwei Längstribünen ausgestattet. 2012 nach einer Bauphase von sieben Jahren eröffnet, stiegen die Kosten auf etwa 48 Mio. Euro an, die sich aber definitiv ausgezahlt haben bei einer Kapazität von 13.800 Zuschauern.

Insgesamt kamen zum nationalen Pokal Achtelfinale etwas weniger als 5.000 Besucher – eine Quote, mit der man durchaus zufrieden sein kann, wenn man die Umstände (Anpfiff 20:45 am Dienstag) betrachtet!

Obwohl wir auf einer Tribüne mit den Heimischen Fans verbrachten und nur den Gästesektor im Blick hatten, war der Auftritt schon sehr stark und leidenschaftlich. Am Papier gab es in spielerischer Hinsicht allerdings kaum Vorteile für eine Mannschaft, da sie in der Liga fast als Tabellennachbarn durchgehen bei einem Unterschied von gerade mal zwei Punkten.

Zum Spiel: Beinahe wie in Jerusalem gab es zwar gute Tormöglichkeiten, aber wie so oft scheiterten die Spieler an ihrer eigenen Abschlusskraft beziehungsweise an der Effizienz. So kam es also dazu, dass wir neben der regulären Spielzeit auch noch die Verlängerung als Bonus zu sehen bekamen.
Als es nach 120 Minuten immer noch 0:0 stand, musste das Elfmeterschießen entscheiden was rückblickend das Beste war, was uns hätte passieren können!

Mit 4:2 setzten sich die Heimischen in diesem Krimi schließlich durch, was anschließend zu großen minutenlangen Jubelszenen führte als hätte man gerade die Meisterschaft gewonnen.

Ein Erlebnis, dass mein persönliches Highlight dieser Tour darstellte und unglaublich viel Sympathie erweckte. Das anschließende Hupkonzert bei den Autofahrern am Heimweg setzte noch eine Schippe oben drauf und zeigte einen perfekten Abschluss der gesamten Tour!

Nur fünf Stunden nach dem Betreten des Hotels war schon wieder Tagwache angesagt, um einerseits das Mietauto zurückzubringen und die Kontrollen beim Sicherheitscheck zu überstehen.

Als auch dieses letzte Kapitel schlussendlich problemlos funktionierte ging es für uns wieder in das Flugzeug, um Österreich am frühen Nachmittag wieder zu betreten. Mit einer gewaltigen Menge an neuen positiven Eindrücken eines Landes, dass mir auf jeden Fall die Augen geöffnet hat…

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