Meine Reisen durch die Fussballwelt
Meine Reisen durch die Fussballwelt
18.05.2019 – Martinsberg/Niederösterreich
Sportplatz
75 Zuschauer
2. Klasse Waldviertel Süd
Ground # 1.091


TSU Martinsberg – USC Bad Großpertholz 3:0

Nach mittlerweile über 450 gesehenen Fußballspielen allein in Niederösterreich sollte man eigentlich meinen, dass es keine allzu großen Überraschungen mehr gibt. Dennoch fiel schon vor mehreren Wochen der (für Österreich) unübliche Spieltermin auf, der mir kurz vor meinem geplanten Besuch tatsächlich bestätigt worden ist!

So kam es also, dass ich nach einem gemütlichen Frühstück die Fahrt in das südwestliche Waldviertel auf mich nahm, um den TSU Martinsberg beim alljährlichen Sportlerheurigen auf die Füße zu schauen und altbekannte Gesichter wieder zu treffen.

Mit dem erstmaligen Anpfiff am Samstag um 11:30 gab es bei der Hinfahrt in die Marktgemeinde keinerlei Verkehr, was schließlich dazu führte überpünktlich den offiziellen Parkplatz zu erreichen.

Direkt beim Betreten der Sportanlage kam mir auch schon der Funktionär Christoph Schildorfer entgegen, den ich beim Auswärtsspiel in Rastenfeld kurz zuvor direkt an der Seitenlinie kennenlernte – die freudige Überraschung mit dem Geschenk eines wirklich schönen Vereinsschals ist definitiv gelungen, vielen Dank nochmal für diese großartige Geste!

Generell zogen die Verantwortlichen vor allem in Speis und Trank ganz große Kaliber auf, denn mit einer wirklich beträchtlichen Auswahl (die man sonst nur aus Vorarlberg kennt) fiel es zumindest mir und sicher auch den anderen Zuschauern schwer, sich zu entscheiden oder einfach mehrere Sachen auszuprobieren – etwas später dazu mehr.

Ebenfalls am Spielfeld anwesend war auch der Obmann Jan Fragner, der seine Mannschaft als Kapitän auf den grünen Rasen führt und ebenfalls vollste Einsatzbereitschaft zeigte:

Mit insgesamt zwei Nachwuchsmannschaften und einer Reserve dürfte die sportliche Zukunft des TSU Martinsberg auf jeden Fall abgesichert sein. Genau diese kommende Generation könnte den Klub in der Tabelle weiter nach vorne bringen, weil in den letzten Saisonen etablierten sie sich zumeist in den hinteren Tabellenregionen!

Beschäftigt man sich etwas mit der Chronik sieht man, dass es aber auch anders geht. 1979 gegründet, holten sie sich in den Jahren 1991 & 1998 den Meistertitel in der zweiten Klasse und hatten damit Erfolge, mit denen man auch zukünftig arbeiten kann…

Die Sportanlage ist für die zweite Klasse mehr als geeignet aus infrastruktureller Sicht. Mit einer überdachten, langgezogenen Sitzmöglichkeit auf der Längsseite ist im Falle eines Regens definitiv eine trockene Alternative vorhanden.

Der Rest positionierte sich vor dem Vereinshaus, dass direkt hinter dem Tor stand und neben den Spielerkabinen auch der Ausschank sowie interne Sitzplätze (für die Mittagsjause) aushändigte. Mit insgesamt über zehn Speisen war für das leibliche Wohl gesorgt, bevor der Zeitpunkt gekommen ist, um gegen den zweiten Nachzügler aus Bad Großpertholz das Fußballspiel zu beginnen!

Zum Spiel: In einer anfangs ausgeglichenen Partie hatten die Heimischen immer mehr Spielanteile mit Fortdauer des Spiels und gingen nicht unverdient mit einem 1:0 Vorsprung in die Pause.
Auch nach Seitenwechsel blieb die Mannschaft fokussiert genug, um nach exakt einer gespielten Stunde auf das vorentscheidende 2:0 zu erhöhen und Saisonsieg Nummer 2 einzufahren! Die Draufgabe am Schluss mit dem Strafstoß zum 3:0 Endstand erwies sich als perfektes Zuckerl, dass den sonnigen Tag für die Martinsberger noch schöner machen sollte.

Mit diesem Sieg besteht immer noch die Möglichkeit, den direkten Gegner aus Rastenfeld noch zu überholen und etwas Boden gutzumachen vor Saisonende. Die Motivation dürfte spätestens jetzt stimmen und ihnen die berühmte, zweite Luft verschaffen!

Meine persönliche dritte Halbzeit wurde anschließend mit der nächsten (!) Einladung eines frisch gemachten Koteletts samt Beilagen mehr als nur erfüllt. Auch ein Kaffee sowie eine Nutellaschnitte durfte nicht fehlen, bevor es langsam wieder an der Zeit war aufzubrechen und das schöne Fest des TSU Martinsberg zu verlassen.

Zum Schlusswort möchte ich mich nochmal ganz herzlich an stellvertretenden Sektionsleiter Christoph Schildorfer sowie Jan Fragner bedanken, die mir eine denkwürdige Zeit hier ermöglichten – in Zukunft sollte das alljährliche Sportlerfest auf jeden Fall traditionell besucht werden, dass ich wirklich jedem Fußballfan empfehlen kann…

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